<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-8678305018564023368</id><updated>2012-02-16T11:09:15.041-08:00</updated><title type='text'>Zeitreise von A - Z</title><subtitle type='html'>Schon von Kindesbeinen an habe ich Zeitreiseromane verschlungen. Später habe ich Artikel und ein Buch über Zeitreisephänomene und -motive geschrieben. Dabei sammelte und sammelt sich viel Material an, das ich hier alphabetisch geordnet vorstellen werde. Es ist natürlich nicht vollständig und wird laufend erweitert und ergänzt werden. 
Auch möchte ich mit diesem blog das Projekt timemachine1212 unterstützen (www.timemachine1212.com)</subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://zeitreise-gestern.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8678305018564023368/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeitreise-gestern.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>Gisela Ermel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08777419198760889701</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>27</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8678305018564023368.post-622008182594512128</id><published>2010-05-11T07:00:00.008-07:00</published><updated>2010-06-25T02:04:19.948-07:00</updated><title type='text'>A</title><content type='html'>&lt;strong&gt;&lt;span style="color:#ff0000;"&gt;under construction...&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="color:#ff0000;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;AARNE, ANTTI&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Finnischer Märchenforscher (1867 - 1925)&lt;br /&gt;1908: Dissertation &lt;em&gt;Vergleichende Märchenforschungen.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;1910: &lt;em&gt;Verzeichnis der Märchentypen mit Hülfe von Fachgenossen.&lt;/em&gt; Helsinki&lt;br /&gt;1928: Erste Erweiterung des Verzeichnisses durch Thompson = Aarne Thompson-Index.&lt;br /&gt;1961: &lt;em&gt;The Types of the Folktale: A Classification and Bibliography. &lt;/em&gt;Zweite Erweiterung des&lt;br /&gt;Verzeichnisses. Helsinki.&lt;br /&gt;Aarne-Thompson-Index:&lt;br /&gt;Listet u.a. mehrere Motive auf, die mit Zeitanomalien zu tun haben:&lt;br /&gt;Unter der Rubrik Zaubermärchen:&lt;br /&gt;AaTh 410: Schlafende Schönheit (z.B. &lt;strong&gt;Dornröschen&lt;/strong&gt;) (Motiv: &lt;strong&gt;Zeitschlaf&lt;/strong&gt;)&lt;br /&gt;AaTh 470 B + 471: Das Land wo niemand stirbt + Die Brücke zur Anderswelt (Motiv: Zeitanomalie bei Besuch einer &lt;strong&gt;Anderswelt&lt;/strong&gt;).&lt;br /&gt;AaTh 471 A: Der Mönch und der Vogel (= &lt;strong&gt;Der Mönch im Wald&lt;/strong&gt;)&lt;br /&gt;Unter der Rubrik: Legendenartige Märchen:&lt;br /&gt;AaTh 766: &lt;strong&gt;Siebenschläfer&lt;/strong&gt; + &lt;strong&gt;Rip van Winkle&lt;/strong&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;ABIMELECH&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Person, die im Schlaf einen Zeitsprung von 66 Jahren in die Zukunft gemacht haben soll.&lt;br /&gt;Abimelech schlief ein und musste nach dem Aufwachen feststellen, dass inzwischen 66 Jahre vergangen waren, doch seine vor dem Einschlafen frisch gepflückten Feigen im Korb waren noch ebenso frisch, als sei überhaupt keine Zeit vergangen.&lt;br /&gt;In der apokryphen Schrift &lt;em&gt;Paralipomena Jeremiae&lt;/em&gt; wird es so dargestellt, als habe Gott Jahwe Abimelech absichtlich 66 Jahre in die Zukunft versetzt, um ihm das Elend der Zerstörung Jerusalems und die langen Jahre des babylonischen Exils zu ersparen, aus Dankbarkeit dafür, dass Abimelech den Propheten Jeremias aus einer Grube oder Zisterne rettete, in die König Zedekia diesen hatte werfen lassen.&lt;br /&gt;Damit gehört die Geschichte zum Motiv &lt;strong&gt;Zeitschlaf&lt;/strong&gt; und zu den Fällen, bei denen ein Mensch einen Zeitsprung machte, bei dem offenbar nichtmenschliche Wesen ihre Finger im Spiel hatten. Gott wird hier ebenso wie seine körperlich anwesenden "Engel" als anthropomorph geschildert, da er mit Jeremias redet und dann von diesem "weggeht".&lt;br /&gt;Abimelchs Feigen gehören zum Motiv der &lt;strong&gt;Gegenstände aus einer anderen Zeit.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Abimelech ist Diener am Hof des jüdischen Königs Zedekia und ist befreundet mit dem Propheten Jeremias und dessen Schreiber Baruch. Das Ereignis spielt im Jahr 598 v.Chr. (Zerstörung Jerusalems und Beginn des babylonischen Exils) und im Jahr 532 v.Chr. (Aufwachen des Abimelech nach 66 Jahren).&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Paralipomena Jeremiae = Reste der Worte Baruchs&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Alttestamentliches Pseudoepigraphon, außerbiblische apokryphe frühjüdische Schrift, die Anfang des 2. Jh. christlich bearbeitet wurde. Die Schrift ist in mehreren Handschriften und Übersetzungen erhalten. Sie zählt heute weder zum jüdischen noch zum christlichen Kanon, wird aber von der äthiopisch-orthodoxen Kirche anerkannt.&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Kapitel 3 - 6:&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Gott Jahwe kündigt Jeremias während eines Treffens auf der Stadtmauer, an dem auch der Schreiber Baruch und einige "Engel" teilnehmen, die Zerstörung Jerusalems an.&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Da sprach Jeremias: Ich bitte dich, Herr, sag mir, was ich mit Abimelech, dem Äthiopier, machen soll! Er tat am Volk und deinem Diener Jeremias recht viel Gutes; er zog mich aus der Schlangengrube. So wünsch ich nicht, dass er den Untergang der Stadt und die Verwüstung sähe, dass er nicht traurig würde.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Da sprach der Herr zu Jeremias: Schick ihn zum Weinberg des Agrippa durch den Bergweg! Und ich verberge ihn, bis ich das Volk zur Stadt zurückgeführt habe. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Am anderen Morgen schickte Jeremias Abimelech fort und sagte: Nimm einen Korb und geh ins Landgut des Agrippa durch den Bergweg! Hol ein paar Feigen! Gib sie den Kranken in dem Volk! Auf dir ruht ja des Herren Wohlgefallen, auf deinem Haupte seine Huld. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Da ging er weg, wie er ihn hieß.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Die Feigen holte Abimelech in der Mittagsglut.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Da fand er einen Baum und setzte sich in seinen Schatten, ein wenig auszuruhen. Er legte auf den Korb dabei sein Haupt und schlummerte so 66 Jahre und wachte nicht ein einziges Mal aus seinem Schlafe auf. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Doch schließlich wird er wach und spricht: Könnt ich ein wenig nur noch schlummern, ich fühl mich nicht von meinem Schlaf erquickt.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Er deckt den Korb mit seinen Feigen auf und findet sie noch saftig. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Da sagt er: Ich möchte ein wenig weiter schlummern; der Kopf ist mir noch schwer. Ich habe aber Angst, ich möchte verschlafen und gar zu spät aufwachen. Dann würde mich mein Vater Jeremias tadeln. Hätte er nicht Eile, dann hätt er mich nicht heute schon in der Frühe fortgeschickt. Ich steh nun auf, geh in der Hitze heim; dann komm ich an, wenn sich die Hitze legt.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;So steht er auf, nimmt seinen Feigenkorb und legt ihn auf die Schultern. So kommt er nach Jerusalem. Dort kennt er weder diese Stadt noch ihre Häuser, noch seine Familie.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Er spricht: Gepriesen sei der Herr! Ein starker Schwindel hat mich überfallen. Dies ist gar nicht die rechte Stadt. Ich bin verwirrt, weil ich den Bergweg ging. Ich bin gerade aus dem Schlaf erwacht. Der Kopf ist mir noch schwer, ich hab noch nicht genug geschlafen, ich bin verwirrt. &lt;/em&gt;&lt;em&gt;Verwunderlich! Wie kann ich nur vor Jeremias sagen, ich sei verwirrt!&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;So geht er wiederum zur Stadt hinaus; dann schaut er nach den Merkmalen der Stadt und sagt: 'Die Stadt ist's doch! Ich hab mich nur verirrt!' Er kehrt wieder in die Stadt zurück und sucht. Er findet keines von den Seinen. Er spricht: Gepriesen sei der Herr! Ein starker Schwindel hat mich überfallen. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Und wiederum geht er zur Stadt hinaus; da bleibt er traurig stehen, er weiß ja nicht, wohin er gehen soll. Er stellt den Korb beiseite und spricht: ich bleib hier sitzen, bis dass der Herr mir diesen Schrecken nimmt.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Er setzt sich hin; da sieht er einen alten Mann vom Felde kommen; zu ihm sagt Abimelech: Wo ist der Priester Jeremias und der Vorleser Baruch? Wo ist das ganze Volk in dieser Stadt? Ich fand ja niemand mehr.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Da fragte ihn der Greis: Bist du denn nicht aus dieser Stadt? Du nennst den Jeremias und fragst nach ihm, nach dieser langen Zeit? Jeremias ist ja mit dem Volk in Babylon. Sie wurden von dem König Nabuchodonosor dorthin geführt, bei ihnen ist nur Jeremias, um ihnen Gutes zu verkünden und sie darüber zu belehren.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Dies hörte Abimelech von dem alten Mann; er spricht sofort: Wärst du nicht schon ein Greis und wäre es nicht verboten, einen älteren Menschen zu beschimpfen, so würd ich dich verlachen und sagen: du bist verrückt. Du sagst: Das Volk ward fort nach Babylon geschleppt. Ja, wären selbst des Himmels Wolkenbrüche drauf gestürzt, so hätt doch die Zeit zu einem Marsch nach Babel nicht gereicht. Ja, welche Stunde ist's denn jetzt, seitdem mein Vater Jeremias mich zum Landgut des Agrippa ausgeschickt, um ein paar Feigen zu holen und sie den Kranken in dem Volk zu geben? Ich ging hinweg und holte sie. Dabei kam ich zu einem Baume in der Mittagshitze und setzte mich ein wenig nieder, um zu ruhen. Ich stützte auf den Korb mein Haupt und schlief darüber ein. Hernach erwachte ich und deck den Korb mit meinen Feigen auf. Ich glaubte, ich hätte mich etwas verspätet, fand aber noch die Feigen grad so saftig, wie ich sie mir gepflückt. Da sagst du nun, es sei das Volk nach Babel weggeschleppt? Hier! Überzeug dich selbst! Nimm! Schau die Feigen an!&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Und damit deckte er den Feigenkorb dem Alten auf. Und dieser sah, dass sie noch saftig waren. Wie sie der Greis gesehen, rief er aus: Mein Sohn! Du bist ein Frommer! Gott wollte dich der Stadt Verwüstung nimmer sehen lassen! Deshalb ließ Gott den Schwindel dich befallen. Sieh! Heute sind es 66 Jahre, seitdem das Volk nach Babylon verschleppt worden ist. Damit du siehst, mein Sohn, dass dieses wahr, schau auf das Ackerfeld und sieh! Die Ssamen keimen erst! Die Zeit für Feigen ist noch nicht gekommen. Bedenke es wohl!&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Da schrie mit lauter Stimme Abimelech. Ich preis dich, Herr, du Gott des Himmels und der Erde, du Ruhestätte der gerechten Seelen aller Orten! Er fragt den alten Mann: Was für ein Monat ist es jetzt? Er sagt: Der zwölfte Niasn. Da nimm ein paar Feigen, gibt sie dem alten Mann und spricht zu ihm: Gott führ dich in die obere Stadt Jerusalem zum Licht!&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Darauf ging Abimelech aus der Stadt und betete zum Herrn. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Da kam ein Engel von dem Herrn und führte ihn zu Baruch; da fand er ihn in einem Graben sitzend. Als sie einander sahen, da brachen sie in Tränen aus und küssten sich. Und Baruch blickte auf und sah die Feigen in dem Korbe liegen; da hob er seine Augen zu dem Himmel und betete und sprach. Es ist ein Gott, der seine Heiligen belohnt. Meine Seele! Sei zufrieden! Freue dich! Juble laut in deinem Zelt! ... Schau hier auf diesen Feigenkorb! An 66 Jahre gingen vorüber, und jene faulten nicht und rochen nicht, sie sind noch saftig. Also sprach Baruch, dann sagte er zu Abimelech: Steh auf! Wir wollen beten! Der Herr mög uns belehren, wie wir nach Babylon den Vorfall Jeremias können melden, den Schutz, der dir zuteil geworden.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Noch betete Baruch, da kam vom Herrn ein Engel und sprach zu Baruch: Baruch, lichtvoller Ratgeber! Sorg dich nicht ab, wie du zu Jeremias sendest! Ein Adler kommt zu dir schon morgen früh. Bemüh dich selber nicht um Jeremias...&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;(Paul Rießler: Altjüdisches Schrifttum außerhalb der Bibel. Augsburg 1928)&lt;br /&gt;Die &lt;strong&gt;Bibel,&lt;/strong&gt; Altes Testament, Buch Jeremias 38 - 39:&lt;br /&gt;Abimelech ist identisch mit dem Ebed-Melech des Buches Jeremias, auch wenn hier der Zeitsprung nicht erwähnt wird. Ein Ebed-Melech kommt in der Bibel nur hier vor.&lt;br /&gt;Abimelech ist nicht wirklich ein Name, sondern eine Bezeichnung: "Diener des Königs" oder "Verehrer des (göttlichen) Königs".&lt;br /&gt;Der äthiopische / kuschitische Ebed-Melech diente als Kämmerer am Hofe des letzten judäischen Königs Zedeka. Zedekia hatte den Propheten Jeremias in eine Zisterne oder Grube werfen lassen, da dieser den Untergang Jerusalems durch die Babylonier vorausgesehen hatte, eine Prophezeiung, die der König nicht akzeptieren wollte. Ebed-Melech war es, der den Jeremias aus der Grube befreite.&lt;br /&gt;Kurz vor der Einnahme Jerusalems durch die Babylonier gewährte Jahwe Jeremias, seinen Retter Ebed-Melech zu warnen und ihm zu versichern, dass ihm nichts durch die Babylonier geschehen werde. Wie das geschah, davon berichtet nur die apokryphe Schrift &lt;em&gt;Paralipomena Jeremiae. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Das Alte Testament nennt Nebukadnezar als Eroberer Jerusalems. Es handelt sich um Nebukadnezar II. = Nabu-kudurri-usur II., den neubabylonischen König, der von 604 - 562 v.Chr. regierte. Dieser unternahm alljährlich Feldzüge. Keilschriftlich wird 598 v.Chr. ein Feldzug im 9. Monat in die Provinz Jechuda / Jekuda erwähnt, und in den Jahrzehnten danach tauchten hebräische Namen in babylonischen Urkunden auf. Somit ist zumindest der historische Hintergrund der Erzählung real.&lt;br /&gt;Parallelen: Die Geschichte des Abimelech weist einige Paralleln auf zur Geschichte des H&lt;strong&gt;oni HaM'agel &lt;/strong&gt;im Babylonischen Talmud auf. Die beiden Texte könnten voneinander beeinflusst sein, oder beide Geschichten gehen auf ein reales Ereignis und / oder auf ältere Quellen zurück.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;ABRAHAM A SANCTA CLARA&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Deutscher katholischer Geistlicher, Prediger und Schriftsteller (1644 - 1709). Er gilt als der bedeutendste katholische Prediger der Barockzeit.&lt;br /&gt;In seinem Werk &lt;em&gt;Grammatica Religiosa (1691)&lt;/em&gt; einem Lehrbuch der katholischen Moral, berichtet er über den &lt;strong&gt;Mönch im Wald&lt;/strong&gt;, eine Geschichte um einen Mönch, der während eines Waldspaziergangs ohne zu wissen wie einen Zeitsprung weit in die Zukunft hinein machte. Die älteste Version dieser Geschichte war wahrscheinlich die des &lt;strong&gt;Maurice de Sully.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;(Lutz Röhrich: Erzählungen des späten Mittelalters und ihr Weiterleben in Literatur und Volksdichtung bis zur Gegenwart. Bern 1962)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;ACAMBARO, Mexiko&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Fund von Dinosaurier-Figurinen aus einer Zeit, da diese ausgestorbenen Tiere noch nicht bekannt sein konnten.&lt;br /&gt;1944 entdeckte der deutsche Immigrant und Hobbyarchäologe Waldemar Julsrud am Abhang des El Toro nahe der Stadt Acambaro eigenartige Keramikobjekte. Die Figuren schienen keiner ihm bekannten prähistorischen Kultur zuzuordnen zu sein. Immer mehr und mehr dieser Tonfiguren kamen bei seinen privaten Ausgrabungen ans Tageslicht, bis schließlich über 33000 Figuren Julsruds Haus fast gänzlich füllten.&lt;br /&gt;Die gebrannten Ton-Figuren sind 2 - 14 cm groß, und unter ihnen befinden sich unzählige Dinosaurier - Trachodon, Gorgosaurus, Titanosaurus, Triceraptos, Stegosaurus und viele andere Arten -, einige der Arten sind sogar noch bis heute unbekannt. Etliche der Dinosaurer wurden dargestellt in Interaktion mit Menschen.&lt;br /&gt;Die Zeit der Herstellung der Figurinen ist umstritten und reicht von 6500 v.Chr. bis zur Zeit des Julsrud, den man verdächtigte, die Figuren selbst hergestellt oder in Auftrag gegeben zu haben. Doch selbst zu Julsruds Zeit gab es noch kein derart detailreiches Wissen über Dinosaurier, wie es die Figurinen voraussetzen.&lt;br /&gt;(Charles Hapgood / David Hatcher Childress: Mystery in Acambaro. Kempton, Illinois, 2000)&lt;br /&gt;Gibt es einen Zusammenhang zur prähistorischen Chupicuaro-Kultur dieser Region, die 500 v.Chr. begann und bis 200 n.Chr. dauerte? Die Vertreter dieser Kultur stellten ganz ähnliche Tonfiguren her, wenn auch keine Dinosaurier. (Mir fiel übrigens auf, dass in zahlreichen Artikeln und noch zahlreicheren Internetseiten stets "Chupicauro" steht anstelle des richtigen "Chupicuaro"; keiner der Autoren hat sich offenbar die Mühe gemacht, das Wort einmal zu überprüfen.)&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Gegenstände, die nicht in ihre Zeit passen + Spuren mög&lt;/strong&gt;&lt;strong&gt;licher Zeitreisender&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;AFFLIGHEM, Belgien&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Benediktinerabtei in Dendermonde.&lt;br /&gt;Schauplatz eines Zeitsprungs:&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Der Mönch von Afflighem&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Gegen Ende des 11. Jahrhunderts trug sich in der Abtei von Afflighem eine überaus wunderbare Geschichte zu. Man meldete nämlich eines Tages dem frommen Fulgentius, der dazumal Abt war, dass ein fremder Mönch von gar ehrwürdigem Aussehen am Thore angeklopft habe und eingelassen worden sei, und dass derselbe sage, er sei einer von den Brüdern des Klosters. Der Abt ließ ihn zu sich führen und fragte ihn, wer er sei und woher er komme, worauf der Mönch erwiderte, er habe am Morgen noch mit den anderen Brüdern die Matutin in der Kirche gesungen. Als man zu dem Verse des neun und achtzigsten Psalmes gekommen sei, welcher heißt, Tausend Jahre sind vor deinen Augen, wie der gestern vergangene Tag, da habe er lange darüber nachgedacht und noch im Chor gesessen, als alle anderen schon heraus gewesen. Da sei ihm ein Vöglein erschienen, welches gar lieblich gesungen, und er sei dem Vöglein gefolgt, weil es ihn so sehr ergötzet, und ihm in den Wald nachgegangen; und von da kehre er jetzt nach einer kleinen Weile zurück; er finde aber das Kloster so geändert, dass er es nicht wiedererkenne. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Als nun Fulgentius ihn seines Abtes wegen fragte und auch nach dem Namen des Königs, welcher zu seiner Zeit regieret, und der Mönch über beide Auskunft gegeben, da fand man zu allergrößtem Erstaunen, dass die vor dreihundert Jahren gelebt hatten.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Der Mönch aber erschrak und sprach: 'Ja wohl, nun sehe ich, dass tausend Jahre wie ein Tag sind vor dem Herrn!', bat alsdann den Abt, dass er ihm die heiligen Sakramente spenden wollte, und starb nach deren Empfang eines gottseligen und erbauungsreichen Todes.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;Die Erzählung ist eine Übersetzung aus dem 19. Jahrhundert aus der lateinischen Chronik &lt;em&gt;Haffligemium illustratum (fol. 1, 61)&lt;/em&gt;. Die Handschrift befindet sich heute in der wiederhergestellten Abtei von Afflighem in Dendermonde.&lt;br /&gt;(Prudenz van Duyse: Vaderlandsche Poezy. Gent 1840)&lt;br /&gt;Die Erzählung ist nichts weiter als eine der zahlreichen Versionen um den &lt;strong&gt;Mönch im Wald&lt;/strong&gt;, dessen früheste Fassung die des &lt;strong&gt;Maurice de Sully&lt;/strong&gt; sein düfte. Die Rückkehr des Mönches wird in der Afflighem-Version ins 11. Jahrhundert verlegt. Das würde aber bedeuten, dass der Mönch im 8. Jahrhundert verschwand, was nicht möglich ist, da das Kloster erst im Jahr 1083 gestiftet wurde.&lt;br /&gt;(Lutz Röhrich: Erzählungen des späten Mittelalters und ihr Weiterleben in Literatur und Volksdichtung bis zur Gegenwart. Bern 1962)&lt;br /&gt;89. Psalm: s. &lt;strong&gt;Bibel + Zeit&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;AFRIKA&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Amicalismus: &lt;/strong&gt;s.d.: Person, deren Wiederkehr in Zukunft erwartet wird.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Dogon: &lt;/strong&gt;Volksstamm in Mali: s.d.: Personen, deren Wiederkehr in Zukunft erwartet wird.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Klerksdorp: &lt;/strong&gt;s.d.: &lt;strong&gt;Gegenstände aus der Zukunft: &lt;/strong&gt;Metallkugeln.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Lamba: &lt;/strong&gt;s.d.: Personen, deren Wiederkehr in Zukunft erwartet wird.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Personen, deren Wiederkehr in Zukunft erwartet wird: &lt;/strong&gt;s.d.: Afrika allgemein.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Sambia: &lt;/strong&gt;s.d.: Broken Hill Skull: &lt;strong&gt;Spuren möglicher Zeitreisender: &lt;/strong&gt;fossiler Schädel mit Schussloch.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Tetela: &lt;/strong&gt;Volksstamm in Zaire: s.d.: Überlieferung mit Zeitsprung beim Besuch des &lt;strong&gt;Himmels.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;AIUD, Rumänien&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;1973 Fund eines Aluminiumkeils zusammen mit einem Knochenstück und einem Zahn eines Mastodons durch Bergbauarbeiter in 10 m Tiefe nahe Aiud. Zweck und Alter unbekannt.&lt;br /&gt;Out of place- oder out of time-Artefakt? &lt;strong&gt;Spuren möglicher Zeitreisender&lt;/strong&gt;?&lt;br /&gt;Der Gegenstand wirkt wie ein Roboterfuß oder ein Baumaschinenteil und befindet sich heute im Museum von Cluj-Napoca, Rumänien.&lt;br /&gt;(Lars A. Fischinger: Der Aluminiumfund von Aiud. In: Sagenhafte Zeiten, 6/2009)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;AIX-EN-PROVENCE, Frankreich&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Fund von Gegenständen, die nicht in ihre Zeit passen: &lt;strong&gt;Spuren möglicher Zeitreisender:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;1788 machten Arbeiter in einem Steinbruch nahe Aix-en-Provence eine erstaunliche Entdeckung, als sie Steine gewannen für die Renovierung des Justizgebäudes. Die Kalksteinschichten waren voneinander jeweils durch eine lehmhaltige Sandschicht getrennt. Als die Männer die ersten zehn Schichten abgetragen hatten und dabei waren, die elfte Schicht zu bearbeiten und eine weitere Sandschicht in einer Tiefe von ca. 14 Metern zu entfernen, fanden sie Stümpfe von Säulen und Fragmente von teilweise bearbeitetem Gestein derselben Art wie das, das sie aus dem Steinbruch gewannen. Sie fanden zudem Münzen, Hammergriffe und andere Werkzeuge und Holzfragmente. Am meisten aber erstaunte sie ein Brett von ca. 2,5 mal 2 Meter Länge, das in viele Teile zerbrochen war. Da kein Teil fehlte, konnten sie den Gegenstand wieder zusammensetzen. Es handelte sich um just so ein Brett mit abgerundeten Rändern, wie es die Maurer und Steinbrecher ihrer eigenen Zeit benutzten. Die Steine, die teilweise oder völlig bearbeitet waren, hatten ihr Aussehen nicht verändert, doch die Fragmente des Brettes und die Werkzeuge und Holzfragmente waren in sehr feines und farbiges Achat verwandelt (Baumachat / Holzachat: durch Kieselsäure achat-mineralisierte "versteinerte" Hölzer). Das Alter der Fundschicht soll 300 Millionen Jahre betragen.&lt;br /&gt;Jacques Louis de Bournon (1751 - 1825), der in Frankreich und England tätige Mineraliensammler und Mineraloge, soll in seinem Buch über Mineralogie den Fund und die Fundgeschichte beschrieben haben. (&lt;a href="http://www.bibliotecapleyades.net/ciencia/hiddenhistory/hiddenhistory06.htm"&gt;www.bibliotecapleyades.net/ciencia/hiddenhistory/hiddenhistory06.htm&lt;/a&gt;)&lt;br /&gt;Handelt es sich um &lt;em&gt;Catalogue de la Collecion Mineralogique particulière du Roi&lt;/em&gt; von 1817?&lt;br /&gt;&lt;em&gt;The American Journal of Science and Arts, Vol. 1, 1820: In diesem Journal soll ein Zitat stehen aus dem Mineralienbuch des Jacques Louis de Bournon (Count of Bournon), das den Fund und den Fall beschreibe. Aber erstens erschien Vol. 1 im Jahr 1818, zweitens konnte ich weder in dieser Ausgabe noch in der aus dem Jahr 1820 einen derartigen Bericht oder Artikel finden. Wer selbst einmal nachforschen möchte: Sämtliche Ausgaben ab 1818 sind online lesbar: &lt;a href="http://diva.library.cemu.edu/ajs/browse.jsp"&gt;http://diva.library.cemu.edu/ajs/browse.jsp&lt;/a&gt; &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;a href="http://www.badarchaeology.net/data/ooparts/aix.php"&gt;www.badarchaeology.net/data/ooparts/aix.php&lt;/a&gt;: &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Der Bericht über den Fund klinge wie der Fund von Teilen eines versteinerten Waldes, bei den Säulen könne es sich um versteinerte Baumstümpfe handeln und bei den angeblichen Steinwerkzeugen um versteinerte Zweige. Zur Zeit der Entdeckung der Gegenstände kannte man das Phänomen der Versteinerten Wälder noch nicht bzw. noch nicht sehr gut. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;ALBERICH VON TROIS-FONTAiNE&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Französischer Chronist des 13. Jahrhunderts. Er lebte als Zisterziensermönch im Kloster Trois-Fontaines, Diözese Charlons-sur-Marne.&lt;br /&gt;Er veröffentlichte die Weltchronik &lt;em&gt;Chronika Alberici Monachi Trium Fontium, &lt;/em&gt;die von der Schöpfung bis zum Jahr 1241 reicht. Er schrieb an diesem Werk bis 1251.&lt;br /&gt;In der Chronik berichtet er unter anderem über &lt;strong&gt;Ogier&lt;/strong&gt;, einen Zeitgenossen Karls d.Gr. (8. Jh.). Im Jahr 1210, so heißt es bei Alberich, sei ein greisenhafter Ritter aus Spanien gekommen, der behauptete, Ogier zu sein. Geistliche und Laien hätten diesen gesehen.&lt;br /&gt;Der Text ist eine der Quellen, die über den Fall Ogier berichten, einen Mann, der einen unerklärlichen Zeitsprung erlebte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;ALBERTUS MAGNUS&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Deutscher Gelehrter und Bischof, Kirchenlehrer, Polyhistor, Jurist und Naturwissenschaftler,&lt;br /&gt;ca. 1200 - 1280. Befasste sich unter anderem mit Magie und Alchemie.&lt;br /&gt;Um seine Person rankten sich etliche Legenden, darunter eine, die klingt wie ein Erlebnis mit beschleunigtem Zeitablauf:&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Im Jahre 1248 kam Kaiser Wilhelm von Holland, Kaiser Friedrich des Zweiten Gegenkaiser, mit ziemlichem Hofsstatte gen Köln, und zwar am Tag der heiligen drei Könige, den bat, samt seinem Hofe, Albertus in seinen Klostergarten zu den Predigern zu Gaste. Es war große Kälte eingetreten und fiel ein starker tiefer Schnee, da meinten die Räte und vornehmen Dienstmannen, der Mönch möge wohl sein Gehirn erfroren haben, dass er zu solcher Jahreszeit zu einem Gartenvergnügen einlade, und rieten dem Kaiser, ihrem Herrn, der Einladung keine Folge zu geben. Aber der Kaiser ließ sich dazu nicht bewegen, hieß vielmehr die Seinen ihm folgen, und kamen zu dem Predigerkloster, wurden auch alsobald in den Garten geleitet.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Da lagen alle Bäume dick voll Schnee, und waren alle Wege verschneit, und alles Laub und Gras war bedeckt, unter den Bäumen aber standen die Tafeln mit kostbaren Gedecken und Aufsätzen und herrliche Sessel und schmucke Diener zur Aufwartung. Dem Kaiser machte das Seltsame solcher Anordnung eine Lust, und setzte sich auf den für ihn bereiten Stuhl, da mussten die andern sich auch setzen, und die Tafel hub an.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Da klärte sich der Himmel auf, und trat lieblicher Sonnenschein herfür, und verging der Schnee wie ein Dunst, und hoben sich Gras und Laub frischgrün zu Tage, und kamen Blumen aus dem Boden hervorgesprosst, und die Bäume alle trieben Laub und Blüten. Auch Vögel kamen geflogen und sagen gar lieblich, und wurde sehr heiß allmählich, so daß der Bäume Blüten abfielen und die Fruchtkeime schwollen und die Früchte reiften. Und der Kaiser tat seine winterliche Pelzschaube ab, weil ihm allzu warm wurde, und die anderen auch die ihrigen.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Da nun die Mahlzeit mit großen Freuden geendet war, obschon niemand wusste, wer und von wannen die zierlichen und willfährigen Diener waren und wo die Speisen alle zubereitet wurden, da verloren sich die Diener, und die Vögel nicht mehr und entflohen, die Blumen blühten ab, die Bäume wurden fahl, es ward kühl, dann kalt, die Winterschauben wurden wieder umgehangen, der Kaiser hob die Tafel auf, die Sonne verschwand, der Himmel ward grau, und auf Bäumen, Laub und Gras lag wieder Schnee. Alles eilte in das Kloster, um im warmen Refektorium vor der Kälte gesichert zu sein. Kaiser Wilhelm aber pries seinen kunstfertigen Wirt und begabte ihn und den Konvent mit Gütern reichlich und erlebte nie wieder solch wunderseltsames Gastmahl. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;(Ludwig Bechstein: Deutsches Sagenbuch, Leipzig 1853)&lt;br /&gt;Die älteste Version dieser Geschichte stammt aus dem &lt;em&gt;Chronicon Sponheimense&lt;/em&gt; des Johannes Trithemius (ca. 1495 - 1503), der Chronik des Klosters Sponheim. Auch Jakob und Wilhelm Grimm bringen diese Sage in ihrem Werk "Deutsche Sagen" Bd. 2, 1818 (Nr. 495: Albertus Magnus und Kaiser Wilhelm).&lt;br /&gt;Die Episode um Albertus Magnus gehört zum Motiv &lt;strong&gt;Zeitablauf, anderer&lt;/strong&gt;, s.d.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;ALCOR&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Life Extension Foundation, eine Stiftung in Phoenix, Arizona, gegründet 1972.&lt;br /&gt;In den Räumen von Alcor "schlafen" tiefgekühlte Menschen - oder zumindest ein Teil von ihnen, beispielsweise ein Kopf oder nur das Gehirn - der fernen Zukunft entgegen. Noch weiß niemand, wie man sie wieder unbeschadet auftauen und wiederbeleben kann.&lt;br /&gt;Im Grunde handelt es sich, solange man kein sicheres Auftau-Verfahren kennt, um ein teures Tiefkühlgrab, denn die Kunden lassen sich ihre Konservierung bis zum 200.000 Dollar kosten. Der entscheidende Haken an der Sache: der Kunde muss vor dem Einfrieren schon tot sein. Den Leichnamen wird Blut entnommen und in einer mehrstündigen Operation mittels Katheder in der Halsschlagader durch ein Frostschutzmittel - Viaspan - ersetzt. Dies soll die Organe bis in die Tiefe durchdringen und vor Gefrierbrand schützen. Die verpackten Leichen harren in großen Stahltanks mit flüssigem Stickstoff - in limbo, vorübergehend deanimiert - bei minus 196°C auf ihre Wiederbelebung in ferner Zukunft. Eines Tages, so glaubt man bei Alcor und so glauben auch die Kunden, werde die Medizin die nötigen Fortschritte gemacht haben, um die leblosen Körper nicht nur aufzutauen und zu revitalisieren, sondern auch all ihre Krankheiten zu heilen. Was bis dahin von den heute schockgefrosteten Körperzellen übrig ist, bleibt allerdings fraglich.&lt;br /&gt;Mittlerweile, so einer der Alcor-Leiter, arrangiere man die Personen auf dem Kopf stehend, falls nämlich ein Leck eintreten sollte, wären zuerst die Füße ohne Kühlung, auf die man eher verzichten könne, als auf den Kopf.&lt;br /&gt;Sollte das Auftauen und das Reanimieren der Körper beziehungsweise das Klonen der Personen, von denen nur ein Körperteil hier ruht, eines Tages möglich sein, so hätten diese Personen eine reale &lt;strong&gt;Zeitreise in die Zukunft&lt;/strong&gt; gemacht.&lt;br /&gt;Inzwischen bieten ein halbes Dutzend Organisationen Einfrierungen (kryonische Dienste) an. Marktführer jedoch ist noch immer Alcor mit Zweigstellen in Australien und Großbritannien.&lt;br /&gt;(&lt;a href="http://www.welt.de/print-welt/article531357/Eiskalt_in_die_Ewigkeit.html"&gt;www.welt.de/print-welt/article531357/Eiskalt_in_die_Ewigkeit.html&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.alcor.org/"&gt;http://www.alcor.org/&lt;/a&gt; )&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Kälteschlaf + Zeitschläfer: &lt;/strong&gt;s.d.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;ALTKÖNIG, Deutschland&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Berg in Hessen.&lt;br /&gt;Überlieferung über einen Zeitsprung, dessen Schauplatz der Altkönig ist:&lt;br /&gt;Eine Frau ging mit ihrer kleinen Tochter den Altkönig hinauf. Als sie fast oben waren&lt;br /&gt;&lt;em&gt;sah sie im Berg eine Tür, die sie bis dahin nie gesehen hatte, die führte in eine Höhle. wo sieben greise Männer mit langen Bärten an einem Tisch saßen; die Höhle aber war ganz voll Gold und Silber.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Die Frau ging mutig hinein, füllte ihren Korb mit Schätzen, vergaß dann aber vor lauter Aufregung ihr Kind.&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Als sie kaum vor der Tür war, da tat es einen gewaltigen Schlag, der Berg ging wieder zu und schloss das Kind mit ein. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Ein Geistlicher riet der verzweifelten Mutter, in sieben Jahren zur selben Tageszeit wieder dorthin zu gehen. Sie tat es&lt;br /&gt;&lt;em&gt;... da saß ihr Kind oben und schief und war noch eben so jung und blühend und frisch, wie sie es verlassen hatte. Von der Tür aber und der Höhle war keine Spur zu finden.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;(Paul Zaunert: Hessen-Nassauische Sagen. Jena 1929)&lt;br /&gt;Die Überlieferung ist eine Variante unter vielen, bei denen das Betreten eines Berges oder einer Höhle mit einem Zeitsprung verknüpft ist: während eine Person nur wenige Stunden oder Minuten darinnen war, vergingen "draußen" viele Jahre.&lt;br /&gt;s. &lt;strong&gt;Berg + Höhle + Winning Time&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Die Überlieferung ist aber auch eine Variante der Mythen über eine Öffnung oder ein Tor, das sich nur zu bestimmten Zeiten öffnet. Besucher der anderen Seite des Tores können einen Zeitsprung erleben. s. &lt;strong&gt;Raum-Zeit-Tor&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;ALTOW, GENRICH&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;Pseudonym des Genrich Saulowitsch Altschuller. Russischer Ingenieur, Wissenschaftler und Science Fiction-Autor.&lt;br /&gt;In einer 1970 in Russland erschienenen Kurzgeschichte verarbeitete er unter anderem das "Rückkehrproblem" bei Flügen zu anderen Sternen = &lt;strong&gt;Dilatationsflug + Zwillingsparadoxon.&lt;/strong&gt; Er präsentiert in der Story eine recht originelle Variante des Motivs durch einen Vergleich einer mittelalterlichen Schiffsreise:&lt;br /&gt;&lt;em&gt;                               Das Eselchen und das Axiom&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Das klassische Problem der Rückkehr: Im Raumschiff sind fünf oder auch zehn Jahre vergangen, auf der Erde hingegen hundert oder auch zweihundert. Bei ihrer Rückkehr finden die Menschen eine ihnen fremde Welt vor. Es fällt ihnen schwer, ja es ist ihnen vielleicht sogar unmöglich, in dieser Welt zu leben. Und dann sind sie mit Entdeckungen zurückgekehrt, die man auf der Erde schon längst ohne sie gemacht hat. Die Flüge haben ihren Sinn verloren...&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;           Die Zeit vergeht auf der Erde und im Raumschiff unterschiedlich, das muss man entweder akzeptieren oder die Relativitätstheorie anfechten...&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;           &lt;/em&gt;Lösung des Problems: &lt;em&gt;Umbau während des Fluges auf der Grundlage von der Erde erhaltener Informationen. Ziel: Rückkehr des Raumschiffes zur Erde, ohne veraltet zu sein. Besatzung: ständiger Kontakt mit der Erde, Verarbeitung möglichst umfassender Informationen über das Leben auf der Erde mittels Hypnopädie; Erlernen neuer Berufe; Spezielle Sendungen, die auf das Erfassen einer neuen Epoche vorbereiten...&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;           Nehmen wir an, drei Karavellen stechen in See zu einer Reise rund um die Welt, die mehrere Jahre dauert. Nehmen wir ferner an, dass an Land unterdessen Jahrhunderte vergehen. Die Karavellen steuern auf den Ozean hinaus, und nach ein bis zwei Wochen erhalten die Besatzungen durch Taubenpost Zeichnungen von einer verbesserten Takelage. Unterwegs werden daraufhin neue Segel angefertigt. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;           Ein Vierteljahr später bringt die Taubenpost - gegen Ende der Reise wird sie durch Funk abgelöst - die Beschreibung von Navigationsgeräten, die nach dem Auslaufen des Geschwaders erfunden worden sind. In der Sicht der Seeleute vergeht die Zeit an Land sehr schnell, treffen doch immer häufiger Mitteilungen über neue Entdeckungen und Erfindungen ein. Nachdem die Seefahrer an einer bestimmten Insel angelegt haben, gehen sie daran, ihre Schiffe umzubauen. Danach sind es keine Karavellen mehr, sondern zwei Briggs stechen von der Insel aus in See. Und die wachfreien Seeleute studieren die Pläne der ersten, noch ungefügen Dampfmaschinen, und die Bootsleute kramen in ihren Beständen und überlegen, woraus man wohl Schaufelräder anfertigen könne....&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;            &lt;/em&gt;Auf die Seefahrt angewandt wirkt das Gedankenmodell &lt;em&gt;irgendwie phantastisch. Etwas anderes ist es mit den Raumschiffen, die mit der Erde durch Informations- und Energiebrücken verbunden sind. Wenn auch noch kein atomgetriebenes Schiff zu den heimatlichen Gestaden zurückkehrt, sondern eine Karavelle mit Dampfmaschine, so stehen diese Menschen, die diese Dampfmaschine gebaut haben, dennoch dem Atomzeitalter näher als der Epoche, in der sie ihre Seereise begonnen haben.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;(Genrich Altow: Das Eselchen und das Axiom. In: Genrich Altow: Der Hafen der Steinernen Türme. Berlin 1980)&lt;br /&gt;&lt;em&gt;           &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;AMICALISMUS&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Neureligiöse Bewegung in Kongo, Afrika.&lt;br /&gt;Die teils politische, teils soziale Bewegung wurde 1899 von Matswa Andre aus Kongo gegründet. Sein Ziel war die völlige Gleichstellung von Schwarz und Weiß. Er wurde nach seinem Tod kultisch verehrt. Noch heute warten seine Anhänger auf seine Wiederkehr, nach der er ein Königreich der Schwarzen gründen werde, so glauben sie.&lt;br /&gt;Damit ist Matswa eine der &lt;strong&gt;Personen, deren Wiederkehr in Zukunft erwartet wird.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Um in ferner Zukunft wiederkehren zu können, müssten diese Personen Raum UND Zeit überwinden oder an einem Ort weilen, von dem nach hier zu reisen ein &lt;strong&gt;Dilatationsflug&lt;/strong&gt; wäre.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;AMPHIBISCHE WESEN&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;In den Überlieferungen und Mythen rund um den Globus kennt man amphibische Wesen als Meerjungfrauen, Meermänner, Quellnymphen usw. Teilweise werden sie geschildert als den Menschen überlegen und / oder als Kulturbringer.&lt;br /&gt;Der Besuch ihrer unter dem Wasser (Meer, Teich, See, Brunnen usw.) gelegenen Wohnung oder Heimat kann mit einem Zeitsprung verbunden sein: s. &lt;strong&gt;Unterwasserörtlichkeit.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Der Eingang zu ihrer Welt (Brunnen, Wasserspiegel usw.) könnte eine Umschreibung / Verwechslung gewesen sein für ein &lt;strong&gt;Raum-Zeit-Tor&lt;/strong&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;ANDERSON INSTITUTE&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Institut des Dr. David Lewis Anderson (Air Force Wissenschaftler, Ingenieur, Physiker). Rochester, NY.: Privates Forschungs- und Entwicklungslabor.&lt;br /&gt;Motto: "Innovation and Excellence in Time Technology".&lt;br /&gt;Ziel des Forschungsinstituts für Spacetime-Physik: Entwicklung der von Dr. Anderson aufgestellten Time-Warped Field-Theorie und einer Zeitreisetechnologie. Laut der Homepage des Instituts spielt es eine weltweit leitende Rolle in der Erforschung und Entwicklung der Zeitkontrolle. Darüberhinaus befasst sich das Institut mit Medizin, Computerwissenschaft, Weltraumforschung und Physik, betreibt Netzwerke und gibt Vorlesungen für Studenten.&lt;br /&gt;Das Institut unterstützt die &lt;strong&gt;World Time Research Association (WTRA) &lt;/strong&gt;und die Website &lt;strong&gt;World Encyclopedia of Time &lt;/strong&gt;(die weltweit größte Sammlung von Informationen über Zeit und Zeitreise).&lt;br /&gt;Heute ist das Institut eine Abteilung der &lt;em&gt;Anderson Multinational LLC&lt;/em&gt;, ursprünglich gegründet zur Entwicklung der Time-Warp Field-Theorie.&lt;br /&gt;Laut Anderson gibt es zehn Arten von Zeitkontrolltechnologien und Methoden, darunter Quantentunneln, Time Warp-Felder und Wurmlöcher.&lt;br /&gt;Auf der Homepage des Institut gibt es übrigens ein paar nette Gadgets, die man online bestellen kann: z.B. rückwärts laufende Uhren, Einstein-Seidenkrawatte und -Shirt, ein Shirt mit dem Aufdruck "E = mc2", eine Timemachine-Tischuhr, eine kleine Wells-Zeitmaschinen-Dose, die Dinge verschwinden lässt und vieles mehr.&lt;br /&gt;(&lt;a href="http://www.andersoninstitute.com/"&gt;http://www.andersoninstitute.com/&lt;/a&gt;)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;ANDERSWELT&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Unlokalisierbare Örtlichkeit der keltischen / irischen Mythologie, deren Besuch mit einem Zeitsprung verbunden sein kann.&lt;br /&gt;Örtlichkeit, wo &lt;strong&gt;Personen, deren Wiederkehr in Zukunft erwartet wird, &lt;/strong&gt;weilen sollen oder &lt;strong&gt;Personen, die theoretisch in der Zukunft wiederkehren könnten. &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Örtlichkeit jenseits der Erde, erreichtbar durch eine Reise durch den Raum? Zeitsprung aufgrund der &lt;strong&gt;Dilatation &lt;/strong&gt;der Zeit während der Reise?&lt;br /&gt;Örtlichkeit, die durch ein &lt;strong&gt;Raum-Zeit-Tor&lt;/strong&gt; erreichbar ist?&lt;br /&gt;Örtlichkeit in / auf einer &lt;strong&gt;Parallelwelt&lt;/strong&gt;?&lt;br /&gt;Örtlichkeit in einer anderen &lt;strong&gt;Dimension&lt;/strong&gt;?&lt;br /&gt;Folgende Spekukationen und Theorien bezüglich dessen, was oder wo die Anderswelt sei, gibt es ebenfalls: Hirngespinst - Phantasmargorie - Metapher - Totenreich - Zaubergarten - Schlaraffenland gegenüber der Monotonie des Alltags - Utopie - Verschüttete Erinnerungen an eine versunkene oder vergangene Welt - Erinnerungen an ein frühgeschichtliches Bewusstsein der Menschheit - Reich, das man auf einer Landkarte nicht findet - Land am Westrand des Atlantischen Ozeans - Land oder Insel jenseits der Meere und viele andere.&lt;br /&gt;(Frederik Hetmann: Die Reise in die Anderswelt. Köln 1983)&lt;br /&gt;Über die Beschaffenheit der Anderswelt sagen die alten Überlieferungen:&lt;br /&gt;Es gibt dort Pflanzen und Tiere, die bei uns unbekannt sind sowie fremdartige und bizarre Bauwerke. Die Ausstattung der Bewohner ist der unsrigen weit überlegen (z.B. &lt;strong&gt;Speisespender&lt;/strong&gt;). Die Beschreibung der Gegenstände dort klingen wie magische Dinge oder aber wie High Tech-Geräte.&lt;br /&gt;Anderswelte der irischen Mythologie:&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Avallon + Elfenland / welt + Emhain + Mag Mell + Tir na'n Og&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Parallelen zur Anderswelt wären weitere Örtlichkeiten, deren Besuch mit einem Zeitsprung verbunden sein kann wie Brahmaloka, Elysion, Glasburg, Götterwelt, Himmel, Inseln der Seligen, Jenseits, Paradies, Toko yo no kuni u.v.a.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;ARAUKANER&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Alte Bezeichnung für verschiedene Indianervölker in Chile und Argentinien.&lt;br /&gt;Überlieferung über einen Zeitsprung beim Besuch einer bestimmten Örtlichkeit -&lt;br /&gt;ein Fall von &lt;strong&gt;Missing Time:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Einst gingen zwei Araukaner über einen Berg, um in ein Tal hinunterzusteigen. Dort, an einem Platz, an den man nur durch "Verzauberung" gelangen kann, sahen sie etwas, das sie sich nicht erklären konnten und das sie als Kampf zwischen Feuer und Wasser verstanden. Das was sie sahen, war so merkwürdig, dass sie den ganzen Tag über blieben, um zu beobachten, und auch noch die ganze Nacht.&lt;br /&gt;Am anderen Morgen eilten sie wieder heimwärts.&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Sie kehrten heim, aber alles hatte sich verändert. Ihre Hütten standen nicht mehr, menschenleer war die Gegend, wo sie ihre Familien gelassen hatten, und als sie nach langem Gehen einen uralten Mann fanden, den sie befragten, erklärte er ihnen in einer fast unverständlichen Sprache, dass sein Urgroßvater einmal etwas erzählt habe von zwei Stammesbrüdern, die immer mehr wissen wollten, als sie Leute der Sippe, und dass sie auf ihrer Suche wohl verloren gegangen seien, der Stamm aber den Wohnsitz verlassen habe.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;(Bertha Kössler-Ilg: Indianermärchen aus den Kordilleren. Düsseldorf, Köln 1973)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;ARISTEAS VON PROKONNESOS&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Antiker griechischer Dichter, 7. Jh.v.Chr.&lt;br /&gt;Er tauchte laut Geschichtsschreiber Herodot 240 Jahre nach seinem Verschwinden wieder auf.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Zeitreisender? &lt;/strong&gt;Er verschwand dann erneut. &lt;strong&gt;Person, die theoretisch wiederkehren könnte.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Geboren auf der im Marmarameer gelegenen Insel Prokonnesos (heute Marmara-Insel, Türkei). Galt als Freund des Gottes Apollon.&lt;br /&gt;Herodot: &lt;em&gt;Historien:&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Eines Tages kam Aristeas in Prokonnesos in eine Walkerei und lag plötzlich wie tot darnieder. Der Walker machte sich auf den Weg, dessen Angehörige zu unterrichten. Zu seiner Verwunderung behauptete ein Reisender, der eben in der Stadt eingetroffen war und den er unterwegs traf, er habe Aristeas auf seinem Weg nach Kyzikos (auf dem Festland gelegen an der Südküste des Marmarameeres) gesehen und sich mit ihm unterhalten.&lt;br /&gt;Der Walker brachte die Angehörigen des Aristeas mit nach Hause, die ihn dort zur Bestattung abholen wollten. Doch zu aller Überraschung war Aristeas spurlos verschwunden.&lt;br /&gt;Sieben Jahre später tauchte Aristeas wieder auf und behauptete, eine lange Reise in die nördlich des Schwarzes Meeres gelegenen Länder und darüber hinaus gemacht zu haben.&lt;br /&gt;Er begann, einen Bericht über seine Reise zu schreiben, das Werk &lt;em&gt;Arimaspeia&lt;/em&gt; (Gedicht über die Arimaspen), ein Bericht über fern lebende Völker, bizarre Lebewesen und die "über dem Nordwind" am Rande der Welt lebenden Hypoboreer.&lt;br /&gt;Bis auf wenige Fragmente ist das Gedicht verloren; wichtigster Zeuge für den Inhalt sind Herodots &lt;em&gt;Historien&lt;/em&gt;. Heute gilt Aristeas Werk als "phantastischer Reiseroman" aufgrund der "phantastischen" - also unrealen - Wesen und Dinge, die darin beschrieben wurden.&lt;br /&gt;Nach Abschluss seines Werkes verschwand Aristeas erneut. Laut Herodot tauchte er 240 Jahre später in Metapont in Süditalien auf. Er habe den Einwohner befohlen, einen Altar für Apollon zu errichten und daneben ein Standbild, das ihn selbst darstelle mit der Inschrift "Aristeas von Prokonnesos". Apollo sei einst hier gewesen, und er habe ihn begleitet. Nach seinen Worten war Aristeas plötzlich verschwunden.&lt;br /&gt;Die Metaponter waren zunächst ablehnend und ließen beim Orakel von Delphi nachfragen, was sie tun sollten. Durch den Mund des dortigen Priesters, so Herodot, habe der Gott Apollon ihnen geboten, zu gehorchen. Noch zu Herodots Zeiten standen der Altar und das Standbild auf der Agora der Stadt und dienten als Kultstätte.&lt;br /&gt;(Herodot: Historien. Wiesbaden o.J.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;ARMENTARIA, Spanien&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Zisterzienserkloster. Angeblicher Schauplatz eines Zeitsprungs (&lt;strong&gt;Missing Time&lt;/strong&gt;).&lt;br /&gt;Gaspar Jongelinus (1605 - 1669), Theologe und Historiker, schrieb über Abt Ero - eine Variante des &lt;strong&gt;Mönch im Wald&lt;/strong&gt;, dessen älteste Fassung wohl die des &lt;strong&gt;Maurice de Sully &lt;/strong&gt;sein dürfte und die hier auf das örtliche Kloster übertragen wurde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;A.R.S.T.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Association for Scientific Research of Time Travel.&lt;br /&gt;s. &lt;strong&gt;Timemachine1212 &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;ARTUS&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;Sagenhafter britischer König, der vermutlich im 5. oder 6. Jahrhundert lebte.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Person, deren Wiederkehr in Zukunft erwartet wird.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Sein Ende ist umstritten. Seit dem Mittelalter spekulierte man, ob Artus verstorben sei oder ob er irgendwo weiter lebe, von wo aus er in ferner Zukunft zurückkommen könnte, oder ob er irgendwo in einem &lt;strong&gt;Zeitschlaf&lt;/strong&gt; in die ferne Zukunft hinein schlafe, um dann aufzuwachen und wiederzukehren.&lt;br /&gt;Auch um sein Leben als solches rankten sich zahlreiche phantastische Informationen wie die, dass er der Bruder der Elfenfrau Morgana gewesen sei und dass er mysteriöse Gegenstände besaß wie magische Waffen oder einen Unsichtbarkeitsumhang. Am bekanntesten ist die Vorstellung, König Artus habe die Tafelrunde eingerichtet.&lt;br /&gt;Im 12. Jahrhundert war der Volksglaube um das Weiterleben des Artus an einem anderen Ort - beispielsweise auf &lt;strong&gt;Avalon&lt;/strong&gt; - bereits weit verbreitet in Britannien, Wales und in der Bretagne.&lt;br /&gt;Wilhelm von Malmsbury war einer der Ersten, die die Wiederkehrgerüchte, die zu seiner Zeit in Umlauf waren, ca. 1120 in seiner &lt;em&gt;Gesta Regum Anglorum&lt;/em&gt; aufzeichnete.&lt;br /&gt;Alanus ab Insulis (-1202), ein französischer Scholastiker, Zisterziensermönch und Verfasser mehrerer Schriften, berichtete unter anderem, dass jeder, der Zweifel gegen die Wiederkehr des Artus zu äußern wage, riskiere, vom Volk gesteinigt zu werden.&lt;br /&gt;Wace, ein normannischer Dichter am Hof des englischen Königs, schrieb in seinem &lt;em&gt;Roman de Brut &lt;/em&gt;(zwischen 1135 - 1140): &lt;em&gt;Artus ließ sich nach Avalon bringen, um seine Wunden zu heilen. Dort ist er noch, von den Briten erwartet, denn, wie sie glauben und sagen, er wird zurückkommen und wieder leben. Meister Wace, der dies Buch schrieb, kann nicht mehr über Artus' Ende sagen, als der Prophet Merlin gesagt hat. Merlin sagte von ihm, wenn ich richtig gelesen, dass sein Ende in Zweifel gehüllt sein werde. Der Prophet hat recht. Man zweifelt und, so glaube ich, wir zweifeln immer noch, ob er tot ist oder lebt.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Geoffrey of Monmouth, britischer Geistlicher und Gelehrter, schrieb in seiner &lt;em&gt;Vita Merlini &lt;/em&gt;(ca. 1150): Dorhin (nach Avalon) &lt;em&gt;brachten wir damals nach der Schlacht von Camlan den verwundeten Artus, und Barinthus ... lenkte unser Schiff. &lt;/em&gt;Mit "wir" sind Vertreter des geheimnisvollen Elfenvolkes gemeint. Artus sei dort, in der &lt;strong&gt;Anderswelt,&lt;/strong&gt; seiner Schwester Morgana anvertraut worden.&lt;br /&gt;Layamon, englischer Dichter und Priester des frühen 13. Jahrhunderts, lieferte mit seinem Werk &lt;em&gt;Brut&lt;/em&gt; die erste Bearbeitung des Artusstoffes in englischer Sprache. Über das Ende des Königs heißt es da: &lt;em&gt;Und ich will nach Avalon fahren zu der schönsten aller Frauen, zu Argante, der Königin, einer sehr schönen Elfe. Und sie soll meine Wunden alle heil machen, mich ganz heil machen mit heilenden Tränken. Und dann will ich wiederkommen zu meinem Königreiche und mit den Briten wohnen in großer Wonne.' &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Bei diesen Worten kam von der See her ein kurzes Boot gefahren, gleitend auf den Wellen, und zwei Frauen darin wunderbar gestaltet. Und sie nahmen Artus und trugen ihn rasch und legten ihn sanft nieder und begannen, ihn fortzufahren ... Die Briten glauben noch jetzt, dass er am Leben und in Avalun wohne mit der schönsten aller Elfen. Und die Briten warten immer noch, wann Artus zurückkommt. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Gervasius von Tilbury schrieb ca. 1211, Artus hause in einem Palast mitten im Ätna auf Sizilien, dem Berg, der in der Landessprache Mongibel genannt werde. Gervasius schrieb sogar, dort sei Artus einmal gesehen worden. Ein Pferdeknecht des Bischofs von Catania habe ein entlaufenes Pferd bis an das Geklüft des Berges verfolgt. Er fand einen engen Pfad und gelangte auf eine weite, von allen Lustbarkeiten erfüllte Ebene. Im wunderbaren Palast lag Artus auf einem Bett, an alljährlich wieder aufbrechenden Wunden siechend. Artus habe dem Knecht das Pferd wieder zustellen lassen und mit vielen Geschenken für den Erzbischof zurückgeschickt.&lt;br /&gt;Cäsarius von Heisterbach, der berühmte Kölner Chronist und Verfasser kirchlicher Schriften (- 1223) erwähnte einen Zeugen, demzufolge zur Zeit des Kaisers Heinrich VI. (1191-1197) ein Dekan der Kirche zu Palermo sein entlaufenes Pferd habe suchen lassen. Dem Knecht habe ein Greis gesagt, Artus, der im Ätna hause, habe es bei sich und erwarte seinen Herrn zu seinem nächsten Hoftage.&lt;br /&gt;Andreas Capellanus, Kaplan am Hof des Königs von Frankreich, schrieb in den 1180er Jahren in seinem dreibändigen Traktat, das Reich des Artus, wo er jetzt noch immer lebe, sei von der Menschenwelt durch einen breiten Strom getrennt, der nur durch das Überschreiten einer gefährlichen Brücke zu überwinden sei. Dort weile der König bis in ferne Zukunft in einem sich ständig drehenden Schloss - &lt;strong&gt;Revolving Castle &lt;/strong&gt;-, wo sich auch ein magischer &lt;strong&gt;Speisenspender&lt;/strong&gt; befinde.&lt;br /&gt;Während die frühen Texte alle davon ausgehen, dass Artus irgendwo in oder auf einer Anderswelt bei Elfen lebe, reden erst spätere Überlieferungen davon, dass er bis in ferne Zukunft in einem &lt;strong&gt;Zeitschlaf&lt;/strong&gt; verharre. Im späten Mittelalter stellte man sich vor, er liege schlafend in einer Höhle jenseits des Hügels von Camelot (South Cadbury, Somerset), wo eiserne und goldene Tore zu bestimmten Zeiten - z.B. alle sieben Jahre - einen Blick hinein gestatten.&lt;br /&gt;Die Mönche der Abtei Glastonbury in Somerset versuchten, dem Wiederkehrgedanken um Artus ein Ende zu setzen. Aus dem Grund brachten sie 1191 das Gerücht in Umlauf, die Heiligen Patrick und David hätten das Kloster besucht und hier das Grab des Artus gefunden, in dem dieser bestattet liege. Um die älteren Überlieferungen mit dieser neuen Version in Einklang zu bringen, behaupteten die Mönche, Glastonbury sei Avalon. Den Elfencharakter von Artus' Schwester Morgana unterschlugen sie einfach.&lt;br /&gt;1278 wurden die angeblichen Überreste des legendären Königs in eine neue Gruft umgebettet, die während der Reformationszeit dann zerstört wurde. Die Gebeine gingen verloren. Ein Kreuz, das die Inschrift &lt;em&gt;Hier liegt der berühmte König Artus auf der Insel Avalon begraben &lt;/em&gt;blieb erhalten.&lt;br /&gt;Der Volksglaube um die Wiederkehr des Artus in ferner Zukunft bestand jedoch weiter und war nicht auszurotten.&lt;br /&gt;Andere Überlieferungen rankten sich um Artus' Zeitschlaf im Alderly Edge oder in einer Höhle in Clanmorganshire oder an anderem Ort. Die ältesten Überlieferungen aber besagten, dass Artus auf einer Anderswelt oder &lt;strong&gt;Elfenwelt&lt;/strong&gt; weile, von der er in ferner Zukunft wiederkehren könnte oder würde.&lt;br /&gt;(Richard Heinzel: Über die französischen Gralsromane. In: Denkschriften der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Philosophisch-Historische Classe, Bd. 40, Wien 1892 + Ernst Martin: Zur Gralssage. Straßburg 1880&lt;br /&gt;+ Walter F. Schirmer: Die frühen Darstellungen des Arthur-Stoffes. Köln, Opladen 1958&lt;br /&gt;+ Inge Vielhauer: Das Leben des Zauberers Merlin. Amsterdam 1964&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;strong&gt;AUGUSTINUS VON HIPPO&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Einer der bedeutendsten christlichen Kirchenlehrer. Philosoph an der Schwelle zwischen Antike und Mittelalter. Er war von 395 bis zu seinem Tod im Jahr 430 Bischof von Hippo Regius (Küstenstadt am MIttelmeer, heute Nordost-Algerien).&lt;br /&gt;Er verfasste zahlreiche theologische Schriften und u.a. mit dem Phänomen der &lt;strong&gt;Zeit:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;In seinen &lt;em&gt;Confessiones&lt;/em&gt; (autobiographische Betrachtungen), die um 400 n.Chr. entstanden, schreibt er:&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Was also ist die Zeit? Wenn niemand danach fragt, weiß ich's; will ich's aber einem Fragenden erklären, weiß ich es nicht.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;AURBACHER, LUDWIG&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Deutscher Schriftsteller (1748 - 1847).&lt;br /&gt;In seinem 1827 - 1829 erschienenen &lt;em&gt;Volksbüchlein&lt;/em&gt; bringt er eine Version des &lt;strong&gt;Mönch im Wald&lt;/strong&gt;, der einen rätselhaften Zeitsprung in die Zukunft machte. Die älteste Fassung dieser Erzählung ist wohl die des &lt;strong&gt;Maurice de Sully.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Das Vögelein&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Ein frommer Ordensmann las eines Morgens in der Bibel: Vor Gott sind tausend Jahre wie ein Tag. Diese Worte und ihr Sinn wollten seinem blöden Verstande nicht eingehen, und je mehr er darüber nachdachte, desto unklarer und verworrener wurden seine Gedanken. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Da ging er, um sich zu zerstreuen, in den Garten; und indem er die Blumen und die Bäume und den blauen Himmel und alle die Werke Gottes mit Wonne und Andacht betrachtete, gewahrte er auf dem Wipfel eines Baumes ein seltsames, überaus schönes Vögelein; und wie dasselbe nun seine buntfarbigen Flügel ausbreitete und seine wunderschöne Stimme hören ließ, da durchzuckte den Mann ein nie gehabtes, innerstes Wonnegefühl, so dass er wie außer sich dastand, und Ohren und Augen nicht abwenden konnte von der überaus lieblichen Gestalt und dem seelenvollen Gesang des Vögeleins.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Dieses aber hüpfte von Zweig zu Zweig, und flog von Baum zu Baum, und schüttelte die Farben aus dem bewegten Gefieder und strömte melodische Töne aus der sangreichen Kehle; und so flog es, immer singend, aus dem Garten in den angrenzenden Wald, und der Ordensmann, seiner selbst nicht mehr bewusst, folgte ihm nach, und wendete weder Aug' noch Ohr ab, und stand zuletzt wie bezaubert mitten im Walde, dass er die Wildniss nicht sah ob der Regenbogenpracht, die ihn umfloss, und den Wasserfall nicht hörte ob dem Wundergesang, der ihn entzückte. Doch mit welchen Worten wäre so etwas zu beschreiben! ...&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Endlich verstummte das Vögelein, und ward plötzlich nicht mehr gesehen; und der Ordensmann, voll des genossenen Glückes, kehrte zu seinem Kloster zurück.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Es mochte nach seiner Berechnung eine Stunde verflossen sein, seit ihm die Erscheinung geworden; und er stand, noch am frühen Morgen, vor der Pforte und läutete an. Der Pförtner erschien. Sie erkannten sich einander nicht. Der Ordensmann nannte seinen Namen; der Pförtner sagte: es befinde sich kein Mönch dieses Namens im Kloster. Man ging zum Abte; auch dieser kannte weder den Mann noch dessen Namen; wohl aber setzte er bei: Wie die Chronik melde, so sey vor hundert Jahren ein Mönch dieses Namens plötzlich aus dem Kloster verschwunden, und man habe seit der Zeit nichts mehr von demselben vernommen. Da erkannte der Ordensmann, dass er eines großen Wunders von Gott gewürdigt worden, und er fiel dem Abt zu Füßen, und bekannte und berichtete und erzählte, was sich mit ihm begeben.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;(Ludwig Aurbacher: Ein Volksbüchlein. München 1835)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;AUSTRALIEN&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Personen, deren Wiederkehr in Zukunft erwartet wird:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Überlieferung: Die Stämme am Herbert River in Queensland glaubten an die Wiederkehr des Gottes Kohin in ferner Zukunft. Dieser stieg vor langer Zeit von seinem Reich Kuling in der Milchstraße in Gestalt einer Schlange vom Himmel auf die Erde herab und besuchte die Menschen. Er wirkte als Kulturbringer und kehrte schließlich in seine himmlische Heimat zurück. Vorher versprach er, eines Tages mit einem Fluggerät wiederzukommen und die Menschen in sein Reich Kuling zu holen.&lt;br /&gt;(Herbert Petri: Das Weltende im Glauben australischer Eingeborener. In: Paideuma IV, Bamberg 1950)&lt;br /&gt;Ein Gott, der nach so langer Zeit wiederkehren kann: Diese Vorstellung würde Sinn machen unter dem Blickwinkel des &lt;strong&gt;Dilatationsfluges.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Timemachine 1212: &lt;/strong&gt;s.d.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8678305018564023368-622008182594512128?l=zeitreise-gestern.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeitreise-gestern.blogspot.com/feeds/622008182594512128/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeitreise-gestern.blogspot.com/2010/05/blog-post_11.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8678305018564023368/posts/default/622008182594512128'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8678305018564023368/posts/default/622008182594512128'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeitreise-gestern.blogspot.com/2010/05/blog-post_11.html' title='A'/><author><name>Gisela Ermel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08777419198760889701</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8678305018564023368.post-5631872199937802815</id><published>2010-05-11T07:00:00.007-07:00</published><updated>2011-03-28T02:46:39.868-07:00</updated><title type='text'>B</title><content type='html'>&lt;em&gt;&lt;span style="color:#ff0000;"&gt;under construction........................................................&lt;/span&gt;&lt;/em&gt; &lt;span style="color:#000000;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;strong&gt;Bauwerk in einer anderen Zeit&lt;/strong&gt; Mythologie: Einige Sagen und Überlieferungen schildern ein Erlebnis, das sich anhört, als habe der Protagonist ein Bauwerk in einer anderen Zeit besucht. s. Rheinland-Pfalz: Neustadt. &lt;strong&gt;Bella Coola Indianer: &lt;/strong&gt;s. Bilqula Indianer &lt;strong&gt;Beweis für einen Zeitsprung&lt;/strong&gt; s. &lt;strong&gt;Taoismus&lt;/strong&gt;, Überlieferung 2: Nach kurzem Besuch in einer Höhle sind draußen Jahrhunderte vergangen und der Griff der Axt des Protagonisten zu Staub zerfallen ------------------------------------------------------------------------------------------------- &lt;strong&gt;Berginneres / Höhle&lt;/strong&gt; Mythologie: Der Besuch des Berginneren oder einer Höhle kann zu einem Zeitsprung führen. s. &lt;strong&gt;Kyffhäuser&lt;/strong&gt; s. &lt;strong&gt;Odenberg&lt;/strong&gt; s. &lt;strong&gt;Po-i chih&lt;/strong&gt; s. &lt;strong&gt;Taoismus&lt;/strong&gt;: Überlieferung 1 + 2 ------------------------------------------------------------------------------------------------- &lt;strong&gt;Bilqula Indianer&lt;/strong&gt; = Bella Coola = heute Nuxalk. Indianerstamm an der Nordwest-Pazifikküste Nordamerikas. Jäger- und Fischervolk. Zur Sprachfamilie der Salish gehörend. Der Rest des Stammes lebt heute in der Reservation am Bella Coola River in British Columbia, Kanada. Zu ihren Mythen gehören auch solche, die von einem Zeitsprung mit &lt;strong&gt;Missing Time&lt;/strong&gt; berichten: * Version 1: Ein Knabe wanderte von zu Hause fort und traf einen höchst sonderbaren "sprechenden Lachs", der ihn einlud, in sein Boot zu steigen und mit ihm zu reisen. Der Knabe nahm das Angebot an und war zwei Tage lang mit dem Lachswesen unterwegs. Nachdem er wieder nach Hause gebracht worden war, stellte er fest, dass hier inzwischen statt der zwei Tage zwei Jahre vergangen waren. (Franz Boas: Indianische Sagen von der Nord-Pacifischen Küste Amerikas. In: Zeitschrift für Ethnologie, Jahrgang 27, Heft 11, Berlin 1895) * Version 2: Ein Indianerjüngling besuchte eine Himmelswelt und blieb dort wenige Tage. Als er wieder zu Hause ankam, war hier ein ganzes Jahr vergangen. (Stith Thompson: Tales of the North American Indian. Bloomington 1929) Bemerkenswert an diesen Überlieferungen ist die Kombination der Vorstellung bewohnter Himmelswelten und Kontakt mit seltsamen nichtmenschlichen Wesen mit der Vorstellung eines erlebten Zeitsprungs: Die Bilqula glaubten an zwei Himmelswelten über der Erde und zwei Welten unterhalb der Erde. Auf dem obersten Himmel gebe es ein Wohnhaus der Göttin Qumayc; diese Göttin habe mehrmals die Erde besucht. Auf dieser Himmelswelt gebe es zwar Prärien, aber keine Bäume und es wehe ein steter Wind. Ein weiteres großes Götterwohnhaus auf einer Himmelsweit kennen die Bilqula als "Nusmata". Die Bewohner der ersten Unterwelt waren imstande, zur ersten Himmelswelt zu reisen. Zusätzlich zu den Himmels- und Unterwelten kennen die Bilqula noch eine Welt unter dem Meer, die der bewohnten Erde gleiche. Die ersten Menschen - bzw. ersten Bilqula Indianer - sollen im Himmel erschaffen und dann auf die Erde herabgeschickt worden sein mitsamt himmlischem Wissen, mit Werkzeugen und Nahrungsmittelsamen. Das erste Paar sei auf einem Berggipfel gelandet, sei herabgestiegen und habe die erste Siedlung gegründet. Die ersten Bilqula, so glaubte man, müssten Schamanen gewesen sein, denn sie seien in der Lage gewesen, zwischen Himmel und Erde zu reisen. Eine der Bilqula-Geheimgesellschaften war die Kusiut Society. In Zeremonien stellten die Teilnehmer den Besuch nichtmenschlicher Wesen bei den Indianern nach. Zu diesem Besuch habe ein seltsames Kanu, bemannt mit übernatürlichen Wesen, das Land der Lachse verlassen und sei zum Bella Coola River gekommen. Bis heute imitieren maskierte Tänzer diese Wesen und ihre Aktionen. (Franz Boas: The mythology of the Bella Coola Indians. New York, American Museum of Natural History, 1898 + D. Kennedy / R. Bouchard: Northers Coast Salish. In. Wayne Suttles: Handbook of North American Indians. Vol. 7, Washington 1990 + T.F. McIlwraith: The Bella Coola Indians. University of Toronto Press 1948 + Stith Thompson: Tales of the North American Indian. Bloomington 1929 + &lt;a href="http://www.blueravenco.com/mythology2.html"&gt;www.blueravenco.com/mythology2.html&lt;/a&gt; ) &lt;strong&gt;Blick in eine andere Zeit&lt;/strong&gt; s. Elsass s. Hessen s. Pfalz&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8678305018564023368-5631872199937802815?l=zeitreise-gestern.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeitreise-gestern.blogspot.com/feeds/5631872199937802815/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeitreise-gestern.blogspot.com/2010/05/b_11.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8678305018564023368/posts/default/5631872199937802815'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8678305018564023368/posts/default/5631872199937802815'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeitreise-gestern.blogspot.com/2010/05/b_11.html' title='B'/><author><name>Gisela Ermel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08777419198760889701</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8678305018564023368.post-2981715522119410661</id><published>2010-05-11T07:00:00.005-07:00</published><updated>2011-01-02T02:56:15.817-08:00</updated><title type='text'>C</title><content type='html'>&lt;em&gt;&lt;span style="color:#ff0000;"&gt;under construction..........................&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;span style="color:#ff0000;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;China&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;s. &lt;strong&gt;Po-i chih: &lt;/strong&gt;Schrift aus dem 9. Jh. mit einer Erzählung, die einen Zeitsprung mit &lt;strong&gt;Missing Time&lt;/strong&gt; schildert: Mann gelangt tief herab in die &lt;strong&gt;Unterwelt&lt;/strong&gt;, findet ein fremdes Reich mit eigener Sonne usw., gelangt durch ein Tor (&lt;strong&gt;Raum-Zeit-Tor&lt;/strong&gt;) wieder in die Heimat, in der während seiner wenigen im anderen Reich verbrachten Stunden mehrere Generationen veringen.&lt;br /&gt;s. &lt;strong&gt;Liu Tschen&lt;/strong&gt;: Zeitsprungerlebnis mit &lt;strong&gt;Missing Time&lt;/strong&gt; beim Besuch einer &lt;strong&gt;Höhle&lt;/strong&gt; und in Gegenwart von fremden Personen&lt;br /&gt;s. &lt;strong&gt;Liu Yi&lt;/strong&gt;: Zeitsprungerlebnis mit &lt;strong&gt;Missing Time&lt;/strong&gt; beim Besuch eines Drachenpalastes auf dem Grund des Dongting-Sees (&lt;strong&gt;Unterwasserörtlichkeit&lt;/strong&gt;) bzw. beim Verweilen des jungen Erdenmannes in der Heimat seiner nichtmenschlichen Gemahlin.&lt;br /&gt;s. &lt;strong&gt;Sun Wukong: &lt;/strong&gt;Roman von ca. 1550, schildert eine &lt;strong&gt;Himmel&lt;/strong&gt;sreise mit Zeitsprung á la &lt;strong&gt;Missing Time&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;s. &lt;strong&gt;Taoismus: &lt;/strong&gt;Zwei Überlieferungen über Zeitsprungerlebnisse mit &lt;strong&gt;Missing Time&lt;/strong&gt; beim Besuch einer &lt;strong&gt;Höhle&lt;/strong&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8678305018564023368-2981715522119410661?l=zeitreise-gestern.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeitreise-gestern.blogspot.com/feeds/2981715522119410661/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeitreise-gestern.blogspot.com/2010/05/c_11.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8678305018564023368/posts/default/2981715522119410661'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8678305018564023368/posts/default/2981715522119410661'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeitreise-gestern.blogspot.com/2010/05/c_11.html' title='C'/><author><name>Gisela Ermel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08777419198760889701</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8678305018564023368.post-5518216488453448472</id><published>2010-05-11T07:00:00.003-07:00</published><updated>2012-01-06T05:58:15.611-08:00</updated><title type='text'>D</title><content type='html'>&lt;em&gt;&lt;span style="color:#ff0000;"&gt;under construction...............................................&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;Dänemark&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt; Überlieferung: Eine Braut wandert während der Hochzeitsfeier selbstvergessen durch die Felder und kommt an einem Hügel vorbei, &lt;em&gt;wo die Elfen sich vergnügen&lt;/em&gt;. Der Hügel ruht auf roten Säulen. das &lt;em&gt;Kleine Volk&lt;/em&gt; bietet der Braut einen Becher Wein an und sie reiht sich in den Tanz ein. Dann eilt sie wieder nach Hause. Dort kann sie ihre Familie nicht finden. Das Dorf ist völlig verändert. Schließlich ruft eine alte Frau, die ihr Klagen hört: &lt;em&gt;Warst du es also, die bei der Hochzeit meines Großvaters vor hundert Jahren verschwand? &lt;/em&gt;Als sie diese Worte hört, bricht das arme Mädchen zusammen und haucht sein Leben aus. (Jacques Vallée: Dimensionen. Frankfurt am Main 1994)&lt;br /&gt;Die Überlieferung ist bei Beispiel für einen Zeitsprung mit &lt;strong&gt;Missing Time&lt;/strong&gt; beim Besuch eines &lt;strong&gt;Elfenhügels.&lt;/strong&gt; Elfenhügel heißen in Dänemark Elverhoj; bis heute nennt man einen bronzezeitlichen Erdhügel bei Barup Elverhoj.&lt;br /&gt;------------------------------------------------------------------------------------&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Deutschland&lt;/strong&gt; s. Engelhard von Langheim s. Hessen s. Kyffhäuser s. Odenberg s. Pfalz s. Rheinland-Pfalz s. Singerberg s. Thüringen&lt;br /&gt;-----------------------------------------&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Dilatation /Zeitdilatation / Dilatationsflug&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;s. Missing Time&lt;br /&gt;s. Zwillingsparadoxon&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8678305018564023368-5518216488453448472?l=zeitreise-gestern.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeitreise-gestern.blogspot.com/feeds/5518216488453448472/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeitreise-gestern.blogspot.com/2010/05/d_11.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8678305018564023368/posts/default/5518216488453448472'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8678305018564023368/posts/default/5518216488453448472'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeitreise-gestern.blogspot.com/2010/05/d_11.html' title='D'/><author><name>Gisela Ermel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08777419198760889701</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8678305018564023368.post-2357953693130276314</id><published>2010-05-11T07:00:00.001-07:00</published><updated>2012-01-06T06:01:34.206-08:00</updated><title type='text'>E</title><content type='html'>&lt;em&gt;&lt;span style="color:#ff0000;"&gt;under construction..............................................&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Einstein, Albert&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;s. Zwillingsparadoxon&lt;br /&gt;------------------------------------------------------------&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;Elfenhügel&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Mythologie: Der Besuch eines Elfenhügels kann mit einem Zeitsprung verbunden sein. s. Dänemark: Überlieferung. Parallele: Berginneres, s.d.&lt;br /&gt;----------------------------------------------------------&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Elfentanz&lt;/strong&gt; Mythologie: Die Teilnahme an einem Elfentanz kann mit einem Zeitsprung verbunden sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Irland: Beispiel mit &lt;strong&gt;Winning Time: &lt;/strong&gt;Ein junger Hirte nahm an einem Elfentanz teil und befand sich plötzlich, ohne zu wissen wie, im Elfenland. Er blieb dort ein paar Jahre und fasste dann in einen ihm verbotenen Springbrunnen. Im selben Moment befand er sich wieder zu Hause bei seinen Schafen und musste erfahren, dass während der im Elfenland verbrachten Jahre hier nur wenigen Minuten vergangen waren. (Katherine Briggs: Dictionary of Fairies. London 2003) &lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Motive: &lt;strong&gt;Raum-Zeit-Tor&lt;/strong&gt;, &lt;strong&gt;Watergate, Elfenwelt&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;----------------------------------------------------------------------------------&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Elfenwelt&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Der Besuch einer Elfenwelt kann mit einem Zeitsprung verbunden sein.&lt;br /&gt;s. Elfentanz + Elfenhügel &lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;s. Thomas of Erceldoune&lt;br /&gt;------------------------------------------------------------------------------------&lt;/p&gt;&lt;strong&gt;Elsass&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Blick in eine andere Zeit: Ein Knabe, der in Barr mit seinen Eltern ein altertümliches Gebäude bewohnte, hatte den Auftrag, täglich Rebwellen vom Speicher herab in die Küche zu tragen. Eines Tages vergaß er über dem Spielen seine gewöhnliche Arbeit zu verrichten und musste nun spät abends noch ohne Licht auf den Speicher gehen, um sein Rebholz zu holen. Als er oben angelangt war, fiel ihm eine ungewöhnliche Helle auf, die zu einem Fenster hereinkam, an einer Stelle der Wand, wo er sonst niemals ein Fenster wahrgenommen hatte. Die Neugierde trieb ihn an das Fenster. Er blickte hindurch in eine helle, geräumige Stube mit wunderbar aussehenden Möbeln. Am Tisch saß bei einer altertümlichen, sehr hell brennenden Lampe eine alte Frau und las, wie es dem Knaben vorkam, in einem geschriebenen Buche. Ein alter, seltsam gekleideter Mann ging in der Stube auf und ab. Der Knabe beobachtete diese Erscheinung mehr als zwanzig Minuten lang. Endlich nahm er in seinem jugendlichen Übermut seine Mütze und warf damit nach der alten Frau, die verwundert in die Höhe schaute und den Knaben ansah. Darauf ging in dem erleuchteten Zimmer eine große Doppeltüre auf und es füllte sich mit vielen altfränkisch gekleideten Personen. Das Zimmer schien dem Knaben immer größer und heller zu werden. Er sprang die Treppe hinab, um seine Eltern und Geschwister zu rufen, damit sie die seltsame Komödie sehen sollten, die, wie er meinte, in einem Nachbarhause vor sind ging. Als der Knabe mit seinen Eltern und Geschwistern wieder auf den Speicher kam, war alles dunkel. Die weggeworfene Mütze wurde nie wieder gefunden. Auch war nie eine Spur von einem Fenster auf dem Speicher zu finden. Der Knabe widersprach sich niemals, und er blieb immer bei seiner ersten Schilderung. (Fritz Bouchholtz: Elsässische Sagen. Berlin, Leipzig 1922)&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;--------------------------------------------------&lt;/p&gt;&lt;strong&gt;Engelhard von Langheim&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Zisterzisensermönch des Klosters Langheim, Bayern. Lebte bis 1210. Er stellte im späten 12. Jh. für die am Obermain im Bistum Bamberg gelegene Zisterziensterabtei drei Sammlungen von Wundergeschichten zusammen, von denen zwei bis heute erhalten sind. Eine davon ist das &lt;em&gt;Liber diversarum miraculorum: &lt;/em&gt;es wurde ca. 1188 zusammengestellt; erhalten in einer Redaktion vom Anfang des 13. Jh. Darin befindet sich die älteste schriftliche Version der Geschichte &lt;em&gt;Der Bräutigam im Paradies&lt;/em&gt;. Engelhard will die Story gehört haben von einem "ungelehrten Mann", der sie wiederum von einem Studierten erfahren haben wollte. In der Geschichte macht der Protagonist einen Besuch im "&lt;strong&gt;Paradies&lt;/strong&gt;", verbunden mit einem Zeitsprung im Sinne von &lt;strong&gt;Missing Time:&lt;/strong&gt; &lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;Ein Herzogssohn wollte heiraten und ließ alles für das Fest vorbereiten. Vor der Vermählung ritt er zu einer am Berghang gelegenen Kirche und verrichtet dort ein inbrünstiges Gebet. Bei seiner Rückkehr traf er einen alten Mann, der auf einem Maultier ritt, und lud ihn spontan zum Fest ein. Der Fremde sagte zu und erschien zur Feier. Beim Abschied lud der Fremde den Herzogssohn ein, nach drei Tagen seinen Besuch zu erwidern und diesmal zu ihm zu kommen. Der Jüngling folgte der Aufforderung und fand an einer vorher verabredeten Stelle das Maultier des alten Mannes, das ihn durch steile Bergpfade zu einem lieblichen Gefilde führte. Vögel begrüßten den Besucher mit süßem Gesang und begleiteten ihn zur Wohnung "der Seligen". Dort wurde er von seinem Gastgeber freundlich empfangen und bewirtet; er weilte etwa drei Stunden "im Paradies". Er kehrte nach Hause zurück, klopfte an die Pforte seines Schlosses, das merkwürdigerweise in ein Kloster umgestaltet worden war, wie er später erfuhr, durch seine Eltern. Hier erfuhr er, dass inzwischen dreihundert Jahre vergangen waren, seitdem er zum Besuch des alten Mannes aufgebrochen war. Der Abt des Klosters empfing den Herzogssohn mit Freuden, und man bereitete ihm ein Gastmahl. Doch in Augenblick, als der Jüngling das Brot berührte, wurde er innerhalb eines Augenblickes zu einem Greis und starb; zuerst glaubte man, er schlafe nur. Man beerdigte ihn neben seiner vor langer, langer Zeit verstorbenen Braut. (John Koch: Die Siebenschläferlegende, ihr Ursprung und ihre Verbreitung. Leipzig 1883)&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8678305018564023368-2357953693130276314?l=zeitreise-gestern.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeitreise-gestern.blogspot.com/feeds/2357953693130276314/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeitreise-gestern.blogspot.com/2010/05/e_11.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8678305018564023368/posts/default/2357953693130276314'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8678305018564023368/posts/default/2357953693130276314'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeitreise-gestern.blogspot.com/2010/05/e_11.html' title='E'/><author><name>Gisela Ermel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08777419198760889701</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8678305018564023368.post-2226897159993231180</id><published>2010-05-11T06:59:00.009-07:00</published><updated>2011-03-26T03:03:38.689-07:00</updated><title type='text'>F</title><content type='html'>&lt;em&gt;&lt;span style="color:#ff0000;"&gt;under construction..................................................................&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Frankreich&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;s. Elsass: Blick in eine andere Zeit&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8678305018564023368-2226897159993231180?l=zeitreise-gestern.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeitreise-gestern.blogspot.com/feeds/2226897159993231180/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeitreise-gestern.blogspot.com/2010/05/f_11.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8678305018564023368/posts/default/2226897159993231180'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8678305018564023368/posts/default/2226897159993231180'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeitreise-gestern.blogspot.com/2010/05/f_11.html' title='F'/><author><name>Gisela Ermel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08777419198760889701</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8678305018564023368.post-2645803120129963361</id><published>2010-05-11T06:59:00.007-07:00</published><updated>2010-06-11T02:12:41.548-07:00</updated><title type='text'>G</title><content type='html'>&lt;strong&gt;&lt;em&gt;&lt;span style="color:#ff0000;"&gt;under construction.................&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;GUINGAMOR&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Hautpfigur einer mittelalterlichen Dichtung, die einen Zeitsprung erlebte.&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Le Lay de Guingamor:&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Alte französisch-bretonische Lai, basierend auf einer älteren bretonischen Überlieferung.&lt;br /&gt;Das Werk entstand irgendwann in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts und ist unsigniert.&lt;br /&gt;Es ist nur in einem einzigen Manuskript, einer Kopie aus dem 13. Jh., erhalten: &lt;em&gt;MS Nouvelles Aquisitions Francaises 1104&lt;/em&gt;, Bibliotheque Nationale Paris. Das Original datiert man anhand der für das 12. Jahrhundert üblichen Versform und aufgrund der Sprache in das 12. Jh.&lt;br /&gt;Im 19. Jahrhundert wurde von etlichen Gelehrten vermutet, die Verfasserin sei Marie de France, das konnte jedoch weder bestätigt noch widerlegt werden.&lt;br /&gt;Das Werk wurde in einer Zeit geschrieben, als man die inselkeltische &lt;strong&gt;Elfenwelt&lt;/strong&gt; benutzte und in den &lt;em&gt;Lai narrati&lt;/em&gt; für den höfischen Geschmack der damaligen Zeit umdeutete und umgestaltete. Damit entstand eine eigene Literaturgattung.&lt;br /&gt;                                                       Inhalt:&lt;br /&gt;Die Königin von Britannien verliebt sich in Guingamor, den Neffen des Königs. Sie lud ihn zu sich in ihr Gemach, er wies sie jedoch zurück. Sie bestrafte ihn, indem sie ihn zu einer Jagd nach einem weißen Eber verleitete. Bei der Jagd auf dieses Tier waren bereits zehn Ritter verschollen.&lt;br /&gt;Während Guingamor den Eber verfolgte, geriet er immer tiefer in den Wald, überquerte einen Fluss, ritt weiter und sah plötzlich vor sich einen Palast, ein&lt;br /&gt;             &lt;em&gt;Schloss, erbaut aus grünen Marmelsteinen,&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;             die fügsam und ohne Mörtel sich einen&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;             ......................ein Wunderbau........&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Über dem Eingang stand ein silberner Turm, das Gebäude hatte Türen aus Gold und Elfenbein, das schönste Gebäude, das Guingamor jemals sah. Er trat ein durch das Tor und sah von der Halle aus Zimmer, die aus &lt;em&gt;Steinen des Paradieses&lt;/em&gt; zu bestehen schienen. Der Palast war jedoch vollkommen menschenleer und verlassen. Guingamor ritt weiter, immer noch auf der Suche nach dem Eber und seinem diesen verfolgenden Hund. Er hatte vollkommen die Orientierung verloren und wusste nicht mehr, wie er nach  Hause kommen sollte. Schließlich kam er in offenes Land und sah eine Quellen neben einem Olivenbaum. Das Wasser war klar und rein und floss über Steine aus Gold und Silber. Darin badete die schönste Frau, die er je gesehen hatte, während eine zweite Maid sich das Haar kämmte und wusch. Die schöne Maid lud ihn ein, für ein paar Tage mit zu ihr zu kommen. Sie ritten gemeinsam zum Palast,&lt;br /&gt;                   &lt;em&gt;den noch vor wenig Stunden&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;                   der Held so öd gefunden.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;                   Der war in seiner goldnen Pracht&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;                   zu lautem Leben nun erwacht.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Zu seiner Verblüffung waren dort die zehn verschollenen Ritter, und man vergnügte sich mit gutem Essen und Musik. (&lt;strong&gt;Treffen anderer in die Zeit gereister Personen&lt;/strong&gt;)&lt;br /&gt;Drei Tage lang blieb Guingamor dort und wollte dann wieder nach Hause. Seine Maid aber riet ihm, zu bleiben.&lt;br /&gt;                    &lt;em&gt;Dreihundert Jahre sind vergangen,&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;                    seitdem wir dich bei uns empfangen.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;                    Dein Ohm, der dir den Bracken gab,&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;                    ihn und sein Volk deckt längst das Grab&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;                    samt deinen Freunden und Verwandten.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;                    Längst tot sind alle, die dich kannten.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Guingamor glaubte ihr nicht, versprach aber, wenn es wirklich so sei, werde er wieder zu ihr zurückkehren. Seine Maid mahnte ihn:&lt;br /&gt;                     &lt;em&gt;Bist du durch jenen Fluss geschwommen&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;                     und wieder in dein Land gekommen,&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;                     sollst du nicht trinken und nicht essen!&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;                     Die Warnung darfst du nicht vergessen,&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;                     willst du dich nicht mit Schaden&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;                     und schwerem Weh beladen.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Die Maid brachte ihn bis an den Fluss und ließ ihn mit einem Boot überfahren. Drüben ritt Guingamor stundenlang durch den Wald, ohne einen Weg heraus zu finden. Er traf einen Köhler, den er nach dem König befragte und danach, auf welchem Schloss sich dieser gerade aufhalte. Der Köhler antwortete, das wisse er nicht, überhaupt sei der König, nach dem er frage, seit über dreihundert Jahren tot und dessen Schloss wäre längst eine Ruine. Alte Leute aber, so der Köhler, erzählten noch manchmal in alten Sagen vom König und seinem Neffen, der eines Tages zur Jagd gegangen, in den Wald geritten und niemals wieder gesehen worden war.&lt;br /&gt;Guingamor berichtete vom Palast und der Elfenmaid und den drei Tagen, die er dort verbracht hatte. Als er weiterritt, erkannte er, dass Land und Leute ihm vollkommen fremd waren. Gegen Abend übermannte ihn der Hunger, und trotz der Mahnung seiner Maid pflückte er drei Äpfel von einem wilden Apfelbaum neben dem Wege und aß sie.&lt;br /&gt;                   &lt;em&gt;Da ward er plötzlich alt und krank,&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;                   dass kraftlos er vom Rosse sank.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;                   Lahm und gebrochen wie ein Greis&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;                   liegt er im Moos und wimmelt leis.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Der Köhler war Guingamor gefolgt und hatte alles mitangesehen. Gerade als er diesem zu Hilfe eilen wollte, sah er zwei Frauen erscheinen. Diese setzten Guingamor auf sein Pferd und führten ihn zum Fluss, wo sie ihn auf ein Boot luden und mit ihm verschwanden.&lt;br /&gt;Über das weitere Schicksal des Guingamor ist nichts bekannt. Sind Guingamor und die zehn verschollenen Ritter &lt;strong&gt;Personen, die theoretisch wiederkehren könnten&lt;/strong&gt;?&lt;br /&gt; (&lt;a href="http://www.archive.org/stream/guingamorlayvalt00mariuoft/guingamorlayvalt00mariuoft_djvu.txt"&gt;www.archive.org/stream/guingamorlayvalt00mariuoft/guingamorlayvalt00mariuoft_djvu.txt&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;  + Franz Kampers: Das Lichtland der Seelen und der heilige Gral. Köln 1916)&lt;br /&gt;Parallelen zu dieser Erzählung sind die Fälle, wo jemand eine &lt;strong&gt;Elfenwelt &lt;/strong&gt;besuchte und dabei einen Zeitsprung erlebte.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8678305018564023368-2645803120129963361?l=zeitreise-gestern.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeitreise-gestern.blogspot.com/feeds/2645803120129963361/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeitreise-gestern.blogspot.com/2010/05/g_11.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8678305018564023368/posts/default/2645803120129963361'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8678305018564023368/posts/default/2645803120129963361'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeitreise-gestern.blogspot.com/2010/05/g_11.html' title='G'/><author><name>Gisela Ermel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08777419198760889701</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8678305018564023368.post-6808006340285591563</id><published>2010-05-11T06:59:00.005-07:00</published><updated>2011-03-28T02:44:36.986-07:00</updated><title type='text'>H</title><content type='html'>&lt;strong&gt;&lt;em&gt;&lt;span style="color:#ff0000;"&gt;under construction...................&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt; &lt;strong&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;strong&gt;HERLA&lt;/strong&gt; Legendärer britischer König, der einen Zeitsprung erlebte beim Besuch einer &lt;strong&gt;Anderswelt / Zwergenwelt&lt;/strong&gt;. Walter Map erzählt die Geschichte in seinem Werk &lt;em&gt;De Nugis Curialium&lt;/em&gt;, das zwischen 1181-1182 aufgezeichnet wurde. Inhalt: Zeit: Irgendwann vor dem 6. Jahrhundert n.Chr. vor Eroberung Britanniens durch die Angelsachsen: Herla, &lt;em&gt;König der allerältesten Briten&lt;/em&gt;, begegnet einem Bewohner der Anderswelt, einem namentlich nicht genannten Zwergenkönig, &lt;em&gt;pigmeus, &lt;/em&gt;mit riesigem Kopf, leuchtendem Gesicht, rotem Bart und Ziegenfüßen. Die beiden schließen einen Pakt, gegenseitig an ihren Hochzeitsfeiern teilzunehmen. Danach verschwindet der Zwerg vor den Augen des Königs im Nichts. (&lt;strong&gt;Beamen&lt;/strong&gt;). Am Tag der Hochzeit erscheint der Zwergenkönig mit zahlreichen Begleitern und unzähligen Geschenken. Wie aus dem Nichts stehen auf einmal Pavillons da, angefüllt mit den köstlichsten Speisen, die von Dienern in kostbaren Gefäßen serviert werden. Am Ende des Festes erinnert der Zwerg Herla an sein Versprechen, auch auf seine Hochzeit zu kommen, und im Nu sind die mysteriösen Gäste verschwunden. Nach einem Jahr geht Herla mit den Zwergen in deren Reich, um dort ebenfalls an einem Hochzeitsfest teilzunehmen. Dazu passieren sie eine Öffnung in einem hohen Kliff (&lt;strong&gt;Raum-Zeit-Tor &lt;/strong&gt;), durchschreiten eine Dunkelheit und betreten unmittelbar darauf ein helles Reich, das nicht durch Sonne und Mond beleuchtet ist, sondern durch Lampen. (&lt;strong&gt;Berginneres, Zwergenreich&lt;/strong&gt;). Das Hochzeitsfest dauert drei Tage. Zum Abschied gibt der Zwergenkönig Herla zahlreiche Geschenke mit, darunter befindet sich ein kleiner Bluthund. Dieser dürfe nur im Arm gehalten werden und niemand dürfe vom Pferd steigen oder den Boden berühren, bevor nicht der kleine Hund abgesprungen sei, so geben die Zwerge die Anweisung. Herla und seine Begleiter erreichen wieder die Menschenwelt. Unterwegs treffen sie einen alten Schäfer, den sie nach dem Befinden der Königin befragen. Der alte Mann antwortet erstaunt, er könne sie kaum verstehen, denn er sei ein Angelsachse. Er weiß aber von einer alten Legende über eine Königin diesen Namens, deren Gemahl mit einem Zwergenkönig in einen Felsspalt gegangen sei und der nie wieder gesehen wurde. Das aber sei lange her, denn inzwischen seien seit über hundert Jahren die Angelsachsen die Herrscher des Königreichs und haben die Briten vertrieben. Herla und seine Begleiter sind erschrocken, denn sie hatten sich nur drei Tage lang im Zwergenreich aufgehalten, während in der Heimat offenbar hunderte von Jahren vergangen waren. Die Männer können sich kaum noch auf den Pferden halten. Einige von ihnen lassen sich vom Sattel herab auf die Erde gleiten, und Herla sieht, wie sie augenblicklich zu Staub zerfallen. Er erinnert sich an die Mahnung der Zwerge bezüglich des Hündchens. Da dieses keine Anstalten macht, zu Boden zu springen, kann niemand der Schar vom Pferd herab. Sie werden zu ewigen Wanderern ohne Ruh und Rast. Walter Map erwähnt noch, dass die Schar - die Truppen des Herlethingus - manchmal irgendwo und irgendwann gesehen worden sei. So letztmalig im Jahr 1133, dem ersten Jahr der Regierung von Henry II., und da habe man gesehen, wie die Schar im Wye River untergetaucht sei. Danach habe sie niemand wieder gesehen. (Master Walter Map's Book, De Nugis Curialium. Hrsg. F. Tupper / B. Ogle. London 1924 + &lt;a href="http://www.maryjones.us/ctexts/map1.html"&gt;www.maryjones.us/ctexts/map1.html&lt;/a&gt; ) Diese Geschichte ist einer der Fälle von &lt;strong&gt;Missing Time.&lt;/strong&gt; 2004: Die Geschichte ist Teil des historischen Romans &lt;em&gt;Mortal Love&lt;/em&gt; von Elizabeth Hand. ------------------------------------------------------------------------------------------------ &lt;strong&gt;Hessen&lt;/strong&gt; Im deutschen Bundesland Hessen kennt man mehrere Überlieferungen, die mit einem Zeitsprung zusammen hängen. &lt;strong&gt;Altkönig&lt;/strong&gt;: s.d. &lt;strong&gt;Odenberg: &lt;/strong&gt;s.d. &lt;strong&gt;Widdarshausen&lt;/strong&gt; (an der Werra, nahe Bad Hersfeld): An dem dem Ort Widdarshausen gegenüberliegenden Ufer der Werra gab es früher einen Ort namens Igeldorf, der im Krieg zerstört wurde. Dort sollen Wichtel / Zwerge ein junges Mädchen, das gerade beim Heumachen war, entführt haben. Sie schleppten es in ihre unterirdische Wohnung und bewirteten es und hofften, es werde einen der ihren heiraten und bei ihnen bleiben. Aber es verlangte nach Hause. Die Wichtel führten es auf die Wiese zurück, wo sie es gefangen hatten. Weil dort noch Heu lag, machte sich das Mädchen wieder an die Arbeit und ging dann nach Hause. Hier aber wurde es mit großer Überraschung und Freude empfangen und erfuhr mit Schrecken, dass es nicht etliche Stunden, sondern sieben Jahre bei den Wichteln gewesen war. (Wilhelm Neuhaus: Sagen und Schwänke aus dem Kreis Hersfeld und den angrenzenden Gebieten. Hersfeld 1922) Hier haben wir es zu tun mit einem Zeitsprung des Typ &lt;strong&gt;Missing Time&lt;/strong&gt;, erlebt beim Besuch einer Zwergenwohnung. s. &lt;strong&gt;Zwerge / Zwergenreich&lt;/strong&gt; Blick in eine andere Zeit? Im Werratal bei Wanfried, in einer Gegend, die als Elfengrund bekannt war, sahen Zeugen eines Tages ein schlossähnliches Gebäude aus dem Nichts auftauchen. Tor und Tür sprangen von selbst auf, ein goldbetresster Diener sprang die hohe Freitreppe herab und nahm einen Wagen, gezogen von merkwürdigen Ziegenböcken, in Empfang, der da herangefahren kam. In dem Augenblick, als der Wageninsasse die Zügel herauswarf, stand das ganze Schloss in einer einzigen sprühenden Feuergarbe. Der nächste Windstoß verwehte das Schloss, Wagen, Männer, Böcke, Hund und Flammenmeer. Und alles sah wieder wie früher aus, als ob nichts gewesen wäre. (Wilhelm Pippart: Der Brombeermann. Eschwege 1979) &lt;strong&gt;Himmel&lt;/strong&gt; In zahlreichen Mythen rund um den Globus erleben Protagonisten beim Besuch des Himmels oder einer Himmelswelt einen Zeitsprung. s. Bilqula Indianer s. Sun Wukong s. Urashima Taro &lt;strong&gt;Höhle&lt;/strong&gt; In zahlreichen Mythen erlebten Personen, die eine Höhle aufsuchten, einen Zeitsprung. s. Liu Tschen&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8678305018564023368-6808006340285591563?l=zeitreise-gestern.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeitreise-gestern.blogspot.com/feeds/6808006340285591563/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeitreise-gestern.blogspot.com/2010/05/h_11.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8678305018564023368/posts/default/6808006340285591563'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8678305018564023368/posts/default/6808006340285591563'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeitreise-gestern.blogspot.com/2010/05/h_11.html' title='H'/><author><name>Gisela Ermel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08777419198760889701</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8678305018564023368.post-7991281519996130302</id><published>2010-05-11T06:59:00.003-07:00</published><updated>2011-04-02T07:13:48.921-07:00</updated><title type='text'>I</title><content type='html'>&lt;em&gt;&lt;span style="color:#ff0000;"&gt;under construction..............................................&lt;/span&gt;&lt;/em&gt; &lt;strong&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;Irland&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt; s. Elfenhügel + Elfentanz + Elfenwelt s. Thomas of Erceldoune&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8678305018564023368-7991281519996130302?l=zeitreise-gestern.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeitreise-gestern.blogspot.com/feeds/7991281519996130302/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeitreise-gestern.blogspot.com/2010/05/i_11.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8678305018564023368/posts/default/7991281519996130302'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8678305018564023368/posts/default/7991281519996130302'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeitreise-gestern.blogspot.com/2010/05/i_11.html' title='I'/><author><name>Gisela Ermel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08777419198760889701</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8678305018564023368.post-7118644684511459432</id><published>2010-05-11T06:59:00.001-07:00</published><updated>2011-03-09T02:38:07.791-08:00</updated><title type='text'>J</title><content type='html'>&lt;em&gt;&lt;span style="color:#ff0000;"&gt;under construction.................................................&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;Japan&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;s. Urashima Taro&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8678305018564023368-7118644684511459432?l=zeitreise-gestern.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeitreise-gestern.blogspot.com/feeds/7118644684511459432/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeitreise-gestern.blogspot.com/2010/05/j_11.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8678305018564023368/posts/default/7118644684511459432'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8678305018564023368/posts/default/7118644684511459432'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeitreise-gestern.blogspot.com/2010/05/j_11.html' title='J'/><author><name>Gisela Ermel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08777419198760889701</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8678305018564023368.post-3839386801716029412</id><published>2010-05-11T06:58:00.007-07:00</published><updated>2011-08-13T06:40:12.581-07:00</updated><title type='text'>K</title><content type='html'>&lt;em&gt;&lt;span style="color:#ff0000;"&gt;under construction............................................................................&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Kanada&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;s. Bilqula Indianer&lt;br /&gt;------------------------------------------&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Kärnten&lt;/strong&gt;, Österreich&lt;br /&gt;In Kärnten kennt man mehrere Sagen, bei denen Personen einen unerklärlichen Zeitsprung erlebten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sage 1:&lt;br /&gt;Während der Hochzeit eines Mannes erschien plötzlich unter den Gästen ein Fremder. Dieser lud den Bräutigam ein, ihm vor das Haus zu folgen.&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Sie waren erst wenige Schritte gegangen, so hatte die Landschaft mit einem Male ein verändertes Aussehen. Lag eben noch tiefer Schnee auf Wald und Feld, so prangte sie jetzt im schönsten Frühlingsgrün. Verwundert betrachtete der Bräutigam eine Weile diese Wandlung ...&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Da gedachte jener, dass er zu den Hochzeitsgästen zurückkehren müsse und verabschiedete sich. Doch kaum hatte er ein paar Schritte getan, da kam ihm alles so gar fremd vor, so ganz anders die Häuser, anders die Tracht und die Sprache der Leute. Er betrat sein Haus, doch fremde Menschen kamen ihm daraus entgegen. Erstaunt sagte er den Leuten, dass er vor ganz kurzer Zeit von der Hochzeitstafel weggegangen sei und nannte seinen Namen. Da erinnerten sich alte Leute einer Sage, die sie erzählten gehört, dass vor vielen Jahren der damalige Besitzer des Hauses an seinem Hochzeitstag verschwunden sei, und dass man nie mehr von ihm vernommen habe. Als man sodann im Kirchenbuch nachsah, fand man, dass dies vor 200 Jahren geschehen war. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;(Georg Graber: Sagen aus Kärnten. Leipzig 1927)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sage 2:&lt;br /&gt;Auf einem Berg waren Mäher und Heurecherinnen an der Arbeit. Mittags wurde Rast gemacht und eine junge Dirn stieg etwas weiter hangaufwärts, um die schöne Aussicht zu genießen.&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Da gewahrte sie an der Rückseite des Felsens eine kleine offene Tür. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Sie trat ein und kam in ein kellerartiges Gemach. Als sie wieder hinausgehen wollte, war die Tür verschlossen. Missmutig legte sie sich hin und fiel in Schlaf.&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Als sie erwachte, stand die Tür schederweit offen, und sie trat ins Freie. Doch wie erstaunte sie, als sie auf der Wiese nicht mehr die Leute von vorhin erkannte, sondern lauter fremde Gesichter sah. Sie ging nun zum Bauern; dieser schlug ein Kreuz um das andere, berührte sie und überzeugte sich endlich, dass sie ein lebendes Wesen und kein Geist sei. Da erfuhr sie erst, dass sie gerade am Jahrestag ihres Verschwindens zurückgekehrt sei und also ein Jahr im Schönofen geschlafen habe. Die Felsentür blieb seitdem verschlossen und unauffindbar.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;(Georg Graber: Sagen aus Kärntne. Leizpig 1927)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sage 3:&lt;br /&gt;Der gedrehte Stein&lt;br /&gt;Bauernknechte waren dabei, in der Nähe des "gedrehten Steins" Almgras zu mähen. Während der Rast ging Mirtl in Gedanken an seine Braut ein wenig umher und stieß aus Versehen mit dem Kopf an den gedrehten Stein.&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Wie er aufschaute, da war im Stein ein kleines Türlein aufgesprungen, und ohn viel zu denken, wie es seine Art war, ging er hinein. Er erreichte einen felsigen Gang, dann kam er in einen großen Saal - da blinkte es von eitel Gold und Silber. Eine schöne Frau kam ihm entgegen und wies ihm einen silbernen Sessel an. Er setzte sich verwundert nieder und sah mit offenem Mund und offenen Augen auf die Herrlichkeit. Im Handumdrehen schlief er dann ein.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Nach einer Weile erwachte er und dachte: "Herrschaft! Da verschlaf ich in dem G'schoss und die Mannder schlagen die Mahd ohne mich zusammen." Da polterte er hinaus und trug dabei noch einige Beulen davon, die scharfe Alpenluft aber frischte ihn bald auf. "Han i deachta wohl tramt", und er schaute sich um, der Stein war grau und glatt wie zuvor.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Von einem Türlein nichts mehr zu sehen. Dann ging er zur Almwiese. Aber kein Mäher war zu sehen. Eilig stieg er bergab zum Bauernhof. Der Großknecht wusch sich gerade am Hausbrunnen.&lt;br /&gt;&lt;em&gt;"Jessas, du bist's, Mirtl! Ja wo wärst denn die sieben Jahr? Eppa gar bei die Ungr'schen drent?" Nun kann man sich denken, dass dem guten Mirtl, der ohnedies kein Kirchenlicht war, der Verstand schier stehenblieb. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der gedrehte Stein soll sich im Lavanttal befunden haben auf der Koralpe. Es war ein Eingang zu einem "Schatzgewölbe", so glaubte man, weil mal eine Tür am Stein zu sehen war und dann wieder nicht. Auch habe der Stein sich drehen können und man habe kleine Männchen heraus- und hereintreten sehen.&lt;br /&gt;(Georg Graber: Sagen aus Kärnten. Leipzig 1927)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sage 4:&lt;br /&gt;Ein Knecht ging mit einer Sense auf eine Almwiese nahe des Spitzlofens, einer Felswand im Kaltwinkel, mähen. Als er beim Spitzlofen vorüberging, bemerkte er eine Tür. Er wunderte sich, denn hier hatte es sein Lebtag lang keine Tür gegeben.&lt;br /&gt;Er hing seine Sense auf und trat ein. In einem großen Saal blickte er einige Male neugierig umher und verließ dann wieder den Raum. Wie er heraustrat, fand er zu seinem Erstaunen seine Sense nicht mehr. Auf dem Boden aber lag an der Stelle, an der er sie abgestellt hatte, eine ganz verrostete Sense ohne Griff. Er dachte, dass ihm jemand einen Possen gespielt habe, aber als er nach Hause ging, kannte ihn niemand. Nach langem Hin- und Herreden stellte sich heraus, dass er offenbar hundert Jahre in der Felsenhöhle verbracht hatte.&lt;br /&gt;(Georg Graber: Sagen und Märchen aus Kärnten, Graz 1935)&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;------------------------------------------&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;Kyffhäuser&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Bergrücken südöstlich des Unterharzes an der Grenze Thüringens zu Sachsen-Anhalt.&lt;br /&gt;Der Berg wird in Sagen und Überlieferungen in Zusammenhang gebracht mit &lt;strong&gt;Zeitschläfern,&lt;/strong&gt; Zeitreiseereignissen im Sinne von &lt;strong&gt;Missing Time&lt;/strong&gt;, Besuch des &lt;strong&gt;Berginneren&lt;/strong&gt; mit Zeitsprungeffekt, Zeitsprungerlebnissen in Gegenwart von &lt;strong&gt;Zwergen&lt;/strong&gt; und möglichen Begegnungen mit &lt;strong&gt;Zeitreisenden. &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Zeitschläfer im Berg:&lt;br /&gt;Im Kyffhäuser schlafe, so der Volksglaube, ein Kaiser bis in ferne Zukunft. Dann aber werde er wieder herauskommen.&lt;br /&gt;Anfangs wurde diese Überlieferung auf Friedrich II. bezogen, den Enkel des Friedrich Barbarossa. Schon bald nach dem Tod des Kaisers in Apulien in 1250 und seiner späteren Beisetzung in Palermo tauchte das Gerücht auf, er sei gar nicht gestorben. Ein Spruch einer der seit der Antike bis ins Mittelalter orakelnden Sibyllen, den man auf Friedrich den II. bezog, schürte das Gerücht noch mehr und verbreitete es in Süditalien und Sizilien:&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Verborgenen Todes wird er die Augen schließen und fortleben;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;tönen wird es unter den Völkern: "Er lebt und lebt nicht!"&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Mehrmals tauchten Hochstapler auf, die sich als den wiedergekehrten Kaiser Friedrich ausgaben und viele Menschen damit narrten. So tauchte 1284 ein angeblich aus dem Zeitschlaf erwachter Kaiser Friedrich in Lübeck auf, ein anderer "falscher Friedrich" war Bruder Heinrich in Colmar. 1295 tauchte in Oberdeutschland ein wiedergekehrter Friedrich auf, der in Esslingen verbrannt wurde, als man ihn entlarvte. Der bekannteste wiederkehrende Friedrich aber war wohl &lt;strong&gt;Tile Kolup. &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Das früheste bekannte schriftliche Zeugnis dieser Überlieferung stammt aus einer Thüringischen Chronik von 1426, die den schlafenden Kaiser Friedrich II. erwähnt. Der Verfasser, der Eisenacher Stiftsgeistliche Johannes Rothe, fügte hinzu, der schlafende Kaiser lasse sich von Zeit zu Zeit einmal vor Zeugen sehen.&lt;br /&gt;Das "Volksbüchlein von Kaiser Friedrich" von 1519 beschrieb erstmals den verstorbenen Kaiser als im Kyffhäuser hausend, bezog dies jedoch auf Kaiser Friedrich Barbarossa. Beide Kaiser wurde in der Folgezeit miteinander verwechselt und munter durcheinandergeworfen.&lt;br /&gt;Eine Flugschrift aus dem Jahr 1537 spricht vom schlafenden Kaiser im Berg. Ein Schafhirte habe im Berg den Kaiser getroffen, der ihm seine Wohnung darinnen zeigte sowie seine Waffen, Harnische, Schwerter und Büchsen, mit denen er, wenn er wiederkehre, das Heilige Grab zurückerobern wolle.&lt;br /&gt;Etwa 1543 heißt es im "Gespräch eines römischen Senators und eines Teutschen", der Kaiser habe seine Wohnung nicht im Schloss, sondern nach Meinung Vieler in Kyffhäuser, wo er sich zuweilen den Schafhirten zeige.&lt;br /&gt;1666 schrieb Prätorius in seiner "Weltbeschreibung", er habe von alten Leuten in Thüringen gehört, der Kaiser Friedrich sitze tief unter der Erde in einem Berg auf der Bank bei einem runden Tisch und schlafe und habe einen langen grauen Bart, der bis auf die Erde gewachsen sei. In einem späteren Werk, 1680 erschienen, schrieb Prätorius vom schlafenden Kaiser Friedrich I., der im Kyffhäuser schlafend sitze, wo ihn ein Schafhirte fand, den der Kaiser fragte, ob die Raben noch um den Berg flögen. Als der Schafhirte diese Frage bejahte, meinte der Kaiser, dann müsse er wohl noch weitere hundert Jahre schlafen.&lt;br /&gt;1696 wiederholte Johann Hoffmann in seinem "Schulprogramm" all diese Gerüchte und fügte dem noch hinzu, dass vor gut 30 Jahren ein Bauer aus dem Dorf Reblingen Korn nach Nordhausen habe fahren wollen. Er wurde unterwegs von einem kleinen Männchen in den Kyffhäuser geführt, wo er gebeten wurde, sein Korn auszuschütten und sich dafür die Säcke mit Gold zu füllen. Der Bauer sah dort den schlafenden Kaiser sitzen, dieser sei aber ganz unbeweglich gewesen, wie versteinert.&lt;br /&gt;1816 hatte der schlafende Kaiser - nun Friedrich Rotbart - seinen Weg in die Deutschen Sagen der Gebrüder Grimm gefunden als im Kyfhäuser ruhend, was danach in zahlreichen weiteren Sagensammlungen aufgegriffen wurde. Ludwig Bechstein verarbeitete den Stoff in "Der Schmied von Jüteborg", einem Volksmärchen, in dem der Schmied am Ende seines Lebens zu Kaiser Friedrich in den Kyffhäuser marschierte, um mit diesem per Zeitschlaf auf die Zukunft zu harren.&lt;br /&gt;Immer wieder wurde der schlafende Kaiser im Kyffhäuser Thema von Dichtungen und Liedern, so 1806 im Gedicht "Der Schäfer und Kaiser Rotbart" von Carl Philipp Conz oder 1817 in Friedrich Rückerts "Der alte Barbarossa". Die 1819 erschienene Dichtung "Rip van Winkle" des Washington Irving soll eventuell auf der Thematik um den im Kyffhäuser schlafenden Kaiser basieren.&lt;br /&gt;1844 schrieb Heinrich Heine mit "Deutschland: Ein Wintermärchen" eine Persiflage auf die Barbarossa-Sehnsucht.&lt;br /&gt;Heute kündet von diesen Überlieferungen noch immer das Barbarossadenkmal auf&lt;br /&gt;den Ruinen der Reichsburg Kyffhausen. Es wurde 1880 - 1896 erbaut und ist nach wie&lt;br /&gt;vor ein beliebtes Ausflugsziel.&lt;br /&gt;Auf dem Kyffhäuser kennt man zudem die Barbarossahöhle bei Rottleben. Laut Volksglauben soll man darin mit viel Vorstellungsvermögen den Kaiser sehen können, wie er auf seiner Bank sitzt und schläft.&lt;br /&gt;(Camilla G. Kaul: Friedrich Barbarossa im Kyffhäuser. Köln, Weimar, Wien 2007 +&lt;br /&gt;Ulrike Kammerhofer-Aggermann: Sagenhafter Untersberg. Salzburg 1991-1992)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sagen über den Besuch des Kyffhäusers und des schlafenden Kaisers:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Bergmann und der Mönch&lt;br /&gt;Ein Bergmann traf auf dem Kyffhäuser eine Gestalt, die er für einen Mönch hielt. Diese Gestalt nahm ihn mit in den Berg und &lt;em&gt;führte ihn auf einen stillen Platz, rings von hohen Mauern eingeschlossen. Hier zog er mit seinem Stab einen Kreis auf die Erde, in den beide Männer traten. Dann las er aus einem Buch lange Gebete ab, die aber der Bergmann nicht verstand. Auf einmal rollte leiser, unterirdischer Donner, der Kreis erbebte, löste sich ab - langsam sanken die beiden in die Tiefe, bis sie in einem Gewölbe ankamen.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Dort traten sie aus dem Zauberring, der sich sofort wieder erhob.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Der "Mönch" öffnete mit einem Gegenstand, den der Bergmann für eine Springwurzel hielt, ein metallenes Tor, und beide kamen in eine &lt;em&gt;runde Kapelle von wunderbarer Pracht&lt;/em&gt; mit spiegelglattem Boden und funkelnden Geräten. Dann passierten sie erneut eine Tür, hinter der sie einen schlafenden Kaiser sahen.&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Rückwärts gings nun ... Der Kreis senkte sich geräuschlos; die beiden Männer traten in den Ring, und sanft wurden sie zur Oberwelt emporgehoben. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Beim Abschied schenkte der "Mönch" dem Bergmann zwei Stangen eines Metalls, das später niemand zu analysieren und bestimmen vermochte. Es stammte aus dem Raum mit dem spiegelglatten Boden und funkelnden Geräten, und es wurde lange Zeit in der Familie des Bergmanns verwahrt.&lt;br /&gt;(Ludwig Bechstein: Der Sagenschatz und die Sagenkreise des Thüringer Landes. Hildburghausen 1835-1838, Bd. 4: Kyffhäusersagen, 1838)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Innere des Kyffhäuser wird in verschiedenen Sagen beschrieben. Ein typisches Beispiel:&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Unten im Berg ist's herrlich und alles strahlt von Gold und Edelsteinen, und ob's auch eine unterirdische Höhle ist, so ist's doch hell drin wie am sonnigsten Tag. Die prächtigsten Bäume und Sträucher stehen da und mitten durch das Paradies fließt ein Bach, und wenn man aus dem eine handvoll Schlamm nimmt, so wird er gleich pures Gold ... &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Ein Hirte ist mal am Johannistag, als der Berg offen stand, hineingekommen und hat staunend die ganze Herrlichkeit gesehen; da hat ihm ein Reiter gewinkt, er solle die Pferdesemmeln einstecken; das hat er getan, und als er zu Hause ankam, ist's Gold gewesen.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Anwohner des Kyffhäusers kannten eine Stelle, wo man um Mitternacht eine Hand mit einer Laterne hin- und herwandern sehen könne.&lt;br /&gt;All dies erinnert auffallend an das Innere der &lt;strong&gt;Elfenhügel&lt;/strong&gt; der keltischen Sagen, deren Besuch mit Zeitsprüngen verbunden sein kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zeitsprünge mit Missing Time&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Brautpaar im Berg&lt;br /&gt;Ein Brautpaar, das zum im Berg schlafenden Kaiser in die Höhle gelangte, um sich Geräte für die Hochzeit zu leihen, wurde freundlich aufgenommen, beköstigt und mit einem Korb Geschirr entlassen. Als es zurückkehrte, waren jedoch zweihundert Jahre verflossen, während sie nur wenige Stunden im Berg verbracht hatten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Ziegenhirt&lt;br /&gt;Ein Hirte, der eine verlorene Ziege suchtend in die Gesellschaft der Ritter des im Berg schlafenden Kaisers geriet und mit ihnen trank, glaubte, er habe sich nur kurze Zeit dort aufgehalten. Aber bei seiner Heimkehr fand er, dass inzwischen zwanzig Jahre vergangen waren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die erwachsene Schwester&lt;br /&gt;Ein Knabe, der seine Viehherde am Kyffhäuser weidete, traf dort einen Zwerg, der ihn mit in den Berg nahm. Dort sah der Knabe einen schlafenden Kaiser, der aber mit ihm redete und ihm Kieselsteine schenkte. Der Knabe wurde vom Zwerg wieder aus dem Berg herausgeführt und trat nun flugs den Heimweg zum Dorf an.&lt;br /&gt;Als er bei einbrechender Nacht ins Dorf kam, begegnete ihm ein hübsches Mädchen von etwa zwanzig Jahren, das ihm seltsam bekannt vorkam. Er fragte die junge frau nach ihrem Namen und sie antwortete: "Ich bin die Schäfer-Änne."&lt;br /&gt;"Die Schäfer-Änne?" rief er bestürzt, und hastig fuhr er fort: "Hast du noch Geschwister?"&lt;br /&gt;Kummervolll antwortete das Mädchen: "Einen Bruder hab ich noch gehabt, der aber ist seit fünfzehn Jahren verschollen. Er hatte damals die Herde nach dem Kyffhäuser getrieben. Die Herde kehrte wohl am Abend zurück, aber mein Bruder nicht."&lt;br /&gt;Da fiel der Knabe der nun schon groß gewordenen Schwester um den Hals und erzählte ihr, wie es ihm ergangen war. Und wie freuten sich erst die Eltern, dass sie ihren Sohn wiederhatten! Ihre Augen wurden größer und größer, als er die Kieselsteine aus seinem Ranzen auf den Tisch schüttete - denn alle waren von purem Golde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(Ernst Karl Wenig: Thüringer Sagen. Rudolstadt 1992 +&lt;br /&gt;Ludwig Bechstein: Der Sagenschatz und die Sagenkreise des Thüringer Landes. Hildburghausen 1835-1838, Bd. 4: Kyffhäusersagen. 1838&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Deutet auch folgende Sage einen Zeitsprung an, diesmal erlebt von einem Tier?&lt;br /&gt;Einem Hirten, der Schweine am Kyffhäuser hütete, verlief sich ein Stück seiner Herde. Erst nach drei Tagen fand er das Tier wieder und sah es sich aus einer Kluft in der Bergburg herauszwängen, was schwierig war, denn es war in der Zeit &lt;em&gt;eine rechte Fettsau geworden; vorher war sie mager und jetzt war sie so feist, dass sie schwabbelte.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;(Ernst Karl Wenig: Thüringer Sagen. Rudolstadt 1992)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Begegnung mit Zeitreisenden?&lt;br /&gt;In Kelba, nahe dem Kyffhäuser, erlebte eine Frau etwas, das man zwar allgemein als "Spuk" bezeichnet, sich aber ebensogut als Begegnung mit einer zeitreisenden Person vorstellen ließe:&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Ich stand auf der Diele. Da öffnete sich die Haustür und herein trat ein grundhässliches Zigeunerweib. &lt;/em&gt;Verblüffenderweise verschwand die so unerwartet aufgetauchte Person einen Augenblick später; für die Zeugin sah es so aus, als sei sie im Steinbelag des Fußbodens versunken.&lt;br /&gt;In einem anderen Beispiel hatten Fuhrleute aus Sittersdorf Granitsteine vom Steinbruch an der Rothenburg am Kyffhäuser geholt. Es war schon dunkel, als sie auf dem Heimweg waren. Urplötzlich, wie aus dem Nichts, standen vor ihnen mitten auf dem Weg kleine Gestalten mit Laternen in der Hand, und ehe sie richtig darauf reagieren konnten, verschwanden die kleinen Kerle im Nichts, aus dem sie erschienen waren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;All diese Motive - der bis in die Zukunft im Berg schlafende Kaiser, der Besuch des Bergesinnern, verbunden mit einem Zeitsprung, die Begegnung mit aus dem Nichts auftauchenden oder dorthin verschwindenden Gestalten - haben etwas mit Zeitanomalien zu tun, so wie dies auch bei anderen &lt;strong&gt;Bergen&lt;/strong&gt; der Fall ist.&lt;br /&gt;----------------------------------------------&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8678305018564023368-3839386801716029412?l=zeitreise-gestern.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeitreise-gestern.blogspot.com/feeds/3839386801716029412/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeitreise-gestern.blogspot.com/2010/05/k_11.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8678305018564023368/posts/default/3839386801716029412'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8678305018564023368/posts/default/3839386801716029412'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeitreise-gestern.blogspot.com/2010/05/k_11.html' title='K'/><author><name>Gisela Ermel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08777419198760889701</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8678305018564023368.post-6211287501717219877</id><published>2010-05-11T06:58:00.005-07:00</published><updated>2012-01-06T06:03:15.459-08:00</updated><title type='text'>L</title><content type='html'>&lt;em&gt;&lt;span style="color:#ff0000;"&gt;under construction.............&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Langevin, Paul&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;s. Zwillingsparadoxon&lt;br /&gt;----------------------------------------------------&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;Liu Tschen&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;China:&lt;br /&gt;Zeitsprungerlebnis beim Besuch einer &lt;strong&gt;Höhle&lt;/strong&gt; bzw. in Gegenwart fremder Personen = ein Fall von &lt;strong&gt;Missing Time:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;In der Regierungszeit des Ming Di (58 - 75 n.Chr.) soll sich folgendes zugetragen haben:&lt;br /&gt;Es waren einmal zwei Scholaren, Liu Tschen und Yüan Dschau, beide jung und schön. Sie gingen an einem schönen Frühlingstag miteinander in das Tian-Tai-Gebirge, um Heilkräuter zu pflücken. Da kamen sie an einen Berghang, wo Pfirsichbäume in voller Blüte standen. Mitten drin öffnete sich eine Höhle, da standen zwei bezaubernde junge Mädchen, über alle Maßen schön. Sie winken den beiden jungen Männern zu:&lt;br /&gt;"Seid ihr endlich da?" fragten sie. "Wir haben schon lange auf euch gewartet."&lt;br /&gt;Sie führten die Jünglinge in die Höhle und bewirteten sie mit Tee und Wein.&lt;br /&gt;"Ich bin für Liu bestimmt", sagte die eine der Jungfrauen, "und meine Schwester für Yüan."&lt;br /&gt;So wurden sie Mann und Frau. Man amüsierte sich, vertrieb sich die Zeit mit Spielen und Müßiggang, so dass die beiden jungen Männer &lt;em&gt;"ganz der Erdenwelt vergassen." &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Eines Tages überkam die beiden jungen Männer mächtiges Heimweh. Ihre Frauen bemerkten es und sagten: "Wenn euch Herren erst einmal das Heimweh aufsteigt, kann man euch nicht länger halten."&lt;br /&gt;Man bereitete ein Abschiedsmahl, und die beiden jungen Frauen sprachen: "Wir sehen uns wohl wieder. Zieht nur hin."&lt;br /&gt;Unter Tränen nahmen sie voneinander Abschied.&lt;br /&gt;Als sie nach Hause kamen, da waren Tor und Türen längst verschwunden. Die Leute im Dorf waren ihnen alle unbekannt. Sie drängten sich um die beiden und fragten, wer sie wären.&lt;br /&gt;"Wir sind Liu Tschen und Yüan Dschau", antworteten sie, "wir gingen ins Gebirge und suchten Kräuter. Es mag wohl ein paar Tage her sein."&lt;br /&gt;Da kam mit schnellen Schritten ein Diener hergeeilt und sah sie lange an. Endlich fiel er hocherfreut vor Liu Tschen nieder und sagte: "Ja, ihr seid wirklich mein Herr. Seit ihr wegginget und uns im Ungewissen ließet, ist's nun wohl schon 70 Jahre oder mehr."&lt;br /&gt;Darauf zog er den Scholaren Liu zu einem hohen Tore, das mit Buckeln und einem Ring im Löwenmaul verziert war, wie es bei hohen Herrschaften Sitte ist. Als er in den Saal trat, da kam eine alte Frau mit weißem Haar und krummem Rücken auf einen Stab gestützt hervor und fragte: "Was ist das für ein Mann?"&lt;br /&gt;"Unser Herr ist wieder da", erwiderte der Knecht. Und dann, zu ihm gewandt, fügte er hinzu: "Das ist die gnädige Frau. Sie ist schon hundert Jahre alt. Zum Glück ist sie noch kräftig und wohlauf."&lt;br /&gt;Der alten Frau kamen vor Freuden und Kummer die Tränen. "Seit du weggingest unter die Unsterblichen, dachte ich, wir würden uns in diesem Leben nicht mehr wiedersehen", sagte sie, "welch großes Glück, dass du nun doch wiedergekommen bist."&lt;br /&gt;Noch ehe sie ausgeredet hatte, da kam die ganze Familie, Männer und Frauen, herbeigeströmt und begrüßten ihn in dichtem Gedränge draußen vor dem Saal. Die Frau deutete auf jeden einzelnen von ihnen und sagte: "Das ist der und der, das ist die und die..."&lt;br /&gt;Als damals der Scholar verschwunden war, da hatte er nur ein winziges Knäblein hinterlassen, erst ein paar Jahre alt. Der war nun schon ein 80-jähriger Greis. Es gab drei Enkel, über zehn Urenkel, über 20 Ururenkel und eine Unmenge kleiner Kinder. Aus allen war etwas geworden.&lt;br /&gt;Da war er hocherfreut und bereitete ein Familienmahl im Saale, und alle seine Nachkommen mit ihren Frauen und Männern saßen rings um ihn her. Er selbst aber und seine Frau saßen oben in der Mitte, die Frau weißhaarig, ein runzeliges altes Weiblein. Der Scholar aber hatte noch immer das Aussehen eines 20-jährigen Jünglings, so dass alle jungen im Kreise umherblickten und lachten.&lt;br /&gt;Dem anderen jungen Mann war es indes nicht so gut ergangen. Als dieser nach Hause kam, musste er erfahren, dass seine Frau und sein Kind längst verstorben waren und seine Enkel und Urenkel waren meist unbrauchbare Menschen. So blieb er nicht lange in der Erdenwelt, sondern kehrte schon bald zum Gebirge zurück.&lt;br /&gt;Liu Tschen soll mehrere Jahre unter den Seinen geweilt haben, ehe er mit seiner Frau zum Tiän-Tai-Gebirge ging, und beide wurden fortan nie mehr gesehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die älteste erhaltene schriftliche Bearbeitung des Falles befindet sich in einem Drama aus dem 14. Jahrhundert. In dieser Version werden die beiden Scholaren von einem Gott zu einer Grotte geführt. Die Samen, die einer der beiden vor dem Verschwinden gepflanzt hatte, waren nach der "Rückkehr in die Erdenwelt" zu hohen Bäumen geworden. Ansonsten hält sich das Drama im wesentlichen an die Grundversion.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bearbeitet wurde das Thema auch im Roman &lt;em&gt;Yu-Kiao-Li&lt;/em&gt;, verfasst von Jean-Pierre Abel-Rémusat, einem französischen Sinologen und Bibliothekar, Paris 1826.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(Richard Wilhelm: Chinesische Volksmärchen, Jena 1912 +&lt;br /&gt;Richard Wilhelm: The Chinese Fairy Book. New York 1921)&lt;br /&gt;--------------------------------------------------------&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Liu Yi (Liu I, Liu Ye)&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;China:&lt;br /&gt;Ein junger Mann lernt eine Drachenprinzessin kennen, Tochter des Drachenkönigs im Dongting-See. Er hilft ihr aus einer misslichen Lage, indem er ihren Eltern einen Brief überbringt. Die Reise nach dort dauert viele Monate, zuletzt fliegt Liu Yi mit einem Drachen zum Ziel, denn die Drachen bewohnen unterseeische Paläste auf dem Boden verschiedener Seen. Für eine Strecke, für die man auf herkömmliche Weise viele Monate bräuchte, benötigte der Drachen nur wenige Stunden.&lt;br /&gt;Die älteste schriftliche Version dieser sicherlich uralten Überlieferung stammt aus der Tang Dynastie (618 - 907 n.Chr.): &lt;em&gt;Liu Yi Chuan&lt;/em&gt;, geschrieben von Li Zhaowei. In den folgenden Jahrhunderten war die Geschichte Thema zahlreicher romantischer Fiktionen und Novellen. Aus dem 13. Jh. stammt die Version &lt;em&gt;Dongting Hu Liu&lt;/em&gt; des Dramatikers Shang Zhongxian.&lt;br /&gt;Eine spätere Märchenversion erzählt: Liu Yi, der junge Erdenbürger, heiratet eine Göttin, eine sog. Drachenprinzessin. Beide leben in der Heimat der Drachenlady, denn, so sagt sie zu ihm, wenn er mit ihr zusammenbleiben wolle, müsse er mitkommen, denn sie könne nicht auf der Erde bleiben. Wenige Jahre später kehrt er in Begleitung mehrerer Himmelsfeen auf die Erde zurück, um seine Verwandten zu besuchen. Sie treffen seinen Cousin, und Yiu Li ruft erstaunt aus: "Kaum einen Augenblick sind wir auseinander, und du hast schon graues Haar?" Sein Cousin entgegnet: "Du bist ein selger Gott, ich habe verweslichen Leib. So will's das Schicksal."&lt;br /&gt;Das Thema blieb populär bis in die Neuzeit:&lt;br /&gt;In den frühen 1950er Jahren war die Geschichte Thema einer kantonesischen Oper des Tan Qingshuang, die bis heute immer wieder aufgeführt wird. 1958 wurde die Story in China verfilmt unter dem Titel &lt;em&gt;Liu Yi Chuan. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Der Dongting-Tempel auf der Insel Junshan im Dongting-See, Nordost-Provinz Hunan, soll Yiu Li zu Ehren erbaut worden sein. Auf der Insel gibt es außerdem einen Liu-Yi-Brunnen.&lt;br /&gt;Bei dieser Überlieferung haben wir es zu tun mit einem angedeuteten Zeitsprung, aufgetreten beim Besuch einer mysteriösen Örtlichkeit (Drachenpalast auf dem Grund eines Sees bzw. Heimat einer Göttin jenseits der Erde), bzw. in Gesellschaft nichtmenschlicher Wesen (Drachen, die als Drachen und als Menschen auftreten können) und beim Reisen mit einem außergewöhnlichen Fortbewegungsmittel (Drachenflug). Das alles würde Sinn machen, wenn die Mythe auf Erinnerungen basiert über einen &lt;strong&gt;Dilatationsflug&lt;/strong&gt; oder an eine Art Zeitreise. Der nach kurzem Aufenthalt des Liu Yi in der Heimat der Drachenprinzessin daheim bereits ergraute Cousin deutet auf einen Fall von &lt;strong&gt;Missing Time. &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;(David Hawkes / Shang Zhongxian: Liu Yi and the Dragon Princess: A Thirteenth Century Play. Hong Kong 2003 +&lt;br /&gt;Lihui Yang /Deming An: Handbook of Chinese Mythology. Santa Barbara 2005 +&lt;br /&gt;Tang Ren Chuan Qi (Shang): Legends from Tang Dynasty. Vol. 1. Hrsg. Wang Pi Jiang. Taipeh, Taiwan, 1987 +&lt;br /&gt;Richard Wilhelm: Chinesische Volksmärchen. Jena 1912)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8678305018564023368-6211287501717219877?l=zeitreise-gestern.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeitreise-gestern.blogspot.com/feeds/6211287501717219877/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeitreise-gestern.blogspot.com/2010/05/l_11.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8678305018564023368/posts/default/6211287501717219877'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8678305018564023368/posts/default/6211287501717219877'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeitreise-gestern.blogspot.com/2010/05/l_11.html' title='L'/><author><name>Gisela Ermel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08777419198760889701</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8678305018564023368.post-5633358225031362900</id><published>2010-05-11T06:58:00.003-07:00</published><updated>2012-01-06T06:04:21.888-08:00</updated><title type='text'>M</title><content type='html'>&lt;em&gt;&lt;span style="color:#ff0000;"&gt;under construction..........................................................&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;Maurice de Sully&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Pariser Bischof (1110 - 1196). Er stammte aus Sully-sur-Loire.&lt;br /&gt;In seinen schriftlich hinterlassenen Predigten &lt;em&gt;Sermones de diebus dominicis et de festivitatibus&lt;/em&gt; (verfasst zwischen 1168 - 1175) befindet sich die wohl früheste Version um einen Klosterbruder, der einen Zeitsprung in die Zukunft - &lt;strong&gt;Missing Time&lt;/strong&gt; - erlebte, weil er am Bibelwort &lt;em&gt;Denn tausend Jahre sind vor dir wie der Tag, der gestern vergangen ist, und wie eine Nachtwache (Psalm 90, 4)&lt;/em&gt; zweifelte. Er ging für ein paar Stunden in den Wald, lauschte entzückt einem wunderbaren süßen Vogelgesang, und als er zurückkam, waren viele Jahre vergangen und im Kloster niemand mehr, der ihn noch kannte.&lt;br /&gt;Diese Erzählung wurde in zahlreichen Versionen wiederholt, unter anderem von Odo von Eritona, &lt;strong&gt;Jakob von Vitry,&lt;/strong&gt; Johannes de Bromgard, &lt;strong&gt;Martin von Troppau&lt;/strong&gt;, &lt;strong&gt;Johannes Herolt,&lt;/strong&gt; &lt;strong&gt;Cäsarius von Heisterbach&lt;/strong&gt;, &lt;strong&gt;Johannes Pauli,&lt;/strong&gt; &lt;strong&gt;Ludwig Aurbacher&lt;/strong&gt;, &lt;strong&gt;Johann Fischart,&lt;/strong&gt; &lt;strong&gt;Abraham a Sancta Clara&lt;/strong&gt;, Henry Wadsworth &lt;strong&gt;Longfellow, Müller von Königswinter, Hieronymus Rauscher&lt;/strong&gt; u.v.a. Die Vesionen und Bearbeitungen der späteren Erzählungen differieren in Einzelheiten hinsichtlich der Ordenszugehörigkeit des Mönches oder der Zeitspanne des Zeitsprungs. Konstant bleiben in allen Fassungen aber das wunderbare Eingreifen Gottes und der unerklärliche Zeitsprung in die Zukunft.&lt;br /&gt;Mittelalterliche Klostermanuskripte und -chroniken erzählten die Geschichte so, als habe sie sich in ihrem Kloster ereignet: im Kloster &lt;strong&gt;Chaumont&lt;/strong&gt; der französischen Provence, im Kloster &lt;strong&gt;Affflighem&lt;/strong&gt; in den Niederlanden, in den Klöstern &lt;strong&gt;Siegburg &lt;/strong&gt;und &lt;strong&gt;Jülich,&lt;/strong&gt; in der Zisterzienserabtei &lt;strong&gt;Armentaria&lt;/strong&gt; in Spanien und in &lt;strong&gt;Leyre&lt;/strong&gt; u.a. Dahinter steckt das Bestreben, die Wundergeschichte jeweils für die eigene Vergangenheit und das heimatliche Kloster zu gewinnen, um das Ansehen der eigenen Klostergeschichte besonders zu artikulieren.&lt;br /&gt;Was Maurice de Sully als Vorbild für diese Erzählung diente, ist unbekannt.&lt;br /&gt;(Lutz Röhrich: Erzählungen des späten Mittelalters und ihr Weiterleben in Literatur und Volksdichtung bis zur Gegenwart. Bern 1962)&lt;br /&gt;Die rund hundert lateinischen und altfranzösischen Sermones des Maurice de Sully wurden nicht publiziert aber übersetzt. Erhalten sind Manuskripte unter anderem in der Newberry University of Notre Dame (MS 8) und in der British Library, London.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;--------------------------------------------&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Missing Time&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Motiv, das in Mythen rund um den Globus vorkommt:&lt;br /&gt;Der Betroffene verbringt wenig Zeit an einem anderen Ort, während an seinem Ausgangsort viel Zeit vergangen ist. Seine Zeitgenossen sind entweder um ein Vielfaches mehr als er selbst gealtert oder seine Zeitgenossen sind inzwischen verstorben.&lt;br /&gt;Oftmals findet der Betroffene bei der Rückkehr sein Zuhause gar nicht mehr oder in Ruinen liegend oder verändert vor.&lt;br /&gt;In etlichen Mythen wird in alten Chroniken ein Eintrag über den vor langer Zeit Verschwundenen gefunden - ein Beweis für seinen mit der Reise verbundenen Zeitsprung in die Zukunft.&lt;br /&gt;Wenn in diesen Mythen ein wahrer Kern steckt, würden darin Erinnerungen an oder Kenntnisse über den &lt;strong&gt;Dilatationsflug &lt;/strong&gt;enthalten sein oder über eine echte &lt;strong&gt;Zeitreise&lt;/strong&gt;, bei der der Reisende bei der Heimkehr in seiner eigenen Zukunft landet.&lt;br /&gt;s. &lt;strong&gt;Zwillingsparadoxon&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Ein Vorschlag für einen wissenschaftlichen Fachbegriff lautet &lt;strong&gt;Heterochronia. &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Zu diesem Motiv zählen auch die Mythen über &lt;strong&gt;Zeitschlaf&lt;/strong&gt;.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Science Fiction-Literatur: &lt;/strong&gt;Kennt zahlreiche Romane und Stories, in denen Weltraumreisende nach einem Dilatationsflug zurückkehren in eine veränderte Zukunftswelt.&lt;br /&gt;z.B.: Robert A. Heinlein: Von Stern zu Stern. (Hier heiratet der Held der Erzählung später seine eigene Urgroßnichte.)&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Musik: &lt;/strong&gt;Selbst musikalisch wurde dieses Motiv schon bearbeitet in der Oper "Die Geschichte vom Soldaten" von Igor &lt;strong&gt;Strawinski. &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Das Gegenteil von Missing Time wäre &lt;strong&gt;Winning Time.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;------------------------------------------&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Mohammed&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Religionsstifter des Islam. Er wurde ca. 570 in Mekka geboren und starb im Juni 632 in Medina.&lt;br /&gt;Dem Propheten Mohammed werden Erlebnisse nachgesagt, die eine Himmelsreise mit einem Zeitsprung à la &lt;strong&gt;Winning Time&lt;/strong&gt; kombinieren sowie das Treffen mit Personen aus ferner Vergangenheit (Adam, Mose, Abraham, Joseph, Jesus und Apostel Johannes).&lt;br /&gt;Mohammed habe, so wird überliefert, mit dem Engel Gabriel im Jahr 621, zwölf Jahre, nachdem er zum Propheten wurde, nachts eine Reise von Mekka nach Jerusalem und dann durch alle sieben Himmel gemacht. Wie bei einer von unseren modernen Physikern propagierten &lt;strong&gt;Zeitschleife&lt;/strong&gt; soll Mohammed nicht nur an seinen Startort zurückgekehrt sein - das Schlafgemach seiner mekkanischen Wohnung - sondern auch in seine Startzeit, sodass während seiner Reise in seiner Heimat überhaupt keine Zeit verging.&lt;br /&gt;Das Erlebnis wird überliefert als Isra (Nachtreise) und Miraj (Himmelsreise, eigentlich "Leiter") = Isra wal-Miraj.&lt;br /&gt;Bereits zu Mohammeds Lebenszeit im 7. Jh. war das Erlebnis bekannt. Der in dieser Zeit entstandene Koran weist an zwei Stellen darauf hin:&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Sura 17 Al-Isra: Die Nachtfahrt. Geoffenbart zu Mekka:&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Vers 1: Preis Ihm, der bei Nacht seinen Diener hinwegführte von der Heiligen Moschee zu der Fernsten Moschee, deren Umgebung Wir gesegnet haben, auf dass Wir ihm einige Unserer Zeichen zeigten...&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Die Sure 53 an-Najm (Der Stern) berichtet von einem Himmelsobjekt, das vom Himmel herabkam und von Mohammed gesehen wurde.&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Vers 6 - 18: ... Er stand aufrecht da (in der Ferne) ganz oben am Horizont. Hierauf näherte er sich und kam immer weiter nach unten und war schließlich nur noch zwei Bogenlängen entfernt oder noch näher da ... Was er (so leibhaftig) gesehen hat, hat er nicht etwa sich selber vorgelogen. Wollt ihr denn mit ihm streiten über das, was er mit eigenen Augen sieht? Er hat ihn ja auch ein anderes Mal herabkommen sehen beim Zizyphusbaum am äußersten Ende des heiligen Bezirks, an dem das Paradies der Geborgenheit liegt, damals als ich jene Decke über den Zizyphus legte. Der Blick des Propheten schweifte nicht ab, so dass er nur noch undeutlich hätte sehen können. Und er war nicht anmaßend. Er hat doch auch sonst gar große Zeichen seines Herrn gesehen.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Die Übersetzung und die Deutung dieser Verse der beiden Suren ist bis heute umstritten. Aus islamischer Sicht ist die Sache mit dem "Stern" eine Anspielung auf die Himmelsreise Mohammeds, denn der Zizyphusbaum befinde sich ja im 7. Himmel neben dem Thron Allahs. Auch das "Paradies der Geborgenheit" - DAS Paradies - wird im Islam schon seit jeher als im 7. Himmel gelegen lokalisiert.&lt;br /&gt;Ein aus dem Himmel herabfliegender Stern und ein während der Himmelsreise gesichteter Stern - sah Mohammed technische Flugobjekte? Ein mit einem Stern verglichenes Flugobjekt klingt jedenfalls viel plausibler als das Flügelpferd al-Boraq der späteren Versionen der Geschichte.&lt;br /&gt;In den ältesten Versionen der Story heißt es noch, Mohammed sei mit den Engeln Gabriel und Michael zu einem Platz zwischen dem Sem-Sem-Brunnen und den Fußspuren des Abraham bei der Kaaba gegangen; dort habe eine Leiter gestanden, auf der die drei in den Himmel hinaufstiegen.&lt;br /&gt;Im 8. Jh. behauptete Ibn Ishaq, der früheste Mohammed-Biograph, mit der "fernsten Moschee" (al-Masgidu l-Aqsa) in Sure 17 sei die Al Aksha-Moschee in Jerusalem gemeint. Es gab jedoch zu Mohammeds Zeiten dort noch keine Moschee, sondern nur ein Gebetshaus, das Kalif Umar nach der Eroberung Jerusalems dort hatte errichten lassen, genannt "fernste Moschee".&lt;br /&gt;Im 8. Jh. wurden auch die Märchen aus 1001 Nacht aus dem Mittelpersischen ins Arabische übersetzt und mit islamischen Elementen angereichert, nachdem sie vorher wahrscheinlich aus Indien übernommen worden waren. Eines der Märchen erwähnt Mohammeds Himmelsreise:&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Der Sultan von Ägypten versammelte eines Tages in seinem Palast alle Gelehrte seines Reiches. Da erhob sich unter ihnen ein Streit. Man sagt, der Engel Gabriel habe eines Nachts Mohammed aus seinem Bett entführt und ihm alles gezeigt, was die sieben Himmel enthalten und dazu das Paradies und die Hölle. Danach brachte der Engel den Propheten, nachdem dieser mit Allah achtzigtausend Unterredungen gehabt hatte, in sein Bett zurück. Ferner sagt man, das alles sei in so kurzer Zeit geschehen, dass Mohammed nach seiner Rückkehr sein Bett noch warm gefunden und - mehr noch - einen Topf wieder aufgehoben habe, dessen Wasser noch nicht ausgeflossen, obgleich er in dem Augenblick umgefallen war, als der Engel Gabriel Mohammed entführte. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Der Sultan hielt das für unmöglich, er glaube, dass man von Himmel zu Himmel jeweils 500 Jahre brauche. Seine Gelehrten antworteten, es ginge dabei ohne Zweifel nicht mit rechten Dingen zu, &lt;em&gt;der göttlichen Allmacht sei jedoch alles möglich. &lt;/em&gt;Der Streit erregte Aufsehen in ganz Ägpten.&lt;br /&gt;Im 9. Jh. wurden die "Erzählungen über Worte und Taten des Mohammed" - Hadith - gesammelt und zusammengestellt. Sunniten und Schiiten haben verschiedene Hadith-Sammlungen. Auch in diesen Schriften wird die Himmelsreise des Mohammed erwähnt und erörtert. Einer der ursprünglichen Autoren, Anas ibn Malik, hatte bereits als Knabe zu Mohammeds Himmelsreisezeit gelebt.&lt;br /&gt;Sahih al-Bukhari (lebte bis 870) beruft sich bei seiner Erzählung auf Malin bin Sassa, der wiederum die Himmelsreise von Mohammed selbst erfahren haben will. Danach habe sich Mohammed im Gebiet von Mekka gegenüber der Kaaba aufgehalten, als plötzlich jemand vor ihm gestanden und merkwürdige Dinge mit ihm angestellt habe. Mohammed glaubte, sein Herz sei herausgenommen, gewaschen und wieder zurückgetan worden. Dann sei ein merkwürdiges Tier zu ihm gebracht worden, das mit einem einzigen Schritt habe so weit schreiten können, wie man blicken kann. Mit diesem "Tier" erreichten Mohammed und der Engel Gabriel verschiedene Himmel. An den Himmelstoren fand jedes Mal eine Abfrage der Personaldaten statt, und auf verschiedenen Himmeln trat Mohammed Personen aus der Vergangenheit: Adam, Jesus, Johannes, Joseph, Aaron, Mose und Abraham. Im 7. Himmel schließlich fand das Treffen mit Chefgott Allah statt, dann wurde Mohammed von Gabriel wieder nach Hause gebracht.&lt;br /&gt;Schon früh machten sich islamische Gelehrte Gedanken darüber, ob diese Reise real und körperlich stattgefunden habe, oder "im Geiste" oder in einem Traum. Diese Gedanken kamen auf, weil man offenbar während der Nacht Mohammed zu keinem Zeitpunkt vermisst hatte.&lt;br /&gt;Zu dieser Zeit sprach in einer schiitischen Version der Hadith-Werke Hud ibn Muhakkam al-Huwwari von einer Himmelsreise von Mekka aus auf dem Rücken des Pferdes al-Boraq ("Blitz"). Noch dichtete man diesem Flugpferd kein menschliches Haupt an, wie dies später auf zahlreichen Miniaturen dargestellt wurde. Und noch hieß es in den Schriften, der Prophet sei in Mekka von der Kaaba aus in den Himmel gestartet.&lt;br /&gt;Während auch im 9.Jh. noch die Gelehrten den Startpunkt der Himmelsreise in Mekka sahen und die "fernste Moschee" als im Himmel gelegen lokalisierten, schrieb At-Timidhi, der Erzengel Gabriel habe Mohammed zuerst nach Jerusalem gebracht und dort mit seinem Finger ein Loch in einen Stein an der Südwest-Mauer des alten Tempels gebohrt, um al-Boraq festzubinden. Ein Jahrhundert später spekulierte At-Tabari, die Reise müsse real stattgefunden haben, denn wozu wäre sonst al-Boraq nötig gewesen? Denn auf Reittieren, so der Gelehrte, werden Körper getragen, keine Geister. In etlichen Versionen dieser Zeit kombinierte man jedoch die Reise so: mit al-Boraq von Mekka nach Jerusalem, und von Jerusalem aus per Leiter in den Himmel.&lt;br /&gt;In all den folgenden Jahrhunderten bis heute stritten und streiten sich die Gelehrten weiterhin darüber, ob die Reise real oder im Traum stattgefunden habe. Heute ist der Glaube an die Himmelsreise des Mohammed ein islamisches Dogma.&lt;br /&gt;Festgesetzt aber hat sich der Glaube daran, die eigentliche Himmelsreise sei von Jerusalem aus gestartet. Noch heute wird dort an der Südwest-Ecke des Tempelberges das Loch im Stein gezeigt, das Engel Gabriel für al-Boraq gebohrt habe. Es befindet sich unterhalb des sog. Robinsonbogens. Der Monat, in dem die Himmelsreise stattfand, ist bis heute in Fastenmonat. Am 31. Juli feiert man dann das Fest Lailat al Miraj, das Fest der Himmelsreise des Mohammed. In manchen Ländern werden an diesem Tag die Städte mit Lichtern und Kerzen beleuchtet, und die Kinder versammeln sich in den Moscheen und lauschen der Geschichte der Reise des Propheten durch alle sieben Himmel.&lt;br /&gt;Auch al-Boraq hat seine Spuren hinterlassen, wurden doch zwei Fluglinien nach dem Flugpferd benannt: Buraq Air, Libyen, und die Bouraq Indonesia Airlines.&lt;br /&gt;Erlebte Mohammed eine &lt;strong&gt;Zeitschleife&lt;/strong&gt;? Eine "globale Kausalitätsverletzung" oder "Pathologie", wie der Physiker Frank J. &lt;strong&gt;Tipler&lt;/strong&gt; eine mögliche Reise benannte, bei der der Reisende an den Ausgangspunkt UND in die Ausgangszeit zurückkehrt? In diesem Fall aber müsste Mohammed in eine Zeit zurückgekehrt sein, die mindestens eine Sekunde später war, als seine Startzeit - denn wäre er in die genaue Startzeit zurückversetzt worden, so wäre er sich selbst begegnet!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.koransuren.de/"&gt;http://www.koransuren.de/&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Alfred Bertholet: Religionsgeschichtliches Lesebuch, Heft 16, Tübingen 1931&lt;br /&gt;Herbert Busse: Jerusalem in the story of Muhammad's night journey and ascension. In: Jerusalem Studies in Arabic and Islam. Nr. 14, 1991&lt;br /&gt;Frederick S. Colby: Narrating Muhammad's night journey. New York 2008&lt;br /&gt;Inge Dreecken: Tausendundeine Nacht. Hamburg 1982&lt;br /&gt;B. Schrieke: Die Himmelsreise Mohammeds. In: Der Islam 6, 1916&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;s. &lt;strong&gt;Tausendundeine Nacht&lt;/strong&gt;: Da erlebt ein ägyptischer Sultan eine Zeitschleife, nachdem er mit seinen Gelehrten über Mohammeds Himmelsreise diskutierte.&lt;br /&gt;---------------------------------------&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8678305018564023368-5633358225031362900?l=zeitreise-gestern.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeitreise-gestern.blogspot.com/feeds/5633358225031362900/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeitreise-gestern.blogspot.com/2010/05/m_11.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8678305018564023368/posts/default/5633358225031362900'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8678305018564023368/posts/default/5633358225031362900'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeitreise-gestern.blogspot.com/2010/05/m_11.html' title='M'/><author><name>Gisela Ermel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08777419198760889701</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8678305018564023368.post-4566646219728977851</id><published>2010-05-11T06:58:00.001-07:00</published><updated>2011-03-26T02:36:56.058-07:00</updated><title type='text'>N</title><content type='html'>&lt;strong&gt;&lt;em&gt;&lt;span style="color:#ff0000;"&gt;under construction.............&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;&lt;span style="color:#ff0000;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;NAHUA&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Größte indigene Volksgruppe in Mexiko mit gemeinsamer Sprache (Nahuatl). Zu den Nahua gehörten z.B. die Azteken.&lt;br /&gt;Überlieferung: &lt;em&gt;Der Mann, der keinen Kakaostrauch berühren durfte:&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Die Mythe schildert einen Zeitsprung beim Besuch einer besonderen Örtlichkeit.&lt;br /&gt;Ein Mann besucht für einige Wochen die &lt;em&gt;Insel der Toten&lt;/em&gt;, wird dann von einem Vogel zurückgebracht und auf sein heimisches Bett gelegt.&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Und am Morgen ist der Mann aufgewacht und hat alles seiner ... Frau erzählt.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;"Ach, du hast nur geträumt", hat seine Frau gesagt, "du bist ja erst gestern auf das Fest im anderen Dorf gegangen, und nun willst du so lange Zeit im Totenreich gewesen sein!"&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;"Aber schau doch nur", hat der Mann gesagt, "wir mir der Bart gewachsen ist. Drüben haben sie keine Messer." &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Und das muss man sagen: er hat einen drei Wochen alten Bart gehabt, und vorher hat er keinen Bart gehabt.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;(Dieter Richter: Das Land, wo man nicht stirbt. Frankfurt a.M. 1982)&lt;br /&gt;Seltenes Beispiel für eine Mythe mit dem Motiv &lt;strong&gt;Winning Time.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;NERA&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Held der irischen Mythologie. Erlebte einen Zeitsprung beim Besuch einer &lt;strong&gt;Elfenwelt /&lt;/strong&gt; eines &lt;strong&gt;Elfenhügels.&lt;/strong&gt; Blieb zuletzt für immer dort und gehört daher zum Motiv der &lt;strong&gt;Personen, die theoretisch wiederkehren könnten. &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Seine Geschichte gehört zu den wenigen Beispielen von &lt;strong&gt;Winning Time &lt;/strong&gt;und zum Motiv &lt;strong&gt;Raum-Zeit-Tor.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Echtra Nerai&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Schrift aus dem 8. - 10. Jahrhundert.&lt;br /&gt;"Echtra" = übersetzbar mit "Besuch einer Elfenwelt / Anderswelt".&lt;br /&gt;Die Schrift ist Teil des Ulster Zyklus (auch Red Branch Cycle), einer Sammlung von Erzählungen mit zahlreichen andersweltlichen Motiven.&lt;br /&gt;In einigen Quellen ist die Schrift mit &lt;em&gt;Tain Bo Aingen&lt;/em&gt; identisch.&lt;br /&gt;Erhalten ist sie als Manuskript Egerton 1782, fol. 71B von 1517.&lt;br /&gt;Die Erzählung um Nera findet man auch im &lt;em&gt;Yellow Book of Lecan&lt;/em&gt; (14. Jh.), und Fragmente im &lt;em&gt;Liver Fergusiorum&lt;/em&gt; (1437-1440).&lt;br /&gt;Haupthandlungszeit ist die des König Conchobor von Ulster und der Königin Medb von Connaught (Connacht / Cruachain - heutige irische Provinz Connaught) im 1. Jh.n.Chr.&lt;br /&gt;Inhalt:&lt;br /&gt;Königin Medb, ihr Gatte Ailil und viel Gefolge sind in Cruachain versammelt, um Samain, den Winteranfang, zu feiern. Man sitzt beieinander rund um den Kessel, in dem ein Mahl zubereitet wird. Es ist ein dunkler Novemberabend. Man vertreibt sich die Zeit bis zum Mahl mit makabren Spielchen mit Gefangenen, die man am Tag zuvor erhängt hatte. Nera verlässt mit einem der Gehängten die Schar und geht mit diesem zu einem der nahen Gebäude. Das aber ist merkwürdigerweise von einem "See aus Feuer" umgeben. Er geht weiter zu einem anderen Gebäude, und dieses sieht aus wie von einem "See aus Wasser " umgeben. Nera schaut zurück zum Platz, wo er seine Leute weiß, und ist erschrocken: alles ist zerstört und verbrannt worden und niemand mehr dort.&lt;br /&gt;Dann sieht er eine merkwürdige Schar von Reitern, denen er neugierig folgt. Sie reiten in eine Art Höhleneingang. Er geht hinterher - und befindet sich im selben Moment in einer völlig fremden Landschaft, in einer ganz anderen Tages- und Jahreszeit. Er ging sozusagen mit einem Schritt von einer dunklen Novembernacht in einen hellen Sommertag.&lt;br /&gt;Er wird zum Haus einer Elfenfrau, Angeni, verwiesen, in die er sich verliebt und die er spontan heiratet. Von ihr erfährt er, dass der Anblick des zerstörten Cruachain nur eine Zukunftsvivion gewesen sei.&lt;br /&gt;Nach drei Tagen möchte Nera noch einmal nach Hause, um einige persönliche Dinge zu regeln, bevor er für immer in der Elfenwelt bleibt.&lt;br /&gt;"Begib dich zu den Deinen," sagt Aingeni zu ihm, "sie sitzen noch um denselben Kessel beisammen, und das Essen ist noch nicht einmal vom Feuer genommen."&lt;br /&gt;Er ist verwirrt, denn er weiß, dass er bereits seit drei Tagen in der Elfenwelt weilt.&lt;br /&gt;"Wie kann ich erreichen, dass man mir glaubt, dass ich im Elfenhügel war?" fragt Nera.&lt;br /&gt;"Nimm Sommerfrüchte mit dir", schlägt Aingeni ihm vor.&lt;br /&gt;Zum Abschied teilt sie ihm noch mit, dass sie bereits schwanger von ihm sei und ihm einen Sohn gebären werde.&lt;br /&gt;Wieder tritt er mit einem Schritt von "drüben" in seine Heimat. Zu seiner Verblüffung findet er tatsächlich die Seinen noch um den selben Kessel sitzen - ganz so, wie er sie verlassen hatte. Niemand will ihm glauben, dass er drei Tage lang im Elfenhügel geweilt habe, denn es seien ja nur ein paar Minuten vergangen. Doch er hat ja einen Beweis bei sich: Lauch, Schlüssel- und Butterblumen - ein "Wunder" mitten im kalten November. Endlich wird ihm geglaubt.&lt;br /&gt;Nach einem Jahr geht Nera wieder zu seiner Elfenfrau und lernt seinen Sohn kennen.&lt;br /&gt;Als er wieder zu den Seinen nach Hause kommt, erzählt er erneut von den schönen Ländern, in denen er war mit all den herrlichen Schätzen, der kostbaren Kleidung und der unerschöpflichen Speise. Noch ein drittes Mal geht Nera in den Elfenhügel.&lt;br /&gt;Die Connachter aber, die immer wieder Auseinandersetzungen mit dem Elfenvolk gehabt hatten, wollen den Elfenhügel zerstören und die Schätze herausholen. Es gelingt ihnen auch - aber im Hügel finden sie weder fremde Reiche noch Nera und seine Elfenfamilie. Nera kam nie wieder &lt;em&gt;und wird bis zum Jüngsten Tag nicht herauskommen.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;(Rudolf Thurneysen: Die irische Helden- und Königssage bis zum 17. Jahrhundert. Halle 1921 +&lt;br /&gt;Kuno Meyer: Echtra Nerai: The Adventures of Nera. In: Revue Celtique, Nr. 10, 1889)&lt;br /&gt;Heute gibt es einen prähistorischen Ringwall - Rathcrogan - inmitten weiterer archäologischer Fundplätze im County Roscommon. Er gilt als "Rath (Ringwall) der Medb". Archäologische Ausgrabungen zeigten Spuren von zahlreichen Bauwerken auf dem künstlichen Mound und für hölzerne Strukturen nahe dem Mound aus verschiedenen Jahrhunderten. Ob hier jemals eine Residenz der Königin Medb stand, ist umstritten.&lt;br /&gt;Nahe beim Rathcrogan gibt es die Höhle Oweynagat, die noch bis in die jüngste Zeit hinein als Eingang in die Anderswelt gehalten wurde. Es handelt sich um eine künstlich angelegte Struktur. Zwei der Steine enthalten Ogham-Inschriften, von denen eine lautet: "VRA/CCI/MAQI/MEDVII" (Fraech, Sohn der Medb).&lt;br /&gt;(en.wikipedia.org/wiki/Rathcrogan)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Nuxalk: &lt;/strong&gt;s. Bilqula Indianer&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8678305018564023368-4566646219728977851?l=zeitreise-gestern.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeitreise-gestern.blogspot.com/feeds/4566646219728977851/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeitreise-gestern.blogspot.com/2010/05/n_11.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8678305018564023368/posts/default/4566646219728977851'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8678305018564023368/posts/default/4566646219728977851'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeitreise-gestern.blogspot.com/2010/05/n_11.html' title='N'/><author><name>Gisela Ermel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08777419198760889701</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8678305018564023368.post-2955751758597306306</id><published>2010-05-11T06:57:00.008-07:00</published><updated>2011-08-11T06:39:58.072-07:00</updated><title type='text'>O</title><content type='html'>&lt;em&gt;&lt;span style="color:#ff0000;"&gt;under construction...................................&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Odenberg&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Basaltkuppe bei Gudensberg im Schwalm-Ederkreis, Nordhessen. Ursprünglicher Name des Berges: Odinsberg oder Wodensberg. In der Nähe befand sich die Donarseiche bei Geismar.&lt;br /&gt;Einer der Berge, der mit einem &lt;strong&gt;Zeitschläfer&lt;/strong&gt; in Verbindung gebracht wird + Einer der Berge, dessen Besuch mit einem Zeitsprung in Verbindung gebracht wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zeitsprung-Version 1:&lt;br /&gt;(mit den Motiven &lt;strong&gt;Missing Time&lt;/strong&gt;, &lt;strong&gt;Raum-Zeit-Tor&lt;/strong&gt; und Zeitsprung beim Besuch des &lt;strong&gt;Berginneren&lt;/strong&gt;):&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Ein Gudensberger Hirte mit Kind ging seiner Sau nach, die sich etwas von der Herde abgeschlagen hatte. Er fand sie, und wie der Hirte näher trat, war auf einmal dicht neben ihm eine Öffnung im Berg, die er noch niemals gesehen hatte. Da sah er den Karlquintes mitten unter seinen Schätzen sitzen, der winkte ihm freundlich. Und da ist's ihm ergangen wie der Frau im &lt;strong&gt;Altkönig&lt;/strong&gt;, über dem Golde hat er sein Kind vergessen, das er mitgenommen hatte. Und hat auch die sieben Jahre warten müssen. Dann hat er die Öffnung wiedergefunden und ist hineingegangen. Da hat das Kind noch auf demselben Fleck gesessen, nicht älter und nicht größer, und hat noch an seinem Wecken gegessen. &lt;/em&gt;Er nahm sein Kind schnell auf den Arm und verließ die Höhle, denn es heißt, dass sie immer nur 15 Minuten offen bleibe.&lt;br /&gt;(Paul Zaunert: Hessen-Nassauische Sagen. Jena 1929)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zeitsprung-Version 2:&lt;br /&gt;(mit den Motiven &lt;strong&gt;Missing Time, Raum-Zeit-Tor &lt;/strong&gt;und Zeitsprung beim Besuch des &lt;strong&gt;Berginneren&lt;/strong&gt;):&lt;br /&gt;Ein Müllerbursche wurde einst unfreiwilig vom im Berg hausenden Könige Karlquintes und seinem Heer in den Berg getrieben. Sieben Jahre später, am selben Tage, &lt;em&gt;hörte man um die Mittagsstunde Hufschlag vor der Mühle. Der Müller sprang ans Fenster, da kam sein alter Bursche angeritten, wie er leibte und lebte, so frisch, gesund und jung wie vor sieben Jahren. "Herr!" sagte der Bursche, "nehmt's mit nicht übel, dass ich über Nacht ausgeblieben bin." - "Was, über Nacht? Das wäre mir eine lange Nacht von sieben Jahren!" - "Herr, als ich gestern Abend am Odenberg vorüber musste, da kam der Karlquintes, die Pferde gingen mit mir durch und rissen mich mit in den Berg. Und ich musste über Nacht unten bleiben." Da ging dem Müller ein Licht auf, er hatte schon mehr gehört, dass Menschen sieben Jahre in dem Berg gesteckt und nicht anders geglaubt hatten, als dass es nur eine Nacht gewesen wäre.&lt;/em&gt; (Paul Zaunert: Hessen-Nassauische Sagen. Jena 1929)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Raum-Zeit-Tor&lt;/strong&gt;-Version: Ein Schmied entdeckte auf dem Odenberg plötzlich eine Öffnung, die er nie zuvor gesehen hatte.&lt;em&gt; Er trat hinein und stand in einer neuen Wunderwelt. &lt;/em&gt;Er sah Männer, die mit etwas beschäftigt waren, das er als kegeln deutete. Sie schenkten ihm eine Kugel, bevor er den Berg verließ, und diese zersprang beim schmieden in Stücke aus Gold. Die Öffnung im Berg aber konnte niemals wiedergefunden werden.&lt;br /&gt;(Paul Zaunert: Hessen-Nassauische Sagen. Jena 1929)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Zeitschläfer&lt;/strong&gt; Als Karl der Große im Jahr 722 gegen die Sachsen zog, soll auch beim Odenberg eine Schlacht stattgefunden haben, nach der der Kaiser mitsamt seinem Heer im Berg verschwunden sei. Karl Quintes oder Quintes, wie man den Zeitschläfer im Berg nennt, heißt "der Verschwundene". Er leide im Berg aber keine Not, weil dort drinnen Korn und Obst wachsen. Regelmäßig wache er aus seinem Zeitschlaf auf und verlasse mit seinem Heer kurz den Berg. Wer dabei zwischen die Leute gerate, muss mit in den Berg und eine Nacht verweilen, bis sich wieder eine Öffnung zeigt. Außerhalb des Berges aber seien dann stets sieben Jahre vergangen. (Carl Heßler: Hessischer Sagenkranz. Cassel 1928) Noch 1850 bis 1890 kam es vor, dass um Mittag Leute vom Feld nach Gudensberg gelaufen kamen und riefen, der Karl wäre mit seinem Heer aus dem Berg hervorgekommen. Und viele Leute sind hinausgegangen zum Berg und haben gewartet bis Mitternacht. Manche wollen "etwas" gesehen haben, manche nicht. Die ersteren haben vor dem Amt ihre Aussage wiederholt und schriftliche bekunden lassen. (Paul Zaunert: Hessen-Nassauische Sagen. Jena 1929)&lt;br /&gt;-----------------------------------------&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Österreich&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;s. Kärnten&lt;br /&gt;s. Niederösterreich&lt;br /&gt;s. Steiermark&lt;br /&gt;s. Tirol&lt;br /&gt;s. Untersberg&lt;br /&gt;-----------------------------------------&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;Otogizoshi&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt; s. Urashima Taro&lt;br /&gt;-----------------------------------------&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8678305018564023368-2955751758597306306?l=zeitreise-gestern.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeitreise-gestern.blogspot.com/feeds/2955751758597306306/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeitreise-gestern.blogspot.com/2010/05/o_11.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8678305018564023368/posts/default/2955751758597306306'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8678305018564023368/posts/default/2955751758597306306'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeitreise-gestern.blogspot.com/2010/05/o_11.html' title='O'/><author><name>Gisela Ermel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08777419198760889701</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8678305018564023368.post-2689091517823497775</id><published>2010-05-11T06:57:00.007-07:00</published><updated>2011-04-02T07:16:26.857-07:00</updated><title type='text'>P</title><content type='html'>&lt;em&gt;&lt;span style="color:#ff0000;"&gt;under construction.............................................................&lt;/span&gt;&lt;/em&gt; &lt;strong&gt;Personen, die theoretisch noch auftauchen könnten&lt;/strong&gt; s. Thomas of Erceldoune ----------------------------------------------------------------------------------------------- &lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;strong&gt;Pfalz&lt;/strong&gt; Region in Südwestdeutschland im Süden des Bundeslandes Rheinland-Pfalz. Blick in eine andere Zeit: In der handschriftlichen Chronik des Ortes Pfaffenbach heißt es: Oberhalb von Pfaffenbach am Glan an der Römerstraße liegt das Frifraloch oder die Freifrauenhöhle. Die Grotte oder Zelle diente der Freifrau Anna von Offenbach als Einsiedlerwohnung. Wer in der Adventszeit um die Mitternachtsstunde an der Grotte vorbeikomme und kein blinkendes Licht darin sehe, der habe keinen Glauben. Und wer still und furchtlos hinaufsteige auf den Hinterberg, der könne die ganze ehemalige Herrlichkeit des Tales bei Offenbach sehen. Er sieht das glanzumstrahlte Kloster St. Benedikt, die unzerstörte herrliche gotische Klosterkirche mit ihren drei Türmen, die alte, jetzt völlig verschwundene Offenbacher Stadtkirche, die ehemaligen Stadtmauern, die hochgiebligen Häuser mit ihren Staffeln und die alte Hirschhauer zweischiffige Kirche. Er hört die Glocken in herrlicher Fülle tönen und aus dem Wasser des Glan hallt es wider, dort wo die Glocken des untergegangenen Hirschau versunken sind. Dazwischen hinein klingen die Chöre der Benediktinermönche und die Psalmen der Freifrau. Und über all diesen Herrlichkeiten leuchten des Himmels Sterne. Wer aber all dies sieht und hört zur Mitternacht des ersten heiligen Advent, der kann es nimmer vergessen... (Friedrich Wilhelm Hebel: Pfälzisches Sagenbuch. Kaiserslautern 1912) Noch heute gibt es bei Offenbach-Hundheim das Frifraloch am Hinterberg. Es ist ein beliebtes Wanderziel mit Ausblick über das Glantal zur Hirsauer Kirche. Es ist eine Sandsteinhöhle, Teil einer ehemaligen Weinbergschutzhütte. Ein markierter Pfad führt zum Aussichtspunkt. Gerücht: Wer in der Nacht vor dem heiligen Advent oder in der ersten Mainacht allein, still und furchtlos auf den Hinterberg steige, könne einen Blick in die Vergangenheit werfen. (H. Hahn: Das Frifraloch in Offenbach-Hundheim. Westricher Kalender 1997) ----------------------------------------------------------------------------------------------- &lt;strong&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;Po-i chih &lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;Chinesische Schrift des Cheng Huan-ku (alias Ku-shen-tzu) aus dem 9. Jh. Es handelt sich um eine Sammlung von Wundergeschichten aus der Tang-Kollektion. Ein Exemplar der Schrift ist u.a. enthalten in der Sammlung des Sinologen Otto Franke in der Preussischen Staatsbibliothek, Berlin. (Helga Keller: Die Sammlung Franke in der Preussischen Staatsbibliothek. Wiesbaden 2001) Unter diesen "Wundergeschichten" befindet sich auch eine, die einen ganz deutlichen Zeitsprung schildert: &lt;em&gt;Im ersten Jahr der Regierungsperiode "Göttlicher Drache" (704 n.Chr.) lebte im Kreis Chu-shan der Präfektur Fang-chou ein Mann namens Yin-Yin-k'o, der sehr vermögend war. Hinter seinem Anwesen wollte er einen Brunnen anlegen, er hatte aber schon zwei ganze Jahre bohren lassen und war in eine Tiefe von mehr als tausend Fuß vorgedrungen, ohne auf Wasser gestoßen zu sein. Trotzdem gab er sein Vorhaben nicht auf. &lt;/em&gt;&lt;em&gt;Als abermals mehr als ein Monat mit der Bohrung vergangen war, glaubten die Arbeiter plötzlich aus dem Loch das Krähen von Hähnen, das Bellen von Hunden und das Zwitschern von Sperlingen zu vernehmen, und als sie noch ein paar Fuß weiterbohrten, durchstießen sie offenbar seitlich eine Felskaverne.&lt;/em&gt; &lt;em&gt;Ein Arbeiter ließ sich in das Loch hinunter, um der Sache nachzugehen. (An der Stelle angekommen) konnte er zunächst - einige zehn Schritte seitwärts eingedrungen - nichts Besonderes erkennen. Als er dann aber, sich der Wand entlangtastend, noch mehr in der Richtung vordrang, bemerkte er plötzlich den Widerschein von Tageslicht. So folgte er der Höhlung weiter und bemerkte zu seiner Überraschung, dass sie unmittelbar zu dem Gipfel eines Berges führte, auf den er hinunterklettern konnte. &lt;/em&gt;&lt;em&gt;Als er sich schließlich aufrichtete, sah er, dass er sich in einer anderen Welt befand mit einer eigenen Sonne, einem eigenen Mond und einer eigenen Erde. Zu seiner Seite breiteten sich über Zehntausende von Fuß hinweg Tausende von Bergspitzen aus mit Zehntausenden von Flüssen. Alles machte einen zauberhaften Eindruck. Alle Felsen waren aus Smaragd oder Bergkristall, und inmitten der Bergspitzen und Flussläufe lagen Paläste aus Gold und Silber. Riesige Bäume, deren Stämme Knoten hatten wie Bambus, aber Blätter wie Bananenstauden, ragten empor, und purpurne Bäume blühten, groß wie Reisigschüsseln. Bunte Schmetterlinge vom Umfang von Fächern flatterten zwischen ihnen umher, während bunte Vögel groß wie Kraniche auf den Zweigen der Bäume mit den Flügeln schlugen. Von jedem der Berggipfel ergoss sich eine Quelle von spiegelklarem Aussehen udn eine weitere Quelle von milchweißer Färbung ins Tal. &lt;/em&gt;&lt;em&gt;Nachdem der Arbeiter allmählich den Berg hinuntergewandert war, gelangte er an einen Platz, wo ein Palasttor aufragte. Er wollte hineingehen und sich erkundigen. Als er aber auf das Tor zutrat, bemerkte er eine davor angebrachte Tafel, auf der mit silbernen Lettern zu lesen stand:&lt;/em&gt; &lt;em&gt;"Palast des himmlischen Zimtbaum-Berges".&lt;/em&gt; &lt;em&gt;Aus den beiden Wächterhäuschen rechts und links vor dem Tor eilten auch gleich, offfensichtlich betroffen, zwei Männer heraus. Sie waren etwas über fünf Fuß groß, hatten knabenhafte Gesichter von jadefarbener Tönung und waren gehüllt in Gewänder, die so leicht wirkten, als wären sie aus weißem Nebel und grau-grünem Rauch gemacht. Sie hatten rote Lippen, blendendweiße Zähne und einen Haarschopf wie aus blauschimmernden Seidenfäden. Auf dem Haupt trugen sie goldene Helme, aber sie hatten keine Schuhe an den Füßen. Sie guckten den Arbeiter an und sagten: "Wo kommst denn du hierher?", worauf der ihnen seine ganze Geschichte von Anfang bis zum Ende erzählte.&lt;/em&gt; &lt;em&gt;Er war noch nicht ganz fertig, da traten aus dem Tor einige Dutzend Männer und riefen: "Was für ein dunkler, schmutziger Dunst verbreitet sich denn hier?" Und sie machten den Türhütern heftige Vorwürfe. Angstschlotternd meldeten diese: "Es ist hier ein Arbeiter aus der Außenwelt, der versehentlich bei uns eingedrungen ist. Wir waren gerade dabei, ihn zu verhören, deshalb haben wir noch nicht Bericht erstattet."&lt;/em&gt; &lt;em&gt;Im gleichen Augenblick erschien aber auch schon ein Mann in einem dunkelroten Gewand und übermittelte einen Befehl: "Die Torhüter sollen sich des Fremden mit aller Höflichkeit annehmen!"&lt;/em&gt; &lt;em&gt;Der Arbeiter verneigte sich dankend, während die Türhüter zu ihm sagten: "Nachdem du nun schon einmal hier bist, warum willst du nicht ein wenig spazierengehen und dich umsehen? Dann kannst du ja wieder nach Hause zurück."&lt;/em&gt; &lt;em&gt;"Vor einem Augenblick hätte ich das noch nicht zu wünschen gewagt", antwortete der Arbeiter. "Wenn ihr mir aber tatsächlich die Freiheit gestattet, so will ich gerne die Gelegenheit ergreifen und sage freudig ja."&lt;/em&gt; &lt;em&gt;Die Türhüter reichten darauf ein Jadetäfelchen (auf dem sie für ihren Vorschlag um Genehmigung nachsuchten) in das Palastinnere hinein, und im Handumdrehen war es auch schon wieder da (mit der darauf vermerkten Erlaubnis). Die Türhüter nahmen nun den Arbeiter mit (zu einem der Berggipfel) und hießen ihn, sich an einer klaren Quelle sorgfältig zu waschen und auch seine Kleider darin zu reinigen. Dann führten sie ihn zu einer weißen Quelle und befahlen ihm, sich den Mund damit zu spülen. Das Wasser schmeckte wunderbar, süß wie Milch. Nachdem der Arbeiter ein paar Händchen voll getrunken hatte, fühlte er sich wie betrunken und vollständig gesättigt. Hierauf geleiteten ihn die Türhüter wieder den Berg hinunter. &lt;/em&gt;&lt;em&gt;Bei jedem Palast, an dem sie vorüberkamen, durfte er nur bis ans Tor herantreten, nirgends aber hineingehen. So war ein halber Tag vergangen, bis sie am Fuß des Berges anlangten. Dort lag die Hauptstadt des Landes. Alle Paläste und Häuser waren aus Gold, Silber, Alabaster und Jade. Über dem Torturm prangte eine Nephrittafel, auf der zu lesen stand. "Staat der Stufen zu den Unsterblichen".&lt;/em&gt; &lt;em&gt;"Was für ein Staat ist das denn?" fragte der Arbeiter. &lt;/em&gt;&lt;em&gt;"Hier leben nur Unsterbliche", erwiderten die Torhüter. "Wer gerade erst Unsterblicher geworden ist, wird zunächst in dieses Land geleitet. Wenn er dann 700.000 Tage hier zugebracht hat, kann er in den Himmel oder (in Paradiese wie) die Jadehauptstadt, die 'Peng-lai-Inseln', die 'Kun-lun-Gärten' oder das 'Ku-yeh-Reich' eingehen und dann erst zu einem richtigen Unsterblichen werden. Der Amtsbetrieb in den Palästen mit den verschiedenen jeweils gültigen Stempeln, Beglaubigungsstäben, Siegeln und Uniformen geht mit Windeseile wie von selber vor sich."&lt;/em&gt; &lt;em&gt;"Nachdem das hier ein Reich der Unsterblichen ist", fragte der Arbeiter weiter, "wie verhält sich denn dann mein eigenes Land zu diesem Land der Unterwelt?"&lt;/em&gt; &lt;em&gt;Die Türhüter antworteten: "Dieses unser Reich ist das oberste Unsterblichkeitsland in der Unterwelt. Über deinem Land (also im Himmel) gibt es abermals ein Unsterblichkeitsland, das genau wie das unsere den Namen 'Staat der Stufen zu den Unsterblichen' trägt und sich von ihm nicht im geringsten unterscheidet."&lt;/em&gt; &lt;em&gt;Nach dieser Erklärung sagten die Türhüter: "Nun musst du aber nach Hause zurück." Sie stiegen mit ihm zusammen den Berg empor, den er nach seiner Ankunft hinuntergegangen war. Dann rieten sie ihm noch, noch ein paar handvoll von der weißen Quelle zu trinken. &lt;/em&gt;&lt;em&gt;Als der Arbeiter dann der Bergspitze zustrebte und dort nach der Höhle suchen wollte, durch die er herabgelangt war, sprachen sie: "Obwohl erst ganz kurze Zeit vergangen ist, seit du angekommen bist, sind in der Menschenwelt doch ein paar Dutzend Jahre vergangen. Wenn du versuchst, durch das alte Loch wieder nach oben zu klettern, dürfte das kaum gelingen. Warte bis wir um den Schlüssel für das Himmelstor nachgesucht haben, damit wir dich von dort aus nach Hause zurückgeleiten können."&lt;/em&gt; &lt;em&gt;Der Arbeiter bedankte sich mit einer Verneigung, und einen Augenblick später hatten die Türhüter auch schon ein goldenes Siegel und eine (beschriftete) Jadetafel in der Hand. Sie führten den Arbeiter nun auf einem Seitenweg hinauf, bis sie an ein riesiges Tor gelangten, dessen Aussehen einem Stadttor glich. Einige Männer kauerten daneben und bewachten es. Nachdem ihnen die beiden Türhüter das goldene Siegel vorgewiesen und die Jadetafel zu lesen gegeben hatten, öffneten ihnen die Wachen das Tor. &lt;/em&gt;&lt;em&gt;Kaum hatte der Arbeiter, von den Türhütern hinaufgeleitet, den Torturm betreten, da fühlte er sturmbewegte Wogen aufwallen, die ihn davontrugen. So konnte er nichts mehr sehen, sondern nur noch die Worte der Türhüter vernehmen, die ihm zuriefen: "Wenn du von uns weggegangen bist, so richte unsere besten Grüße aus an den 'Wahren Grafen der Roten Region'!" &lt;/em&gt;&lt;em&gt;Einen Augenblick später zerteilten sich die Wolken, und der Arbeiter fand sich in einer Höhle auf dem Gipfel des Ku-hsing-Berges wieder, 30 Meilen nördlich der Präfektur Fang-chou. Nachdem er aus der Höhle hinausgetreten (und in seinen Heimatort zurückgekehrt war), erkundigte er sich nach dem Haus (seines Arbeitgebers) Yin Yin-k'o. Aber die Leute antworteten ihm: "Der hat vor drei oder vier Generationen gelebt!" Und von der ganzen Sache mit dem Brunnen wussten sie überhaupt nichts. &lt;/em&gt;&lt;em&gt;So suchte denn der Arbeiter allein seinen Weg dorthin, aber er konnte nur noch eine riesige Mulde entdecken, die Stelle, wo der Brunnen (einst gebohrt worden und dann allmählich) eingefallen war. Man schrieb das siebte Jahr der Regierungsperiode "Keuscher Urbeginn" (791 n.Chr.). Der Arbeiter forschte hierauf nach seinen eigenen Familienangehörigen, konnte aber keinen von ihnen mehr feststellen. Seither verlor er die Lust am Leben unter den Menschen, wandte sich Fastenübungen zu und irrte ziellos umher. Ein paar Jahre später traf ihn noch jemand in der Nähe des Hahnenkamm-Berges in Chien-ko. Wo er danach geblieben ist, weiß niemand zu sagen.&lt;/em&gt; (Wolfgang Bauer: China und die Hoffnung auf Glück. München 1971) Diese Erzählung ist ein gutes Beispiel für einen Zeitsprung mit &lt;strong&gt;Missing Time,&lt;/strong&gt; einen Zeitsprung beim Besuch der &lt;strong&gt;Unterwelt&lt;/strong&gt; / einer &lt;strong&gt;Höhle&lt;/strong&gt;, und ein Beispiel für das Mythenmotiv &lt;strong&gt;Raum-Zeit-Tor.&lt;/strong&gt; &lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;Es ist sogar eine Art Parallele zum Brüder Grimm-Märchen "Frau Holle" (Mädchen fällt in einen Brunnen, erreicht ein fremdes Reich, von dem aus es auf die Erde herabschauen kann und zum Schluss erreicht das Mädchen die Heimat wieder, indem es durch ein Tor tritt), nur dass das Brüder-Grimm-Märchen keine Anspielung auf einen Zeitsprung macht.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8678305018564023368-2689091517823497775?l=zeitreise-gestern.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeitreise-gestern.blogspot.com/feeds/2689091517823497775/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeitreise-gestern.blogspot.com/2010/05/p_11.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8678305018564023368/posts/default/2689091517823497775'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8678305018564023368/posts/default/2689091517823497775'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeitreise-gestern.blogspot.com/2010/05/p_11.html' title='P'/><author><name>Gisela Ermel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08777419198760889701</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8678305018564023368.post-6579289772946197150</id><published>2010-05-11T06:57:00.005-07:00</published><updated>2010-05-11T06:57:39.442-07:00</updated><title type='text'>Q</title><content type='html'>Q&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8678305018564023368-6579289772946197150?l=zeitreise-gestern.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeitreise-gestern.blogspot.com/feeds/6579289772946197150/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeitreise-gestern.blogspot.com/2010/05/q_11.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8678305018564023368/posts/default/6579289772946197150'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8678305018564023368/posts/default/6579289772946197150'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeitreise-gestern.blogspot.com/2010/05/q_11.html' title='Q'/><author><name>Gisela Ermel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08777419198760889701</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8678305018564023368.post-7164066441358008383</id><published>2010-05-11T06:57:00.003-07:00</published><updated>2011-03-28T02:47:31.207-07:00</updated><title type='text'>R</title><content type='html'>&lt;em&gt;&lt;span style="color:#ff0000;"&gt;under construction.........................................&lt;/span&gt;&lt;/em&gt; &lt;strong&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;Raum-Zeit-Tor&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt; s. Odenberg s. Singerberg s. Thüringen: Die verschwundene Braut ------------------------------------------------------------------------------------------------- &lt;strong&gt;Rheinland-Pfalz&lt;/strong&gt; Überlieferung: &lt;strong&gt;Neustadt:&lt;/strong&gt; Vor langer Zeit saßen Musikanten in einem Wirtshaus zu Neustadt. Ein fremder Herr holte sie ab, dass sie in der Nacht bei ihm spielten. Sie kamen an die Burgruine auf dem Königsberg. Da stand ein herrlicher Bau, das Tor tat sich von selbst auf, und sie waren in einem glänzenden Saale, der sich mit reichgeschmückten Gestalten anfüllte. Bald begann der Tanz. Dazu spielten die Geigen von selbst und so seltsam ergreifende Weisen. Die Spielleute wurden köstlich bewirtet und nach dem Feste reichlich belohnt. Als sie nun herauskamen, um heimzukehren, da war das Schloss auf einmal verschwunden. Sie gingen nach Neustadt, kannten sich aber sich aber nimmer dort aus und wurden auch von niemandem erkannt. Erst als sie ihr Erlebnis erzählten, trat ein mehr als hundertjähriger Greis in ihre Nähe und konnte sich noch dunkel an jene Spielleute erinnern, die einst im Wirtshaus seines Großvaters eingekehrt waren, dann abgeholt wurden und nicht wieder kamen. "Euch hat der krumme Dallacker verführt!" rief der Greis. Da fielen die Männer entsetzt zu Boden und waren Asche und Staub. Vom Dallacker wird erzählt, dass er im Neustadter Tal als Raubritter sein Wesen getrieben habe. (Friedrich Wilhelm Hebel: Pfälzisches Sagenbuch. Kaiserslautern 1912) Ein Beispiel für &lt;strong&gt;Missing Time, &lt;/strong&gt;für einen erlebten Zeitsprung beim Besuch eines &lt;strong&gt;Bauwerks in&lt;/strong&gt; &lt;strong&gt;einer anderen Zeit&lt;/strong&gt; und für einen tödlichen Ausgang eines Zeitsprungs.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8678305018564023368-7164066441358008383?l=zeitreise-gestern.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeitreise-gestern.blogspot.com/feeds/7164066441358008383/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeitreise-gestern.blogspot.com/2010/05/r_11.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8678305018564023368/posts/default/7164066441358008383'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8678305018564023368/posts/default/7164066441358008383'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeitreise-gestern.blogspot.com/2010/05/r_11.html' title='R'/><author><name>Gisela Ermel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08777419198760889701</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8678305018564023368.post-5070457600909752223</id><published>2010-05-11T06:57:00.001-07:00</published><updated>2011-08-13T05:54:02.289-07:00</updated><title type='text'>S</title><content type='html'>&lt;em&gt;&lt;span style="color:#ff0000;"&gt;under construction..............................................................&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Schottland&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;s. Thomas of Erceldoune&lt;br /&gt;----------------------------------------&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;strong&gt;Singerberg&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Berg in Thüringen. Dort kennt man Überlieferungen über Zeitsprünge mit &lt;strong&gt;Missing Time:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Der Kornfuhrmann im Singerberg&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Vor langer Zeit machte sich ein Fuhrmann aus Möhrenbach mit seinem einspännigen Karren auf den Weg zur Deube, um Korn einzukaufen. Nachdem er bezahlt und seinen Wagen beladen hatte, kehrte er sogleich wieder zurück, obwohl es bereits zu dämmern begann. In Cottendorf wollte er übernachten, um am folgenden Tag zeitig wieder zu Hause zu sein.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Der Fuhrmann war noch nicht lange gefahren, da brach auf einmal so starke Finsternis herein, dass er den Weg nicht mehr erkannte. Er irrte nach rechts, dann nach links, und schließlich wusste er überhaupt nicht mehr, wo er war. &lt;/em&gt;&lt;em&gt;Auf einmal erblickte er ein großes, hell erleuchtetes Gebäude. Ohne sich lange zu besinnen, fuhr er darauf zu und klopfte ans Tor. Ein altes Männchen mit schneeweißem Haupt und langem weißen Bart öffnete und fragte den Fuhrmann nach seinem Begehr.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Der Fuhrmann sagte: "Ich habe mich in der Dunkelheit verirrt und bin mit meinem Wagen vom Weg abgekommen. Ist es möglich, dass ich hier bei euch mit meinem Geschirr übernachte?"&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;"Gewiss ist das möglich", gab das Männchen zur Antwort, "fahre nur herein."&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Der Mann aus Möhrenbach tat, wie ihm geheißen. Das Männlein geleitete ihn auf einen großen Hof, half ihm ausspannen, das Pferd in den Stall bringen und füttern, und ihn selbst führte es in eine hell erleuchtete Stube. Da fand der Fuhrmann Speis und Trank und eine gute Streu für das Nachtlager. Nachdem er sein Abendbrot verzehrt hatte, legte er sich hin und schlief ein.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Er erwachte, als es gerade Tag werden wollte, stand auf und eilte, sein Pferd zu füttern. Das Männchen war wieder zur Stelle, um ihm zu helfen. Als sie in den Stall traten, fraß der Gaul schon sein Morgenfutter, und auch für den Fuhrmann stand ein kräftiges Frühstück bereit. Er ließ es sich gut schmecken, dann fragte er nach seiner Schuldigkeit und wollte bezahlen. Das Männchen jedoch verbat sich das und sagte: "Irrende beherberge und bewirte ich umsonst."&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Unter tausend Danksagungen führte der Fuhrmann sein Pferd aus dem Stall, um anzuspannen und mit dem Gefährt nach Hause zu fahren. Das Männlein öffnete das Tor und wünschte ihm Glück auf den Weg. Dabei fragte es, ob auf der Erde noch die Sterne, die Sonne und der Mond zu sehen seien, und als der Fuhrmann bejahte, seufzte es ein lautes "Ach!" und verschwand; das Tor schlug hinter dem Fuhrmann mit einem furchtbaren Getöse zu. Er schaute sich erschrocken um und staunte nicht wenig, als das große Gebäude verschwunden war und er sich mit seinem Karren vor dem ihm wohlbekannten Singerberg befand.&lt;/em&gt; &lt;em&gt;Nachdem er sich von seinem Schrecken einigermaßen erholt hatte, fuhr der Mann nach Cottendorf weiter und von da gleich nach Gräfenau und Angstedt. In allen Orten zeigten sich seinen Blicken seltsame Veränderungen. Er wusste nicht, was er davon halten sollte. Auch in Gehren gewahrte er zu seiner Verwunderung ganz andere Häuser als jene, die er in seinem Gedächtnis hatte, und begegnete Leuten, die er nicht kannte.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Und als er mit seinem Geschirr nach Möhrendorf, seinem Heimatort gelangte und zum Tor seines Hauses einfahren wollte, da entdeckte er an dessen Stelle ein ganz anderes Gebäude. Auch wohnten andere Leute darin, die ihm die Einfahrt verwehrten. Der Mann wusste vor Staunen nicht, was er denken und sagen sollte. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Inzwischen hatte sich die Nachricht von seiner Ankunft im Dorf verbreitet, und die Leute kamen, um den eigenartigen Fuhrmann zu sehen. Niemand kannte ihn, und ebenso sah er nur in fremde Gesichter. Er nannte seinen Namen, aber selbst die ältesten Leute wussten sich seiner nicht zu erinnern. Endlich schlug man in einem alten Kirchenbuch nach, und da fand sich vor 100 Jahren sein Name mit der Bemerkung eingetragen, dieser Mann sei mit seinem Geschirr zum Fruchteinkauf gefahren, aber nicht wieder zurückgekehrt. &lt;/em&gt;&lt;em&gt;Als nun der Fuhrmann sein Erlebnis erzählte, wurde allen klar, dass er it seinem Pferd 100 Jahre im Singerberg verschlafen hatte.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;(Walter Nachtigall / Dietmar Werner: Der pfiffige Bauer. Berlin 1988) Diese Überlieferung weist neben dem Motiv Missing Time noch das des &lt;strong&gt;Bauwerk in einer anderen Zeit&lt;/strong&gt; auf und eventuell das Motiv Zeitsprung in Gegenwart von &lt;strong&gt;Zwergen.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;Weitere Überlieferung:&lt;br /&gt;Der Schäfer im Singerberg: Ein Schäfer begegnet am Singerberg einer weißen Frau. Er folgt ihr auf ihr Winken in den Berg und durch zahlreiche unterirdische Räume. Er wird dort bewirtet und fällt dann in Schlaf. Als er erwacht, sieht er im Nebenraum lauter schlafende Ritter in Rüstungen. Einer von ihnen ist wach und fragt nach dem Jahr, das man jetzt schreibe. Ehe der Schäfer sich sammeln kann &lt;em&gt;krachte es im Berg laut, die Tafel, die Ritter, selbst die Gewölbe verschwanden, und urplötzlich fand sich der Schäfer unter freiem Himmel wieder.&lt;/em&gt; &lt;em&gt;&lt;/em&gt;Seine Herde ist verschwunden, und im Dorf sieht er laute unbekannte Gesichter, große Häuser auf zuvor freien Plätzen. &lt;em&gt;Der ganze Ort war verändert, und keine Menschenseele kannte ihn. &lt;/em&gt;Er erfuhr, dass er 100 Jahre im Berg geweilt hatte.&lt;br /&gt;(Michael König / Kerstin Dietel: Thüringer Berge und ihre Sagen. Jena 1994)&lt;br /&gt;Dies ist ein Beispiel für einen Zeitsprung mit &lt;strong&gt;Missing Time &lt;/strong&gt;beim Besuch des &lt;strong&gt;Berginneren&lt;/strong&gt;, beim Besuch einer Örtlichkeit mit &lt;strong&gt;Zeitschläfern&lt;/strong&gt;, einem &lt;strong&gt;Beam-&lt;/strong&gt;vorgang, und in Gegenwart eines fremdartigen Wesens - einer Weißen Frau.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;Des weiteren kennt man im Raum Singerberg das Motiv &lt;strong&gt;Raum-Zeit-Tor:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Volksglaube: Nur einmal im Jahr öffne sich eine einsame Pforte ins Berginnere.&lt;br /&gt;Überlieferung: Ein Schafknecht gewahrte &lt;em&gt;mehr träumend als schauend ... eine unmerkliche Veränderung an der verklüfteten felsigen Wand. Als er genauer hinsah, entdeckte er eine kleine eiserne Türe in der Felswand, die er noch nie gesehen hatte. &lt;/em&gt;Ein &lt;em&gt;kleines graues Männchen &lt;/em&gt;kam heraus, rief ihn hinein, doch der Schäfer traute sich nicht so recht. Am Abend erzählte er von seinem Erlebnis und ging am selben Abend in Begleitung wieder dorthin. &lt;em&gt;Er fand auch schnell den Platz vor dem Felsen wieder, an dem ihm der Zwerg erschienen war. Doch trotz des hellen Mondscheins war keine Tür zu finden. Die beiden Gefährten suchten angestrengt den ganzen Felsen ab. Doch überall blickte ihnen das nackte Gestein entgegen.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;(Michael Köhler / Kerstin Dietel: Thüringer Berge und ihre Sagen. Jena 1994)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sagen um Tore, Türen oder Öffnungen in Felswänden gibt es weltweit; Tore, die mal da sind und mal nicht und urplötzlich verschwinden können, wären durch das Motiv &lt;strong&gt;Raum-Zeit-Tor&lt;/strong&gt; erklärbar. s. auch &lt;strong&gt;Zwergenreich / Zwerge&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;-------------------------------------------&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Steiermark&lt;/strong&gt;, Österreich&lt;br /&gt;In der Steiermark werden mehrere Sagen überliefert, die mit Zeitsprüngen zu tun haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ennstaler Alpen:&lt;br /&gt;Ein Hirtenknabe verträumte seine Arbeit, die Herde verlief sich. Er suchte die Tiere und kam an einer Felswand vorüber, wo ihm eine Tür im Gestein auffiel, die es vorher dort niemals gegeben hatte. Vor der Tür stand ein bärtiges kleines altes Männlein, das den Knaben aufforderte, mit hereinzukommen. Doch dem Knaben ist war das nicht geheuer und er lief davon.&lt;br /&gt;Doch als ihm ein Köhler riet, doch noch einmal hinzugehen, tat er es. Und wieder stand vor der Tür im Felsen das Männlein. Der Knabe folgte diesem in eine offene Felsenhalle.&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Sie durchschritten viele Gänge, bis sie in einen großen Saal kamen. Der Junge glaubte, seiner Sinne nicht mächtig zu sein, als er die vielen Herrlichkeiten dort erblickte. Vom Boden bis zur Decke war alles eitel Gold, Edelsteine funkelten in allen Farben. Wohin das Auge sich wandte, gewahrte es unermessliche Schätze und Reichtümer. So führte der Alte den Knaben noch durch viele Sääle, von denen einer herrlicher erschien als der andere.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Schließlich wurde der Knabe zurückgeführt und steckte auf Anraten des Männleins ein paar rostige Schuhnägel ein.&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Als er wieder im Freien stand, schien ihm die Gegend ganz verändert. Er wollte das Männlein fragen, wo er sich befinde, doch der Alte war schon verschwunden, und von der Felsentüre war keine Spur mehr zu sehen. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Der Knabe ging auf die nächste Siedlung zu und erfuhr, dass er sich in der Nähe des Ortes Eisenerz befinde. Er ließ sich den Weg nach Gams zeigen und ging nach Hause. Die Schuhnägel aber hatten sich in Gold verwandelt. Daheim war man schon in Sorge um ihn gewesen.&lt;br /&gt;"Wo bist du denn die sechs Wochen geblieben?" empfing ihn ärgerlich der Bauer. Da wunderte sich der Knabe, denn er war ja nur wenige Stunden im Felsen bei dem Männlein gewesen. Er erzählte sein Erlebnis, und später suchte er immer wieder, selbst noch als Erwachsener, an dem Felsen nach der Türe, konnte sie aber niemals wieder entdecken.&lt;br /&gt;(Karl Haiding: Österreichs Sagenschatz. Wien 1965)&lt;br /&gt;Diese Sagen ist ein Beispiel für die Motive &lt;strong&gt;Missing Time, &lt;/strong&gt;Zeitsprung beim Besuch einer Örtlichkeit hinter einer Felswand, &lt;strong&gt;Raum-Zeit-Tor&lt;/strong&gt; und Zeitsprung in Gegenwart von &lt;strong&gt;Zwergen. &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Obersteiermark:&lt;br /&gt;Ein junges Mädchen ging am frühen Morgen Richtung Seckau. Unterwegs, auf dem Gamskogelberg, gesellte sich eine fremde alte Frau zu ihr und geleitete sie plaudernd. Nach kurzer Zeit merkte das Mädchen, dass es den rechten Weg verloren hatte. Sie gingen auf einen Felsen zu, die Frau berührte den Stein &lt;em&gt;der sprang auf und strahlender Glanz übergoss das Mädchen. Im Innern des Berges lagen aufgehäufte Goldklumpen, kristallene Wände und Säulen aus Diamanten ragten empor. Aus dem alten Weib aber war ein Jüngling in grüner Jägertracht geworden.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Das Mädchen wurde angewiesen, ihr Körbchen mit Gold zu füllen, und dann trat sie wieder aus der Felsenkammer heraus.&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Kaum aber stand sie im Freien, als das Tor auch schon wieder verschwunden war. Wie sollte sie von dem unbekannten Ort wieder nach Hause finden? Zufällig kam ein Bauer daher, der sie ins Dorf begleitete. Unterwegs erfuhr sie erstaunt, dass seit ihrem Weggehen ein halbes Jahr vergangen sei. Alle wunderten sich über ihre Rückkehr und bestaunten ihren Schatz.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Das Gold lockte einen Bauern aus der Gegend. Er ließ sich die Örtlichkeit beschreiben und ging los. Nach einigen Tagen suchte man den Vermissten und fand ihn tot in der Nähe des Felsens auf. Seine Taschen waren mit Gold gefüllt.&lt;br /&gt;Seither bezeichnen die Umwohner den Gamskogel als Teufelsberg und erzählen, dass einmal pro Jahr an der Stelle, wo man den toten Bauern fand, eine bläuliche Flamme zu sehen sei.&lt;br /&gt;(Karl Haiding: Österreichs Sagenschatz. Wien 1965)&lt;br /&gt;In dieser Sagen gibt es die Motive &lt;strong&gt;Raum-Zeit-Tor + &lt;/strong&gt;Zeitsprung beim Besuch des &lt;strong&gt;Berginnern.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;---------------------------------------------&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;Sun Wukong&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;China: Uralte Geschichte um einen Affenkönig, der den &lt;strong&gt;Himmel &lt;/strong&gt;besuchte und dabei einen Zeitsprung erlebte. Ein Beispiel für &lt;strong&gt;Missing Time.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Die &lt;em&gt;Reise nach Westen&lt;/em&gt; wurde ca. 1550 geschrieben von Wu Cheng'en, einem Romanautor und Dichter der Ming Dynastie nach der Vorlage eines Reiseberichtes des Pilgermönchs Xuanzang, der von 629 - 645 die Seidenstraße und Indien bereiste. Die Reise dauerte sechzehn Jahre und hatte das Ziel, die heiligen Schriften Buddhas nach China zu holen. Nach seiner Rückkehr verfasste er Mönch einen ausführlichen Reisebericht, der dann mit vielen phantastischen Motiven angereichert wurde.&lt;br /&gt;Teile des Textes müssen auf sehr viel ältere Quellen zurückgehen, denn über den Affenkönig existierten bereits zur "Zeit der Streitenden Reiche", die 475 v.Chr. begann, Legenden und Sagen.&lt;br /&gt;Die &lt;em&gt;Reise nach Westen &lt;/em&gt;ist bis heute eines der wichtigsten historischen Zeugnisse vom Leben in jenen frühen Tagen der Tang Dynastie und zählt zu den vier klassischen Romanen Chinas. Der Text enthält sowohl buddhistische als auch taoistische Elemente.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sun Wukong, der Affenkönig, ist ein phantastisches Wesen, das aus einem steinernen Ei aus einem Felsen geboren worden sein soll. Dank der Lehre bei verschiedenen taoistischen Meistern ("Unsterblichen") erlernt Sun Wukong zahlreiche magische Kunststücke, darunter das Fliegen und das Verwandeln. Er erhält eine stabartige Waffe, die ihre Größe von stecknadelkopfgroß bis meilenlang verändern kann, und eine Wolke zur Fortbewegung durch Luft und All. Nach zahlreichen Abenteuern, bei denen Sun Wokong stets wegen seiner übermütigen Streiche aneckt, darf er zur Läuterung den Mönch Xuanzang auf dessen Reise nach Indien begleiten.&lt;br /&gt;Eines dieser Abenteuer war eine Reise in den Himmel, die er auf seiner Wolke antrat. Dort oben drehte man dem Affenkönig den Posten des Stallmeisters an als Wächter der himmlischen Pferde, die imstande waren, die Wolken zu erklimmen. Doch schon nach etwa zwei Wochen hatte Sun Wukong die Nase voll von dem niedrigen Posten - zu Hause sei er wenigstens König - und verließ zornig den Himmel durch eines der Tore.&lt;br /&gt;Als er kurz darauf auf seiner Wolke zu Hause eintraf, erfuhr er zu seiner Verblüffung, dass hier inzwischen viele Jahre vergangen sind. &lt;em&gt;"Gratulation, Eure Majestät", &lt;/em&gt;so heißen ihn seine Untertanen willkommen. &lt;em&gt;"Nach über einem Dutzend Jahre da oben wirst du in Glorie und Triumph zurückgekehrt sein."&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;"Was meinst du mit über einem Dutzend Jahre?" fragt der Affenkönig. "Ich war doch nur zwei Wochen oder so fortgewesen."&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;"Eure Majestät wird das Vergehen der Zeit im Himmel nicht bemerkt haben. Ein Tag im Himmel dauert so lang wie ein Jahr auf der Erde."&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Anzumerken wäre noch, dass die Schilderung des Himmels viel gemeinsam hat mit Schilderungen anderer Örtlichkeiten, die Helden weltweiter Mythen aufsuchten und dabei einen Zeitsprung erlebten, seien es die Anderswelten der keltischen Überlieferung oder paradiesische Welten außerhalb der Erde.&lt;br /&gt;In der "Reise nach Westen" wird der Himmel so geschildert: Alles ist lichtstrahlend und hell, es gibt kristallene und goldene Tore, man sieht Drachen und Phönixe (Flugobjekte?), es gibt 33 Paläste, darunter den Wolkenpalast, und 72 riesige Hallen, darunter eine "Halle für den Aufstieg ins All", Blumen und Pflanzen, die niemals verwelken, Korallenbäume, silberne Wagen und vieles mehr. &lt;em&gt;All die wunderbaren Dinge im Himmel waren da, &lt;/em&gt;&lt;em&gt;von denen keines auf der Erde zu sehen ist...&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Diese Geschichte ist bis heute polulär und wurde zur Grundlage zahlreicher Filme, Bücher, Comics und Computerspiele. Eine Oper - "Affe - Reise nach Westen" wurde 2007 uraufgeführt. Im Jahr 2008 war Sun Wukong Favorit für das Olympia-Maskottchen in China.&lt;br /&gt;(Helga Schmidt-Glintzer: Geschichte der chinesischen Literatur. München 199 + &lt;a href="http://www.chine-informations.com/fichiers/jourwest.pdf"&gt;www.chine-informations.com/fichiers/jourwest.pdf&lt;/a&gt;)&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8678305018564023368-5070457600909752223?l=zeitreise-gestern.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeitreise-gestern.blogspot.com/feeds/5070457600909752223/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeitreise-gestern.blogspot.com/2010/05/s_11.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8678305018564023368/posts/default/5070457600909752223'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8678305018564023368/posts/default/5070457600909752223'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeitreise-gestern.blogspot.com/2010/05/s_11.html' title='S'/><author><name>Gisela Ermel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08777419198760889701</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8678305018564023368.post-7537745199056777577</id><published>2010-05-11T06:56:00.006-07:00</published><updated>2011-08-10T02:56:06.381-07:00</updated><title type='text'>T</title><content type='html'>&lt;em&gt;&lt;span style="color:#ff0000;"&gt;under construction..................................................&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;Tango Fudoki&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt; s. Urashima Taro&lt;br /&gt;---------------------------------------&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;strong&gt;Taoismus / Daoismus&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;"Lehre des Weges": chinesische Philosophie und Religion, gegründet im 4. Jh.v.Chr., als das &lt;em&gt;Tao te king&lt;/em&gt; des Laotse entstand.&lt;br /&gt;In taoistischen Schriften finden sich Hinweise auf Zeitreise-Erlebnisse.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Überlieferung 1:&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Am Tung-t'ing-Berg (Höhlen-Hallen-Berg) gibt es die Ling-tung (Seelen-Höhle). Wenn man dort hineingeht, glaubt man immer vor sich ein Licht zu sehen. Ein eigentümlicher Wohlgeruch erfüllt den Raum, und die Quellen und Felsen erstrahlen in einem merkwürdigen Glanz.&lt;/em&gt; &lt;em&gt;Einmal drang ein Mann, der Medizinkräuter und Mineralien sammelte, tief in die Höhle ein. Nachdem er etwa zwanzig Meilen gewandert war, sah er ganz plötzlich ein Land von übernatürlicher Schönheit vor sich mit klarblauem Himmel, leuchtend rosaroten Wolken, duftenden Blumen, dicht stehenden Weidenwäldern, zinnoberfarbenen Türmen, rotfarbenen Pavillons und weiten Palästen.&lt;/em&gt; Er erblickte eine Schar von Mädchen, die ihn eine Weile mit Sang und Tanz unterhielten. &lt;em&gt;Schließlich wünschten sie ihm Lebewohl und sagten, es sei für ihn wohl nun an der Zeit, nach Hause zu gehen..... Er ... ging durch die Höhle zurück, wobei ihm ständig ein vor ihm hereilendes Licht den Weg wies. Schließlich - er war schon schrecklich hungrig und durstig geworden - erreichte er sein Heimatdorf.&lt;/em&gt; &lt;em&gt;Da bemerkte er, dass die Gebäude und die Menschen alle ganz anders waren als zu der Zeit, da er das Dorf verlassen. Als er (in seinem eigenen Haus) nachforschte, traf er nur noch Nachkommen in der neunten Generation an, und als er sie befragte, gaben sie ihm zur Antwort: "Ein Urahn von uns ist einst vom Kräutersammeln auf dem Tung-t'ing-Berg nicht zurückgekommen. Das sind jetzt 300 Jahre her. Seine Angehörigen haben damals in der ganzen Nachbarschaft herumgefragt, aber niemand wusste zu sagen, wohin er gezogen ist."&lt;/em&gt; (Wolfgang Bauer: China und die Hoffnung auf Glück. München 1971)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Überlieferung 2:&lt;br /&gt;Protagonist dieser Erzählung ist Wang Chih, einer der heiligen Männer der Taoisten. &lt;em&gt;Eines Tages, als Wang Chih durch die Berge von Cu Chow wanderte und Brennholz sammelte, sah er eine Grotte, in der einige alte Männer Schach spielten. Er trat hinein, um dem Spiel zuzusehen, und legte seine Axt nieder. Einer der alten Männer gab ihm etwas wie einen Dattelkern und forderte ihn auf, den Kern in den Mund zu nehmen. Kaum hatte er dies getan, da waren Hunger und Durst verschwunden.&lt;/em&gt; &lt;em&gt;Einige Zeit später erzählte ihm einer der Schachspieler: "Du bist schon lange hier, du solltest jetzt heimkehren."&lt;/em&gt; &lt;em&gt;Doch als er sich umdrehte, um die Axt aufzuheben, sah Wang Chih, dass der Griff zu Staub zerfallen war. Er erreichte das Tal, aber er sah, dass nicht Stunden, sondern Jahrhunderte vergangen waren, und die Welt war nicht mehr so, wie er sie kannte.&lt;/em&gt; &lt;em&gt;&lt;/em&gt;(Jacques Vallée: Dimensionen. Frankfurt am Main 1994)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beide Überlieferungen sind Beispiele für &lt;strong&gt;Missing Time&lt;/strong&gt; und Zeitsprung beim Besuch einer &lt;strong&gt;Höhle&lt;/strong&gt;. Die zweite Erzählung ist darüberhinaus noch ein Beispiel für &lt;strong&gt;Beweise für einen&lt;/strong&gt; &lt;strong&gt;Zeitsprung&lt;/strong&gt;: ein Gegenstand, der belegt, dass außerhalb der besuchten Örtlichkeit viel mehr Zeit vergangen ist, als innerhalb.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;s. Sun Wukong: Zeitsprung beim Besuch des &lt;strong&gt;Himmels &lt;/strong&gt;mit &lt;strong&gt;Missing Time. &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;--------------------------------------&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Tausend und eine Nacht&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Sammlung morgenländischer Erzählungen. Klassiker der Weltliteratur.&lt;br /&gt;Ursprünglich wohl zahlreiche Motive indischen Ursprungs, eine indische schriftliche Vorlage ist jedoch nicht erhalten. Vermutlich im 8.Jh. aus dem Mittelpersischen ins Arabische übersetzt und mit islamischen Formeln und Zitaten angereichert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Märchen aus 1001 Nacht enthalten u.a. ein Beispiel für &lt;strong&gt;Winning Time:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Der Sultan von Ägypten&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Der Sultan von Ägypten versammelte eines Tages in seinem Palast alle Gelehrte seines Reiches. Da erhob sich unter ihnen ein Streit. Man sagt, der Engel Gabriel habe eines Nachts Mohammed aus seinem Bett entführt und ihm alles gezeigt, was die sieben Himmel enthalten und dazu das Paradies und die Hölle. Danach brachte der Engel den Propheten, nachdem dieser mit Allah 80.000 Unterredungen gehabt hatte, in sein Bett zurück. Ferner sagt man, das alles sei in so kurzer Zeit geschehen, dass Mohammed nach seiner Rückkehr sein Bett noch warm gefunden und - mehr noch - einen Topf wieder aufgehoben habe, dessen Wasser noch nicht ausgeflossen, obgleich er in dem Augenblick umgefallen war, als der Engel Gabriel Mohammed entführte.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Der Sultan war skeptisch und hielt so etwas für unmöglich, er glaubte, dass man von Himmel zu Himmel jeweils 500 Jahre brauche. Seine Gelehrten antworteten, &lt;em&gt;es ginge dabei ohne Zweifel nicht mit rechten Dingen zu, der göttlichen Allmacht aber sei alles möglich.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Der Sultan war nicht zu überzeugen, die Gelehrten reisten ab, der Streit jedoch erregte Aufsehen in ganz Ägypten.&lt;br /&gt;Ein geheimnisvoller Fremder hörte davon und suchte den Sultan auf, um ihn zu überzeugen. Der Fremde ließ einen Kübel Wasser holen, bat den Sultan, sich bis auf ein Lendentuch zu entkleiden und seinen Kopf ins Wasser zu tauchen.&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Der König tauchte seinen Kopf ins Wasser und befand sich im gleichen Augenblick am Fuß eines Berges, nicht weit vom Meer entfernt.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Er musste das beste aus der Situation machen, die ihn im Bruchteil einer Sekunde an einen unbekannten Ort versetzt hatte, und gab sich als Kaufmann aus. Später heiratete er, zeugte Söhne und Töchter, verarmte, musste niedrige Arbeiten verrichten, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Es waren sieben Jahre vergangen, als er einer Laune folgend sein Haupt dort ins Wasser des Meeres tauchte, wo er damals angekommen war.&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Doch wie groß war sein Erstaunen, als er sein Haupt zurückzog: Er fand sich in seinem Schlosse wieder, mitten in dem Kübel.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Er beschimpfte den Fremden wegen der verlorenen Jahre, doch der entgegnete: &lt;em&gt;"Weshalb zürnst du mir? Eben erst hast du dein Haupt in diesen Behälter getaucht und es sofort wieder zurückgezogen. Wenn du es nicht glaubst, so frage doch deine Beamten hier, die alle Zeugen sind." &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Und diese bezeugten, was der Fremde sagte. Da der Sultan aber noch immer zornig auf den fremden Mann war, zog dieser sich raffiniert aus der Affäre. Er verschwand im Bruchteil einer Sekunde, indem er in seinen Wasserbottich stieg. Es heißt, er sei im selben Augenblick in Damaskus aufgetaucht.&lt;br /&gt;(Inge Dreecken: Tausendundeine Nacht. Hamburg 1982)&lt;br /&gt;Das Märchen ist ein typisches Beispiel für einen mit Zeitsprung verbundenen Ortswechsel in Nullzeit mittels eines &lt;strong&gt;Watergate. &lt;/strong&gt;Dieser Wasserbottich - eine naive Umschreibung eines &lt;strong&gt;Raum-Zeit-Tor&lt;/strong&gt;es à la Stargate??? s. auch &lt;strong&gt;Zeitschleife.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;s. &lt;strong&gt;Mohammed &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;s. &lt;strong&gt;Zeitschlaf&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;--------------------------------------&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;strong&gt;Thomas the Rhymer&lt;/strong&gt; = Thomas of Erceldoune = Thomas der Reimer. Historische bekannt als Thomas Learmonth (1220 - 1290), ein schottischer Gutsherr und Prophet von Earlston (Erceldoune = Dun Aichil in Berwickshire). Erwähnt in zwei Urkunden von 1260-80 und 1294. Er sagte viele bedeutende Ereignisse der schottischen Geschichte voraus. Hatte er Informationen über die Zukunft? In Irland und in Schottland überliefert man, dass er einen Zeitsprung erlebte beim Besuch des &lt;strong&gt;Elfenlandes:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Eine Elfenfrau nahm ihn eines Tages mit in ihr Elfenland. &lt;em&gt;Nach einer Zeitspanne, die ihm sehr kurz dünkte, kam die Elfin zu ihm und befahl ihm, sich bereitzuhalten, in sein eigenes Land zurückzukehren. &lt;/em&gt;&lt;em&gt;"Wie lange, meinst du," fragte sie, "bist du hier gewesen?"&lt;/em&gt; &lt;em&gt;"Oh, gewiss nicht länger, schöne Herrin," antwortete Thomas, "als sieben Tage."&lt;/em&gt; &lt;em&gt;"Da täuscht du dich sehr", sagte die Elfin, "du bist sieben Jahre in diesem Land gewesen, und es ist hohe Zeit, dass du gehst."&lt;/em&gt; Vor seiner Rückreise bat er die Elfenfrau um eine Gabe. Sie bot ihm an, entweder ein guter Harfenspieler zu werden oder ein Prophet. Erwählte das letztere. Es wird gesagt, dass er später, nachdem er zahlreiche Zukunftsvorhersagen machte und aufschrieb, für immer ins Elfenland gegangen sein, von dem er bis heute noch nicht zurückgekehrt sei.&lt;br /&gt;(Hannah Aitken / Ruth Michaelis-Jena: Märchen aus Schottland. Köln 1984)&lt;br /&gt;Diese Überlieferung ist ein typisches Beispiel für &lt;strong&gt;Missing Time.&lt;/strong&gt; Später wollen Personen eine Begegnung mit Thomas dem Reimer gehabt haben, der sie eingeladen habe in ein Gebäude bzw. eine Örtlichkeit im &lt;strong&gt;Berginnern&lt;/strong&gt;, und dabei einen Zeitsprung erlebt haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;s. &lt;strong&gt;Schottland: &lt;/strong&gt;Die beiden Geiger. Die älteste Variante dieser Geschichte ist die Ballade "Thomas the Rhymer" aus dem 13. Jh. Sie ist in verschiedenen Exemplaren erhalten. Im 14. Jh. folgte die Romanze "Thomas of Erceldoune", deren früheste erhaltene Version der Lincoln Codex ist. Es folgten zahlreiche spätere Balladen und Romanzen, die den Stoff beinhalteten. Es gibt zahlreiche neuere Bearbeitungen des Stoffen von Dichtern, Komponisten, Fantasy- und Science Fiction-Autoren usw. Im Kinderbuch "The Eldon Tree" von William Croft Dickinson beispielsweise treffen zwei moderne Kinder Thomas den Reimer und reisen zurück in der Zeit zu einem besonderen Zeitpunkt der schottischen Geschichte.&lt;br /&gt;----------------------------------------&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Thüringen&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Die verschwundene Braut:&lt;br /&gt;In Benshausen will ein reicher Bauer ein Mädchen heiraten, das ihn jedoch nicht liebt. Als schon die Glocken zur Hochzeit läuten, geht die Braut hinaus in den Garten, um sich ungesehen auszuweinen. Da tritt ein Fremder neben sie, der sie, nachdem sie ihm ihren Kummer beichtete, einläd, mit in seinen Garten zu kommen. Er öffnet eine Tür im Zaun. &lt;em&gt;Sein Garten war so herrlich und voll quellenden Lebens, wie sie gewusst und geahnt, und je tiefer sie an seiner Seite hineinwandelte, desto wundersamer weitete er sich. Schöne fremdartige Blumen standen auf den Beeten.&lt;/em&gt; &lt;em&gt;&lt;/em&gt;Als sie die Hochzeitsglocken zu dritten Mal läuten hört, geht sie den Weg zurück durch die Pforte im Zaun. &lt;em&gt;Aber da war die Bohnenhecke nicht mehr und der Weg und das Bänklein waren nicht mehr, und das Haus schaute sie aus neuen Fenstern fremd und prüfend an. Auch hörte sie nichts vom frohen Gesumm festlich erregter Menschen ... und fand nicht den wartenden Bräutigam und nicht die ... Verwandtschaft, die sie vor einer Viertelstunde verlassen hatte; sondern es waren da fremde Leute, die sie mit großen Augen zwischen Erschrecken und Verwunderung anstarrten und mit scheuem Kopfschütteln einen Brautstaat musterten, wie er vor hundert Jahren mochte üblich gewesen sein. &lt;/em&gt;&lt;em&gt;Was sie redete und fragte, erschien allen so seltsam und verworren, dass man glaubte, sie sei ein armes, geistig verstörtes Weib, das der Obhut entlaufen ... mit verjährtem Staate Mummemschanz treibend. Schließlich brachte man sie zum greisen Pfarrer des Ortes, der in nachprüfender Ehrfurcht anhörte, was sie sagte, und mit zitternder Hand nach den Kirchenbüchern langte, darin er nach einigem Blättern geschrieben fand, dass vor hundert Jahren eine Braut das Hochzeitshaus kurz vor der Trauung verlassen habe und niemals zurückgekehrt sei.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;(Paul Quensel: Thüringer Sagenbuch. Weimar 1930)&lt;br /&gt;Ein typisches Beispiel für &lt;strong&gt;Missing Time, &lt;/strong&gt;einen Zeitsprung in Gegenwart einer fremden Person und &lt;strong&gt;Raum-Zeit-Tor&lt;/strong&gt;: das Betreten einer fremden Örtlichkeit mittels durchschreitens eines Tores.&lt;br /&gt;s. Singerberg&lt;br /&gt;-----------------------------------&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Toko-yo-no kuni&lt;/strong&gt; Anderswelt der japanischen Mythologie. s. Urashima Taro&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8678305018564023368-7537745199056777577?l=zeitreise-gestern.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeitreise-gestern.blogspot.com/feeds/7537745199056777577/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeitreise-gestern.blogspot.com/2010/05/t_11.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8678305018564023368/posts/default/7537745199056777577'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8678305018564023368/posts/default/7537745199056777577'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeitreise-gestern.blogspot.com/2010/05/t_11.html' title='T'/><author><name>Gisela Ermel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08777419198760889701</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8678305018564023368.post-5028446562045662279</id><published>2010-05-11T06:56:00.005-07:00</published><updated>2011-03-09T02:39:36.015-08:00</updated><title type='text'>U</title><content type='html'>&lt;em&gt;&lt;span style="color:#ff0000;"&gt;under construction.....................................................&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;Unterwasserwelt&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;s. Urashima Taro&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;Unterwelt&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;s. Po-i chih&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Urashima Taro&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Japan: Überlieferung über einen Fischer, der einen Zeitsprung mit &lt;strong&gt;Missing Time&lt;/strong&gt; erlebte beim Besuch des Palastes des Drachengottes unter dem &lt;strong&gt;Meer &lt;/strong&gt;bzw. einer &lt;strong&gt;Himmelswelt&lt;/strong&gt; jenseits der Plejaden und Hyaden bzw. der Anderswelt &lt;strong&gt;Toko-yo-no kuni.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;8. Jh.: Nara-Periode: In Büchern wie &lt;em&gt;Nihon Shoki, Manyoshu&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;Tango non Kuni Fudoki&lt;/em&gt; wird über den Fall berichtet; der Proband heißt hier noch Urashimako.&lt;br /&gt;Version im &lt;em&gt;Tango Fudoki:&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Die Fudoki (etwa "Aufzeichnungen von Luft und Erde") sind Chroniken über&lt;br /&gt;die Provinzen Japans und reichen bis ins 8. Jh. zurück. Sie enthalten Angaben zur&lt;br /&gt;Geographie, Fauna, Flora, zu Brauchtum, Geschichte und Mythologie. Sie wurden&lt;br /&gt;in der Nara-Zeit ab 713 auf Geheiß der Kaiserin Genmei zusammengestellt und&lt;br /&gt;über etwa 20 Jahre komplettiert. Mindestens 48 Provinzen wurden erwähnt,&lt;br /&gt;darunter die Provinz Tango, gelegen im Gebiet der heutigen nördlichen Präfektur&lt;br /&gt;Kyoto am Japanischen Meer.&lt;br /&gt;Die Story:&lt;br /&gt;Der Fischer Shimako wurde von einer Göttin, mit der er eine unerwartete Begegnung auf dem Meer hatte, mit in deren Heimatwelt genommen, weil sie ihn heiraten wollte. Die Heimatwelt muss sehr weit entfernt gewesen sein, denn unterwegs passierten die beiden das Siebengestirn und die Hyaden.&lt;br /&gt;Am Ziel erreichten sie &lt;strong&gt;Toko-yo-no kuni&lt;/strong&gt;, das ferne Land der Seligen. Im Elternhaus des Mädchens nahm man den Erdenbürger freundlich auf und zeigte ihm geduldig die Unterschiede zwischen der Menschenwelt und Toko-yo-no kuni.&lt;br /&gt;Es gefiel Shimako dort so gut, dass er seine alte Heimat fast vergaß. Doch nach drei Jahren überfiel ihn plötzlich heftige Sehnsucht nach der Erde. Er gab seiner Frau zu verstehen, dass er die Heimat kurz besuchen wolle. Es wurde ihm gestattet.&lt;br /&gt;Er erreichte seinen Heimatbezirk.&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Da blickte er den Ort an: die Bewohner und die Dinge waren ganz anders geworden. Er fand da gar nichts mehr, woran er sein Haus erkennen könnte. Da fragte er einen Dorfbewohner: "Wo wohnt jetzt die Familie des Shimako von Midzunowe?"&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Der Dorfbewohner antwortete: "Woher bist du, dass du nach einem so alten Mann fragst? Wie ich aus der Überlieferung der alten Leute gehört habe, war in alten Zeiten ein Mann namens Shimako. Er fuhr allein in das weite Meer hinaus und kam nicht wieder. Seitdem sind bis jetzt über 300 Jahre verstrichen. Warum fragst du plötzlich danach?"&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Obgleich er unter dem schmerzlichsten Gefühl der Trennung nach seiner Heimat zurückgekommen war, konnte er nun doch auch nicht eines von beiden Eltern treffen ... Dann wanderte er schluchzend umher...&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;1392 - 1573: Im Werk &lt;em&gt;Otogizoshi, &lt;/em&gt;einer Sammlung von etwa 350 illustrierten Erzählungen, heißt der Held der Geschichte Urashima Taro. Diese Geschichten wurden im japanischen Mittelalter oftmals vorgelesen und dabei die Illustrationen präsentiert.&lt;br /&gt;Der Fischer auf dem Meeresgrund:&lt;br /&gt;Eines Tages sah Urashima Taro, ein junger Fischer, eine kleine Schildkröte, die von ein paar Kindern gequält wurde. Er rettete sie und ließ sie wieder ins Meer hinein.&lt;br /&gt;Am nächsten Tag tauchte vor ihm eine riesige Schildkröte auf und sprach zu ihm, dass die kleine Schildkröte die Tochter des Herrschers unter dem Meer sei. Sie wolle ihren Retter sehen, um sich bei ihm zu bedanken. Die Riesenschildkröte stattete Urashima Taro mit magischen Kiemen aus und brachte ihn auf den Meeresgrund zum Palast Ryugo-jo des Drachengottes Ryujin.&lt;br /&gt;Der Unterwasserpalast war aus weißen und roten Korallen und aus Kristall erbaut. Verschiedene Meeresbewohner hausten darin als Diener des Drachengottes. Der Palast wies eine besondere Eigentümlichkeit auf: auf jeder der vier Palastseiten herrschte eine andere Jahreszeit. Zudem entsprach ein Tag im Palast einem Jahrhundert außerhalb der Palastmauern.&lt;br /&gt;Im Palast traf Urashima Taro die Tochter des Drachengottes, die sich wieder in eine liebliche Prinzessin verwandelt hatte. Sie hieß Otohime, "Strahlender Juwel". Der Fischer blieb sieben Tage lang im Palast, dann bekam er Heimweh und bat um die Erlaubnis, nach Hause kehren zu dürfen. Die Prinzessin war darüber zwar traurig, doch sie wünschte ihm alles Gute, gab ihm eine rätselhafte Kiste - tamatebako - mit und sagte ihm, dass er diese niemals öffnen dürfe. Urashima Taro setzte sich auf den Rücken der Riesenschildkröte und wurde von dieser nach Hause gebracht.&lt;br /&gt;Doch hier hatte sich alles verändert. Sein Zuhause gab es nicht mehr, seine Mutter war verschwunden. Die Leute, die er kannte, waren nirgendwo zu sehen und von den Leuten, die er traf, schien ihn niemand zu kennen. Sie sagten ihm, sie hätten gehört, dass ein Fischer namens Urashima Taro vor langer langer Zeit spurlos verschwunden sei. Seit damals seien 300 Jahre vergangen.&lt;br /&gt;In seiner Verzweiflung öffnete der Fischer die Kiste, die ihm die Prinzessin mitgegeben hatte. Aus ihr heraus erschien eine Wolke weißen Rauches. Im selben Moment wuchs dem Fischer ein langer Bart, wurde weiß, und sein Rücken krümmte sich. Er war in Sekundenschnelle ein alter Mann geworden. Von irgendwoher - er wusste nicht von wo - hörte er die traurige Stimme der Prinzessin sprechen: "Ich habe dir doch verboten, die Kiste zu öffnen..."&lt;br /&gt;Von dieser Erzählung gibt es zahlreiche Versionen, die etliche zusätzliche oder alternative Aussagen machen. In einer Version verwandelt sich Urashima Taro nach dem plötzlichen Altern in einen Kranich, in einer anderen Version zerfällt sein Körper zu Staub. In einer weiteren Version bekam Urashima Taro statt der magischen Kiemen eine magische Pille, die ihm die Möglichkeit verlieh, unter Wasser zu atmen.&lt;br /&gt;Version im Urashima Jinja-Schrein:&lt;br /&gt;Der Schrein befindet sich an der Westküste in der Nord-Kyoto-Präfektur und enthält ein altes Dokument mit diesem Bericht:&lt;br /&gt;Ein Mann namens Urashimako verließ das Land im Jahr 478 und reiste in ein Unsterblichkeitsland. Zurückgekommen sei er im Jahr 825 mit einem Tametebako (einer Origamo-Figur, ein Würfel, den man von jeder Seite her öffnen kann). Zehn Tage später habe er den Würfel geöffnet, eine weiße Rauchwolke kam daraus hervor und verwandelte ihn in einen uralten Mann. Im selben Jahr, als der Herrscher Junna die Geschichte hörte, habe dieser angeordnet, einen Schrein im Gedenken an Urashimako zu erbauen und darin das Tamatebako aufzubewahren sowie den Geist Urashimakos.&lt;br /&gt;(Karl Florenz: Japanische Mythologie. Hobunsha, Tokio 1901 +&lt;br /&gt;Michiko Y. Aoki: Records of Wind and Earth. Ann Arbor, Michigan, 1997)&lt;br /&gt;Otohime ist bis heute bekannt als Göttin, Tochter des Meeresgottes Ryujin. Sie soll den Jäger Hoori geheiratet haben. Beide bekamen einen Sohn, der wiederum den Jimmu zeugte, den ersten Herrscher Japans. Nach der Geburt ihres Sohnes soll sich Otohime in einen "Drachen" verwandelt haben und davongeflogen sein.&lt;br /&gt;Die Katase-Enoshima-Station in Fujiwana in der Präfektur Kanagawa soll so erbaut sein, wie man sich den Unterwasserpalast vorstellte.&lt;br /&gt;In Mitoyo, Kagawa, gibt es eine Urashima Tato-Statue.&lt;br /&gt;Otohime, die Prinzessin / Göttin, und Urashima Taro sind heute Charakter des Videospiels "Okami".&lt;br /&gt;Die Geschichte des Urashima Taro inspirierte zahlreiche fiktive Werke, Comics und Filme, darunter "Dragonball Z", "Yu Yu Hakusho" und viele andere. Die älteste animierte Version der Story stammt aus dem Jahr 1918. Eine TV-Serie basiert auf dem Stoff. Eine Episode der Serie "Choudenshi Bioman" benutzte die Urashima-Taro-Story als Basis für die Haupthandlung. Ein Doctor Man entwickelt ein Gerät, um die genetischen Erinnerungen von Urashima Taro's Nachkommen zu lesen. Mit ihnen will er den Untermeerespalast des Drachenkönigs finden, von dem man glaubt, er sei mit Schätzen angefüllt.&lt;br /&gt;Science Fiction: Die Story diente als Grundlage für "Another Story", eine Short Story von Ursula LeGuin, enthalten in der Sammlung "Fisherman of the Inland Sea."&lt;br /&gt;VARIG, eine brasilianische Fluglinie, benutzte während der 1970er Jahre Urashima Taro als Figur in einem Werbespot, in dem ihn eine Schildkröte nach Brasilien bringt. Als er zurück nach Japan will, gibt ihm seine Frau eine Kiste mit einem Flugticket, das, wenn er die Kiste öffne, ihn jünger mache.&lt;br /&gt;Die ursprüngliche Geschichte enthält erstaunliche Details, die auf Erinnerungen an Zeitanomalien denken lassen: die Missing-Time-Reise, die unterschiedlichen Jahreszeiten außerhalb der Palastmauern und die dort langsamer vergehende Zeit.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8678305018564023368-5028446562045662279?l=zeitreise-gestern.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeitreise-gestern.blogspot.com/feeds/5028446562045662279/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeitreise-gestern.blogspot.com/2010/05/u_11.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8678305018564023368/posts/default/5028446562045662279'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8678305018564023368/posts/default/5028446562045662279'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeitreise-gestern.blogspot.com/2010/05/u_11.html' title='U'/><author><name>Gisela Ermel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08777419198760889701</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8678305018564023368.post-6177208707041666928</id><published>2010-05-11T06:56:00.003-07:00</published><updated>2010-05-11T06:56:35.389-07:00</updated><title type='text'>V</title><content type='html'>V&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8678305018564023368-6177208707041666928?l=zeitreise-gestern.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeitreise-gestern.blogspot.com/feeds/6177208707041666928/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeitreise-gestern.blogspot.com/2010/05/v_11.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8678305018564023368/posts/default/6177208707041666928'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8678305018564023368/posts/default/6177208707041666928'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeitreise-gestern.blogspot.com/2010/05/v_11.html' title='V'/><author><name>Gisela Ermel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08777419198760889701</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8678305018564023368.post-8597436073332691255</id><published>2010-05-11T06:56:00.001-07:00</published><updated>2011-08-10T03:00:02.391-07:00</updated><title type='text'>W</title><content type='html'>&lt;em&gt;&lt;span style="color:#ff0000;"&gt;under construction............................&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Watergate&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;s. Raum-Zeit-Tor&lt;br /&gt;s. Tausend und eine Nacht&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;&lt;strong&gt;-------------------------------------------&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;&lt;strong&gt;Widdarshausen&lt;/strong&gt;: s. Hessen&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;--------------------------------------------&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Winning Time&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Das Gegenteil von &lt;strong&gt;Missing Time.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Der Betroffene verbringt viel Zeit an einem anderen Ort, während an seinem Ausgangsort nur sehr wenig Zeit oder gar keine Zeit vergeht.&lt;br /&gt;Mythen weltweit kennen Beispiele, wo ein Proband eine Reise macht - oder an einem besonderen Ort weilt - und nach seiner Rückkehr feststellen muss, dass zu Hause weniger Zeit vergangen ist, als während seiner Reise oder seines Aufenthaltes an einem besonderen Ort. Es gibt auch Beispiele, wo eine Person nach der Rückkehr feststellen muss, dass zu Hause während ihrer mehr oder weniger langen Abwesenheit GAR KEINE Zeit vergangen ist.&lt;br /&gt;Vorstellbar wäre ein solches Szenario, wenn eine Person am Ende der Reise oder des Aufenthalts an einem besonderen Ort in die Vergangenheit zurückversetzt wird, die nicht vor dem Startzeitpunkt liegt.&lt;br /&gt;Rückkehr zu Startort UND -zeit: das wäre erklärbar durch eine &lt;strong&gt;Zeitschleife.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Diese Mythen und Beispiele wären sozusagen das Gegenteil eines &lt;strong&gt;Dilatationsfluges.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;s. Elfentanz: Irland.&lt;br /&gt;s. Mohammed&lt;br /&gt;s. Nahua&lt;br /&gt;s. Nera&lt;br /&gt;s. Tausendundeine Nacht&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8678305018564023368-8597436073332691255?l=zeitreise-gestern.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeitreise-gestern.blogspot.com/feeds/8597436073332691255/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeitreise-gestern.blogspot.com/2010/05/w_11.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8678305018564023368/posts/default/8597436073332691255'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8678305018564023368/posts/default/8597436073332691255'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeitreise-gestern.blogspot.com/2010/05/w_11.html' title='W'/><author><name>Gisela Ermel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08777419198760889701</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8678305018564023368.post-9023830179445293983</id><published>2010-05-11T06:55:00.002-07:00</published><updated>2010-05-11T06:56:03.528-07:00</updated><title type='text'>X - Y</title><content type='html'>X -Y&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8678305018564023368-9023830179445293983?l=zeitreise-gestern.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeitreise-gestern.blogspot.com/feeds/9023830179445293983/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeitreise-gestern.blogspot.com/2010/05/x-y_11.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8678305018564023368/posts/default/9023830179445293983'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8678305018564023368/posts/default/9023830179445293983'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeitreise-gestern.blogspot.com/2010/05/x-y_11.html' title='X - Y'/><author><name>Gisela Ermel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08777419198760889701</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8678305018564023368.post-817317412535425344</id><published>2010-05-11T06:55:00.001-07:00</published><updated>2012-01-06T06:08:04.593-08:00</updated><title type='text'>Z</title><content type='html'>&lt;em&gt;&lt;span style="color:#ff0000;"&gt;under construction.........................................................&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Zeitschläfer&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;s. Altkönig&lt;br /&gt;s. Kyffhäuser&lt;br /&gt;s. Odenberg&lt;br /&gt;-----------------------------------&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Zeitschleife&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;-----------------------------------&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;Zwerge / Zwergenreich&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Mythologie: Der Besuch bei Zwergen oder einer Zwergenwohnung oder eines Zwergenreiches kann mit einem Zeitsprung verbunden sein.&lt;br /&gt;s. Hessen: Widdarshausen&lt;br /&gt;s. Kyffhäuser: Der Bergmann und der Mönch + Begegnung mit Zeitreisenden?&lt;br /&gt;s. Singerberg&lt;br /&gt;-----------------------------------------&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Zwillingsparadoxon&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Paradoxon, das in der Physik der Speziellen Relativitätstheorie auftritt.&lt;br /&gt;Gedankenexperiment, bei dem ein Zwilling eine Reise in die Tiefen des Universums mit einem fast lichtschnellen Superraumschiff antritt, während der andere Zwilling auf der Erde verbleibt. Aufgrund der Zeit&lt;strong&gt;dilatation&lt;/strong&gt; ist der auf der Erde gebliebene Zwilling eine um den Lorentz-Faktor gedehnte Zeitspanne mehr gealtert, als der reisende Zwilling.&lt;br /&gt;In der Praxis wären dies sozusagen Reisen in die Zukunft.&lt;br /&gt;1905: Albert &lt;strong&gt;Einstein&lt;/strong&gt; in "Zur Elektrodynamik bewegter Körper" (In: Annalen der Physik, Vol. 322, Nr. 10): Hinweis, wonach eine Uhr, die sich von einem beliebigen Punkt entfernt und dann wieder dorthin zurückkehrt, gegenüber einer die ganze Zeit an diesem Punkt verbliebenen Uhr nachgeht.&lt;br /&gt;1911: Paul &lt;strong&gt;Langevin&lt;/strong&gt;: "L'Évolution de l'espace et du temps" (In: Scientia, Vol. 10): Er dachte sich ein ähnliches Paradoxon aus wie Zenon in der Absicht, die Spezielle Relativitätstheorie des Albert Einstein zu überprüfen. Sein Einwand ist unter dem Namen Zwillingsparadoxon berühmt geworden. Schickt man einen von zwei Zwillingen mit annähernder Lichtgeschwindigkeit auf eine Reise zum nächsten Stern, so würde man Einstein zufolge bei seiner Rückkehr feststellen, dass er weniger gealter ist, als sein Pendant auf der Erde. Fliegt der Raumfahrerzwilling mit 75% Lichtgeschwindigkeit zu einem nahen Fixstern und landet nach 60 Jahren wieder auf der Erde, ist er durch die Zeitdehnung nur 40 Jahre gealtert.&lt;br /&gt;Mythologie:&lt;br /&gt;Die Überlieferungen rund um den Globus kennen zahlreiche Beispiele für Geschehnisse, die die Kenntnis von Zeitdilatation voraussetzen. Es handelt sich um diejenigen unter der Rubrik &lt;strong&gt;Missing Time&lt;/strong&gt;. Wie aber kamen unsere Vorfahren auf derartige Vorstellungen - und das schon lange vor Albert Einstein?&lt;br /&gt;---------------------------------------------------&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Zeitreise in die Zukunft&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;s. Zwillingsparadoxon&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8678305018564023368-817317412535425344?l=zeitreise-gestern.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeitreise-gestern.blogspot.com/feeds/817317412535425344/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeitreise-gestern.blogspot.com/2010/05/z_11.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8678305018564023368/posts/default/817317412535425344'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8678305018564023368/posts/default/817317412535425344'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeitreise-gestern.blogspot.com/2010/05/z_11.html' title='Z'/><author><name>Gisela Ermel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08777419198760889701</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8678305018564023368.post-1789560872777669804</id><published>2010-01-06T05:31:00.000-08:00</published><updated>2010-01-06T06:29:15.811-08:00</updated><title type='text'>Einladung an die Zukunft</title><content type='html'>&lt;strong&gt;Einladung an die Zukunft&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Eigentlich fing alles so an. Als ich begann, für mein Zeitreise-Buch zu recherchieren, wurde mir klar, wie sehr ich mir wünschte, zu wissen, ob eines Tages Reisen in die Zukunft oder in die Vergangenheit einmal möglich sein werden. Das einfachste wäre natürlich, Beweise dafür zu finden, dass wir oder unsere Vorfahren schon einmal aus der Zukunft besucht wurden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als sich auf meinem Schreibtisch immer mehr Indizien anhäuften, die über merkwürdige Zeitphänomene, über Zeitsprünge und Zeitverschiebungserlebninsse von Sagen- und Mythenhelden (und -heldinnen selbstverständlich) berichteten, da merkte ich, dass mir das nicht reichte. Wie, so überlegte ich immer und immer wieder, könnte man denn die Zeit austricksen, um JETZT SCHON und GANZ PERSÖNLICH zu erfahren, ob Zeitreise erfunden wird oder nicht. Am besten, so dachte ich, wäre natürlich, von jemadem aus der Zukunft besucht zu werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer Besuch haben will, muss sich welchen einladen. Gesagt, getan! Ich hatte einen genialen Einfall! Ich würde ganz einfach eine Nachricht an meine künftigen Nachkommen verfassen mit der Bitte, mich hier und jetzt - in meiner Gegenwart oder meinetwegen in den nächsten Wochen, Monaten oder Jahren - zu besuchen. Ich würde einen Brief schreiben und diesen dann von Generation zu Generation weiterreichen lassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Du spinnst ja!" so lautete der spontane Kommentar meiner Tochter Aino, als ich ihr von meinem Plan erzählte. Am meisten wurmte sie an diesem Plan offenbar die Vorbedingung, dass sie ihren Teil zum Gelingen desselben beizutragen habe durch das Zeugen eines oder mehrerer Nachkommen. "Ich will gar keine Kinder bekommen!" sagte sie kurz und knapp. Nun, dieser Spruch kam mir verdammt bekannt vor - und hätte ich mich daran gehalten, so gäbe es jetzt keine Aino (und auch keine potentiellen Brief-weiterreichenden Nachkommen).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Okay", erwiderte ich, "da gibt es ja ausser dir noch meine Nichten und Neffen..."&lt;br /&gt;Mit einem "Ach die!" wischte Aino sämtliche Nichten und Neffen vom Tisch. "Die verbaseln doch garantiert den Brief! Dann gibt ihn doch lieber mir! Ich werde ihn schon an einen würdigen Menschen weiterreichen, es muss ja nicht unbedingt ein direkter Nachkomme sein, oder?"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem ich also nun gnädigerweise grünes Licht für meinen Plan von meinem Nachkömmling erhalten hatte, konnte ich an die praktische Ausführung gehen. Leichter gesagt, als getan. Wochenlang grübelte ich nach über den Text-Inhalt, über haltbares Material (Papier? Plastik? Videobotschaft? USB-Stick? Auf CD brennen? In Stein ritzen?), über ein geeignetes Schreibgerät (Bleistift? Tinte? Tusche? Tintenstrahldrucker? Laserdrucker? Permanentmarker? Stickgarn auf Stramin? Immerhin hatte die Botschaft eine verflixt lange Zeit zu überdauern!) und über noch viel mehr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich dachte nach über diebstahl- und vandalismussichere Aufbewahrungsorte, ich schlich wie ein Detektiv durch meine Wohnung und überlegte, wie ich etwas verbergen kann, das gleichzeitig unbedingt gefunden werden muss. Oder sollte ich den Brief bei einem Rechtsanwalt hinterlegen, der ihn dann seinerseits weiterzureichen hatte? Nein, zu teuer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und sollte ich für eine volle Reisekasse meiner zukünftigen Besucher sorgen, indem ich ihnen ein Sparbuch anlegte? Zins und Zinseszins, da war ich ganz sicher, würden dann das übrige hinzutun. Da gab es doch das alte Sparbuch, das ich neulich wiedergefunden hatte und das ich als kleines Schulmädel schon am ersten Tag einer Klassenfahrt bis auf die eine Pflicht-DM leergeräumt hatte (mir hatte da so ein kleines Plüsch-Eichhörnchen im Souvenirshop am Zusammenfluss von Fulda und Werra in die Augen gestochen und ein niedlicher Armbandanhänger und eine Vogelpfeife und...) - immerhin hatte sich das "Vermögen" inzwischen auf einen Euro verdoppelt, ganz zu schweigen von den Jahrhunderten, in denen sich darauf nun Zinsen ansammeln mochten...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch was sollte ich in den Brief hineinschreiben? Ich brütete wochenlang über einem perfekten Text - und mein Papierkorb füllte sich täglich aufs Neue mit verworfenen Entwürfen. Als eingefleischte Science Fiction-Leserin hatte ich natürlich einen listigen Einfall: Ich könnte doch meine Besucher aus der Zukunft bitten, mir diesen Brief mitzubringen. Dann brauchte ich den nur noch abzuschreiben... (Gute Frage nebenbei: Wer wäre wohl in so einem Fall der originale Verfasser des Textes???)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber halt mal - müssten sie nicht schon längst dagewesen sein? Ich fing an, mir verdächtig kommende Leute auf der Strasse kritisch zu beobachten und ich schreckte zusammen, wenn es in der Wohnung irgendwo raschelte. Nun, einem solchen Überraschungsbesuch würde ich ganz einfach mit einer Klausel im Brief entgegenwirken, die besagte, dass man bitte nicht einfach so wie aus dem Nichts in meiner Wohnung erscheinen möchte, sondern brav an der Haustüre zu klingeln habe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und wenn sie mich schon besucht hätten, ohne dass ich es bemerkt hatte? Nein, so sehr ich auch nachgrübelte, ich konnte mich an keinen komischen Onkel oder eine mysteriöse Tante erinnern, die mir ein paar gute Ratschläge aufzudrängen versucht hatten. Obwohl es da weissgott genug gegeben hätte, was man einer sehr viel jüngeren Ausgabe von mir hätte raten können. Doch was wäre gewesen, wenn so etwas geschehen wäre und ich mich an diese Ratschläge gehalten hätte? Hätte das nicht die gesamte Zukunft verändert? Vielleicht hätte ich in dem Fall nicht einmal Nachkommen, die ich einladen könnte, mich zu besuchen? Die hätten mir dann also keine Ratschläge geben können, die ich nicht befolgt hätte und die die Zukunft verändert hätten, und dann könnte ich doch den Brief schreiben und Besuch bekommen... Spätestens bei diesem Gedanken hatte ich das Gefühl, in meinem Kopf würde sich alles drehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber da war diese Frau in Berlin. Damals, vor vielen Jahren, gingen mein jetziger Ex-Mann (damals noch relativ neuer Freund) und ich eine Nebenstrasse des Ku'damm entlang, um wieder einmal einen Laden aufzusuchen, der englische Stilmöbel führte. Ausser uns war niemand in der Strasse - ausser einer älteren Frau, die uns aus einigen Metern Entfernung auf demselben Bürgersteig entgegen kam. Kurz bevor sie uns erreichte, blieb sie plötzlich wie vom Donner gerührt stehen und starrte uns an, als sehe sie einen Geist. Sie ergriff meine Hände, schaute mir mit einem Blick, den ich nie vergessen werden, in die Augen und sagte: "Ihr werdet eine Tochter haben und du wirst ihn zum weinen bringen." Sie starrte uns noch ein paar Sekunden lang an, so als könne sie nicht glauben, was sie sehe, und ging dann weiter. Wir kicherten nur und vergassen dies Ereignis bald. Nun - eine Tochter haben wir bekommen, aber zum weinen hat Er MICH gebracht. Soviel zu dieser Zukunftsprognose.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Später habe ich jedoch immer mal wieder darüber nachgedacht, wer diese Frau wohl gewesen sein könnte. Eine Besucherin aus der Zunkunft, die deshalb etwas aus meinem Lebenslauf kennen konnte? Eine Wahrsagerin? Oder - diese verrückte Idee kam mir eines Tages nach der Lektüre einer bizarren Zeitreise-Short-Story - war ich vielleicht selbst diese Frau gewesen? Fast wünschte ich mir, dass Zeitreise ncoh während meiner Lebenszeit möglich sein würde und ich in Berlin - sollte ich das genaue Datum des damaligen Ereignisses noch ermitteln können - selbst nachschauen könnte, wer diese geheimnisvolle Fremde damals war. Neulich war ich ein paar Tage in Berlin, um mal wieder nach einer neuen Wohnung zu suchen. Irgendwie kam ich auf die Schnapsidee, doch einmal durch diese gewisse Strasse zu gehen. Ich tat es, und ich ging sie entlang aus der Richtung, aus der damals die Frau auf uns zugekommen war. Fast war ich enttäuscht, dass mir kein blutjunges, verliebtes Pärchen entgegenkam, andererseits aber war ich froh darüber, denn ein wenig mulmig war mir schon zumute.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch zurück zu meinem Plan. Mir war natürlich klar, dass ich im Brief bei jedem Umzug meine neue Adresse nachzutragen hatte, denn ich wollte ja von meinem Besuch auch gefunden werden. Aber was, wenn ich dann gerade nicht zu Hause war und den wichtigsten Besuch meines Lebens verpasste, bloss weil ich just irgendwo in der Weltgeschichte rumgondelte? Wie wäre es, im Brief einen bestimmten Tag - vielleicht einmal pro Monat oder Jahr - vorzugeben sowie einen ganz präzisen Treffpunkt? Doch wo? Aus zahlreichen Science Fiction-Romanen wusste ich natürlich, dass da, wo heute noch ein Baum stand, morgen schon ein Betonklotz stehen oder eine befahrene Schnellstrasse oder sonst etwas sein konnte. Nein, da war es doch besser, es bei der eigenen Wohnung bzw. der meiner Nachkommen zu lassen. Diese Nachkömmlinge müsste ich dann nur noch dazu animieren, verlässlich stets ihre aktuellen Adressen nachzutragen. (Genauer gesagt musste ich ja zunächst erst einmal meine Tochter dazu bringen, Nachkömmlinge in die Welt zu seztzen.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Je länger ich nachdachte, je klarer wurde mir, dass der grösste Schwachpunkt in meinem Plan der menschliche Faktor war. So viel hatte ich in meinen Lebensjahren auch schon spitz gekriegt: verlassen kann man sich nur auf sich selber. Also sollte ich den Brief nicht doch lieber irgendwo deponieren und die Nachkömmlinge aussen vor lassen? Sollte ich den Brief in einer Zeitkapsel vergraben? Doch wo? Und wie sollten meine Nachkommen davon erfahren?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich fing an, davon zu träumen, wie denn dieser Besuch aus der Zukunft stattfinden würde. Ich stellte mir vor, dass eines Tages jemand an der Tür stehen und fragen würde. "Sind Sie...? Ja, natürlich, du musst es sein. Ich erkenne dich. Wie gut du ausgesehen hast!"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Oder eine fremde Person - männlich oder weiblich war mir eigentlich ziemlich schnurz - würde Einlass begehren und sagen: "Hallo! Ich bin die Frau / der Gatte deines Ururururururenkels!" "Aber ich habe doch gar keinen Enkel..." "Noch nicht..."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und wie bitte schön würde mein Besucher aus der Zukunft beweisen, dass er wirklich aus der Zukunft kommt? Diese Frage hielt mich wochenlang ganz schön auf Trab! Woran erkennt man einen Besucher aus der Zukunft? Wie würde ich denn selber beweisen, dass ich aus der Zukunft komme, wenn ich die Gelegenheit hätte, in die Vergangenheit zu reisen? Ich kann euch sagen, diese Spekulationen haben zahlreiche weinselige Abende mit Freunden und Bekannten ganz schön in Schwung gebracht!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Den Brief habe ich tatsächlich geschrieben. Ganz normal auf Schreibpapier mit einem Kugelschreiber, mit Tesafilm an der Innenseite meiner Wohnungstür in Augenhöhe befestigt - da bleibt er solange, bis ich eine bessere Idee habe für Material und Aufbewahrungsort. Für Anregungen wäre ich übrigens dankbar!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Buch habe ich natürlich auch geschrieben. Es heisst "Zeitreise - Gestern, Heute, Morgen - Auf den Spuren des grössten Abenteuers aller Zeiten" und ist 2003 erschienen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So, ich muss aufhören zu schreiben, es hat gerade an meiner Tür geklingelt. Wer weis..................&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;P.S. Das klingt jetzt total verrückt, aber ich habe ein Blind Date mit einer Zeitmaschine im Dezember 2012 im Queensland, Australien. Und nicht nur ich alleine. Neugierig geworden? Dann empfehle ich einen Blick auf die website:&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.timemachine1212.com/"&gt;http://www.timemachine1212.com&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8678305018564023368-1789560872777669804?l=zeitreise-gestern.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeitreise-gestern.blogspot.com/feeds/1789560872777669804/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeitreise-gestern.blogspot.com/2010/01/einladung-die-zukunft.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8678305018564023368/posts/default/1789560872777669804'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8678305018564023368/posts/default/1789560872777669804'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeitreise-gestern.blogspot.com/2010/01/einladung-die-zukunft.html' title='Einladung an die Zukunft'/><author><name>Gisela Ermel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08777419198760889701</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8678305018564023368.post-7328815793975788949</id><published>2009-01-10T07:12:00.000-08:00</published><updated>2009-03-10T03:32:05.817-07:00</updated><title type='text'>Index</title><content type='html'>&lt;strong&gt;&lt;em&gt;Under Construction...&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Mythen, Sagen und Märchen kann die Zeit stillstehen oder wie im Fluge vergehen. Uralte Überlieferungen kennen längst das, was in der Science Fiction-Literatur "Zeitsprung" genannt wird. Diese Texte behandelten die Relativität der Zeit lange vor Einstein und wurden schon früh von Theologen herangezogen, um die Kleinheit irdischer Zeiträumge gegenüber göttlichen Massen zu demonstrieren. Doch wie kamen unsere Altvorderen überhaupt auf solche absurden Ideen um ungleichmässig vergehende Zeit an zwei verschiedenen Örtlichkeiten oder um Zeitparadoxa beim Reisen? Ging mit ihnen die Phantasie durch - oder gab es bereits Reisen in die Zeit? Möge sich jeder Leser meines Blogs darauf eine eigene Antwort geben...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Zeitsprung beim Reisen an einen anderen Ort&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Zeitsprung durch langen Schlaf &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Zeitreisende, deren Rückkehr noch erwartet wird&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Berühmte Zeitreisende&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Zeitstillstand&lt;/strong&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8678305018564023368-7328815793975788949?l=zeitreise-gestern.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeitreise-gestern.blogspot.com/feeds/7328815793975788949/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeitreise-gestern.blogspot.com/2009/01/under-construction.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8678305018564023368/posts/default/7328815793975788949'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8678305018564023368/posts/default/7328815793975788949'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeitreise-gestern.blogspot.com/2009/01/under-construction.html' title='Index'/><author><name>Gisela Ermel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08777419198760889701</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry></feed>
